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Ex kümmert sich nicht um Sohn

FloraVita
Zitat von Ouabain:
Nicht schlecht über den Vater reden ist immer so ein Mantra. Meines Erachtens ist das da, um Kinder vor dem Beef zwischen den Eltern zu schützen. Doch wenn Vater sich definitiv mies gegenüber dem Kind verhält, dann sollte man das nicht weich spülen, sondern auch klar benennen und das Kind in seiner berechtigten Wahrnehmung bestätigen.


Das eine hat ja nichts mit dem anderen zu tun.

#16


O
Zitat von Liv225:
Ein wenig „Anstand“ und richtiges Verhalten sollte möglich sein.

Ja. Sollte. Ist nur nicht zu haben. Meine Tochter hatte ebenfalls Stress mit der Next ihres Vaters. Und er hat seine Tochter nicht beschützt. Darauf hin hat sie den Kontakt zu ihm komplett abgebrochen. Nicht meine Idee. Ging von ihr aus. Doch ich habe sie darin bestärkt, dass ihr das zusteht. Sie muss keinem Mann hinter her laufen, der als Vater versagt. Heute ist sie eine sehr starke junge Frau in ihren jungen 30ern , die weiß, wenn Menschen ihr nicht gut tun und konsequent die Reißleine zieht.
Auch aus etwas Schlechtem kann Stärke wachsen. Und der Selbstwert leidet nicht zwingend, wenn ein junger Mensch feststellt, dass er sich wehren darf

x 5 #17


A


Ex kümmert sich nicht um Sohn

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Liv225
Das ist toll, dass sich Deine Tochter so ins Erwachsenenleben aufgemacht hat.

Das, was Du zum Selbstwert geschrieben hast, ist ein Stück weit beruhigend. Darum tut es mir gut, andere Erfahrungen zu lesen.

Ich stärke meinem Sohn auch den Rücken. Als er sagte, er mag da nicht mehr hinfahren mit Übernachtung, war es mir auch wichtig, ihn zu „sehen“, zu bestärken, dass er das fühlen darf und nicht klein beigeben muss.

Ich merke jetzt, da er älter wird, dass zwischen uns ein sehr vertrauensvolles Miteinander ist. Darüber bin ich sehr froh.

x 4 #18


M
Wenn etwas nicht in Ordnung ist, sollte man es äußern dürfen. Auch wenn es die Eltern betrifft. Kinder sind nicht blöd und man sollte ihnen ihre Gefühle nicht absprechen, wenn sie etwas verletzt. Wichtig ist, dass Kinder verstehen, dass der Fehler nicht bei ihnen liegt. Du gibst aus meiner Sicht wirklich dein bestes!

Ich kann nur sagen, wie ich es empfunden habe: Kinder lieben ihre Eltern in der Regel bedingungslos, man ist schon alleine deshalb mit ihnen eng verbunden, weil man sich in ihnen wiederfindet. Wenn ein Elternteil den anderen ständig schlecht macht, dann besteht die Gefahr, dass es das Kind persönlich nimmt. Denn man stammt von diesem ab und identifiziert sich im Laufe der Kindheit immer wieder mit seinen Eltern. Das ist der Punkt, der am meisten schmerzt, denn man nimmt es selbst persönlich und fragt sich schlussendlich, was mit einem selbst nicht stimmt.

Deshalb denke ich, sachliche Kritik kann angebracht sein, dadurch lernen Kinder auch viel. Aber man sollte versuchen, nicht zu persönlich zu werden.

Du kannst deinen Sohn eigentlich nur trösten, wenn er traurig ist, und ihm recht geben, wenn sein Vater sich verantwortungslos verhält. Eventuell ist es möglich, dass du noch eine Brücke baust und ihr ein Gespräch zu dritt führt. Vielleicht fühlt sich dein Sohn mit deiner Unterstützung wohler. Manchmal sind auch andere Familienmitglieder hilfreich, wie Großeltern. Es geht dabei nicht darum, sie in einen Konflikt einzubeziehen, sondern als Familie eine Lösung zu finden.

x 1 #19


Plague
Zitat von Liv225:
„ich mag da nicht hin, sie ( die Next ) ist nicht nett zu mir, meckert immer…Papa macht eh nichts mit mir….“

Einen Kind zu vermitteln, es sei nur ein Störfaktor, ist einer der sichersten Wege, seinen Selbstwert systematisch zu demontieren.

