FeLice
Mitglied
- Beiträge:
- 605
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 1715
- Mitglied seit:
Zu meiner Geschichte (versuche, mich kurz zu fassen) :
Mein Mann und ich haben uns Ende letzten Jahres, nach 12 Jahren Ehe, endgültig getrennt, nachdem wir in 2020 schon eine kurze Trennung hatten. Damals wurde mir mitgeteilt, dass er sich trennen möchte. Für mich relativ plötzlich, obwohl auch ich schon länger nicht mehr zufrieden war und offen gesagt, sehr oft genervt. Mein Mann hat rückblickend eine zeitlang versucht, wieder mehr für die Beziehung zu tun, kam früher nach Hause, hat Familienausflüge geplant (unsere Tochter war damals 11). Leider habe ich zu der Zeit mit mir selbst zu kämpfen gehabt, habe die Krise zwar bemerkt, aber eben nicht, wie ausgeprägt sie war. Dachte einfach, das gibt es nach so vielen Jahren und vergeht auch wieder. Na ja, mein Mann wollte dann irgendwann die Trennung. Ist innerhalb von 3 Wochen ausgezogen in eine kleine Wohnung, ganz bei uns in der Nähe. Ich war fix und fertig, habe mir aber unserer Tochter zuliebe nicht wirklich anmerken lassen, wie verletzt und planlos ich war. Auch im Job wusste niemand Bescheid.
Nach gerade mal 3-4 Wochen des getrennt lebens haben wir uns wieder angenähert. Auf einmal war alles wie früher. Wir haben uns aufeinander gefreut, haben auf unsere Auszeiten vom Elterndasein geachtet und haben uns wieder ineinander verliebt. Mein Mann zog nach einem gemeinsamen Sommerurlaub direkt wieder bei uns ein und wir waren glücklich.
So zumindest, war meine Auffassung.
Kurz vor Weihnachten wurde mir dann allerdings Knall auf Fall mitgeteilt, dass der Alltag wieder da wäre und er kein Weiterkommen für unsere Ehe sähe. Zog zu seinen Eltern (die damalige kleine Wohnung wurde einen! Tag vor erneutem Beenden der Beziehung an einen neuen Mieter übergeben) und meine Tochter und ich hockten kurz vorm Fest wieder alleine da.
Seitdem schwanke ich ständig hin und her. Meistens geht es mir bzw uns gut. Wir wuppen das alles so gut es geht und auch die Kommunikation mit meinem NM läuft freundlich und respektvoll ab. Wir müssen einfach für unsere Maus zusammenhalten und versuchen alles, damit es ihr so leicht wie möglich fällt, mit allem umzugehen.
Leider liegt hier das "Problem".
Mein Mann scheint der Ansicht zu sein, wir können übergangslos von Beziehung zu Freundschaft switchen.
Er möchte sich trennen, ich akzeptiere es. Er zieht vor Weihnachten aus und "beschert" unserer Tochter ein "ganz besonderes" Weihnachtsfest, ich akzeptiere es (um unsere Tochter nicht noch mehr zu verunsichern und ihr Ruhe zu geben).
Zum Muttertag wird mir gesagt, dass auf einmal (so ganz plötzlich) eine neue Frau in sein Leben gefallen ist. Auch hier blieb ich ruhig. Ebenso bei der Erkenntnis, dass diese wahrscheinlich gar nicht so plötzlich aufgetaucht ist, wie behauptet, da man sie bereits überall vorgestellt hat.
Ich habe versucht, mich unsichtbar zu machen. Er kennt das Temperament, was in mir schlummert und ich wollte einfach keine Angriffsfläche bieten. Weder ihm, ihr, noch irgendwem.
Seit heute versucht er allerdings per WhatsApp auf mich einzureden. Warum ich immer so kurz angebunden wäre, er hätte gedacht uns verbindet immer noch eine Freundschaft, und so weiter und so fort. Er lässt einfach nicht locker und ich merke, wie es anfängt in mir zu brodeln und der Wunsch, ihm alles an den Kopf zu knallen was sich aufgetaut hat, wird immer größer.
Das möchte ich aber verhindern. Warum? Um ihm nicht die Genugtuung zu geben, endlich zu bekommen was er von Anfang an erwartet hat. Nämlich, das ich ausflippe. Es verunsichert ihn nämlich zutiefst, dass ich ruhig bleibe. Und das gibt mir wenigstens ein kleines bisschen das Gefühl, mich für die letzten Monate "revanchieren" zu können.
Nachdem dieser Text nun doch viel länger geworden ist als beabsichtigt, nun meine Frage :
Wie soll ich mich verhalten? Mir ist sehr wichtig, dass wir weiterhin gut miteinander auskommen. Nicht für mich, sondern für unsere Tochter. Sie ist der wichtigste Mensch in meinem Leben und ich würde alles dafür tun, damit es ihr gut geht! Ich möchte einfach keinen Rosenkrieg.
Vielen lieben Dank für eure Zeit.
Eure FeLice