Zitat von Liv225:
So kam es, dass Sohn nun nicht mehr hinfährt.

Schade, aber das Beste, was er tun kann.
Sich mit Menschen abzugeben, die kein echtes Interesse (mehr) an mir haben, ist reine Zeitverschwendung.
Deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben, liegt am immer noch gepredigten Mythos der heilen Familie. Sobald man sich davon befreit hat, ist so ein Cut wesentlich einfacher. Denn Blut ist keinesfalls immer dicker wie Wasser.

Liebe TE, es ist damit um so wichtiger, dass du für den Jungen da bist und ein passendes Gegengewicht zu dieser negativen Bindungserfahrung darstellst.

x 3 #20


O
Zitat von Manchmal_Hexe:
Du gibst aus meiner Sicht wirklich dein bestes!

Das unterstreiche ich.


Zitat von Manchmal_Hexe:
Eventuell ist es möglich, dass du noch eine Brücke baust und ihr ein Gespräch zu dritt führt.

Würde ich persönlich lassen. Es gab schon so viele Chancen, Versuche und Appelle. Der Vater will ganz offensichtlich die Realität seines Sohnes nicht wahrnehmen. Versteckt sich lieber hinter blah, blah. Warum sollte es diesmal anders sein. Maximal gibt es ne halbherzige Zusage, die dann doch wieder gebrochen wird.

x 1 #21


Heffalump
Zitat von Liv225:
Darum tut es mir gut, andere Erfahrungen zu lesen.

Schau.
Dein Sohn weiß, auf dir kann er eine Burg, ein Schloss, eine ganze Stadt bauen. Das ist viel wert. Klar fehlt ein Vater, aber dieser?
Glaubst du, der Kontakt zaubert etwas her, was es seit 10 Jahren nicht gab? Wenn du realistisch bist, kannst du deinem Sohn sagen, das es nicht an Euch liegt, dass es am Erzeuger liegt. Ändert das was?

Wahrscheinlich auch nicht.
Er ist nicht greifbar und es kümmert ihn nicht.

Akzeptieren heißt das Zauberwort. Dinge, die man selbst nicht ändern kann.
Wenn er eine väterliche Figur als Vorbild braucht, taugt dein Ex dafür?
Oder gibt es in der Familie Onkels, Cousins, Schwägers?

Den Fokus weg vom Ex. Er ist eben so gestrickt und du kannst nich für, wenn ihm Maschen fehlen. Auch wenn der Kontakt zu den beiden großen anders ist. Intensiver wird er auch dort nicht sein. Oder warmherziger. Nur ein Jota mehr Interesse vielleicht.

Ich drücke dir die Daumen, das du dieses Erwartungsgefühl für diesen einen Menschen verlierst

x 2 #22


O
@Heffalump - Dein Sinnspruch passt in dieses Thema wie dafür gemacht. Klasse 👍

x 2 #23


Liv225
Jaaa, der Spruch ist sehr, sehr zutreffend. Lachendes Gesicht

Ich danke euch so sehr.
Durch die Antworten fühle ich mich viel sortierter.

Ich bin ja durch die Trennung gekommen, das war viele Jahre schwer. Da hätte ich so manchen Gedanken von euch hier gut gebrauchen können.

Es stimmt jedenfalls… Ex ist ziemlich emotionslos, wenn es um die „alte“ Familie geht. Er berichtet ( erzählen die Großen ) oft und gern, was er nicht alles Tolles mit der Next unternimmt.
Er ging damals sehr, sehr rücksichtslos. Nichts hier hat ihn mehr gekümmert. Absprachen wurden nicht eingehalten…

Das wird sich nun nicht ändern. Manchmal tut es gut, dass schwarz auf weiß zu lesen.

#24


A


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