Zitat:Frauen:
Gefühle = Wahrheit
Zitat von Rotstift:
Was meinst du genau damit?
Ich versuche es einmal zaghaft

Es gibt Menschen, die ihre Wahrheit an den Gefühlen festmachen. Üblicherweise sagt "man", dass viele Frauen von "natur aus" dazu neigen.
Also: jenes oder welches fühle ich JETZT, dann MUSS es die Wahrheit sein.
Beispiel: eine Dame fühlt sich wütend. Wütend ist eine Emotion, eine Emotion hat ihren Ursprung. Die Dame geht auf die Suche, findet etwas was ihre Wut begründet, findet das der Grund gefunden wurde und sich besser fühlt (und wieder (Ge)Fühlen im Spiel), entsprechend muss es ja auch dann die Wahrheit sein.
Das nun einmal wirklich ganz platt runtergerasselt.
Noch platter: das was die (eine oder andere) Frau empfindet/fühlt, ist gleich entsprechend die in Stein gemeisselte Wahrheit. Also ist man "im Recht" im Handeln und Agieren.
Damit möchte ich weder angreifen, noch anfeinden.
Dennoch: da ist etwas dran. Ich habe mich selbst intensiv einmal beschäftigt und gehe (für mich) noch einen Schritt weiter: Meine Gedanken machen meine Emotionen.
Ich kann mich wunderbar durch meine Gedanken selbst so unglaublich steuern, dass ich es auch wirklich so empfinde. Es gibt genügen pro und contras (zu einem Thema) die so lange hin und her geschupst werden, bis es sich (für mich) gut anFÜHLT. Entsprechend habe ich meine (gewünschten) Gefühle in der Tasche und es "muss" die Wahrheit sein.
(Männer können das auch, so ist es nicht). . .denn nicht umsonst sagt man: wenn man sich nur lange genug einredet, dass man nichts wert ist, dann ist man auch nichts wert und strahlt es entsprechend aus. Denn redet man es sich ein, kommen früher oder später die Emotionen ins Boot, die werden verinnerlicht und schwups muss es die Wahrheit sein.
Das jetzt aber mal nur ganz grob, es gibt Nuancen, Unterschiede und jede Menge Freiheit an eigenen Interpretationen. Es soll nur ganz an der Spitze vom Berg mal kratzen um es verständlicher zu machen.
Gern nimmt auch einmal die Mentalarbeit im Sport als Beispiel dazu. Nicht umsonst visualisieren die großen Sportler das Ziel zu erreichen. Es ist nicht nur die Visualisierung, es ist auch gerade das Fühlen (Empfinden) der Sieg-Situation dahinter, was einen wettkampfstarken Sportler ausmacht. Andersherum genauso: erlebe ich eine Niederlage, kann das Gefühl niederschmetternde Folgen dahinter mit sich bringen. Entsprechend verinnerlicht, mutiert ein Sportler zum ewigen Zweitplatzierten, weil Leistungen nicht abgerufen werden können. Gesteuert ist es gar nicht mal immer durch einen technischen Ablauf, denn der kann ziemlich gut sein. Es sind die Emotionen dahinter die den Sportler blocken.
Das wiederum kann man wunderbar auf sich selbst "anwenden".
Ein Ursprung können (für mich) entsprechend die eigenen Gedanken sein. Rede ich gedanklich mit mir selbst, dass "es schon wieder losgeht" oder sage mir selbst immer wieder " och nein, schooooon wieder". . . .Hand aufs Herz: wer kennt das nicht?! Es kommt dann gerne mal GENAUSO so, wie man es in Gedanken mit sich diskutiert hat. Ich strahle es dann auch aus, weil ich die Emotionen dahinter ins Boot hole. Das fühlt sich richtig an. Also muss es die Wahrheit sein. Entsprechend glaube ich im Recht zu sein und handel danach.
Ich denke ich machte es, weil negative Erfahrungen gerne tiefer in mir blieben. Diese sind präsent, man hat wahrscheinlich ein Muster sich angeeignet um dann damit umzugehen, das hat einem "am Leben erhalten", also ist es ein Terrain in dem man sich auskennt. Altbewährtes gibt man ungern auf und schwups ist der Teufelskreis wieder erreicht.
@WannaForget
Ich unterschreibe das blind

Denn ich war auch ein übelst gefühlsbezogener Mensch. Das Denken setzt aus, der Überlebensmodus sagte: geh ins Handeln. . . und dabei habe ich mich auf meine Emotionen verlassen. Seitdem ich mein Hirn dazwischen schalte, sind meine Emotionen nicht mehr (immer) meine Wahrheit. Ich lerne teilweise noch immer: wann ist "nur" ein Gefühl und wann ist vielleicht schlicht ein Bauchgefühl. . . und was sagt mein Hirn (rationales Denken) dazu. Ich versuche quasi alles auf eine Augenhöhe zu bekommen. Und dann wird geguckt, was wirklich dahinter steckt.
@te
Wenn Du noch immer unsicher bist warum sie solch eine 180 Grad Wendung hingelegt hat. . .habe Geduld. . .warte nochmal Deine 4,5,6 Wochen ab. Hat sie da im Kern wirklich ihre Probleme, wirst Du die nächste 180 Grad Wendung präsentiert bekommen. Dann "löst" sich Deine Frage eventuell von ganz allein auf, denn die Antwort wird Dir dann gegeben. Und dann kannst Du Dir überlegen, ob Du bereit bist diese (wahrscheinlich dann immer wieder kehrenden) Wendungen mitzutragen.
Hinter die Stirn wirst Du ihr nie gucken können. . .
Dabei könntest Du in Dich schauen, warum Du Dir Sorgen machst. . .loslassen ist etwas anderes. Bist Du vielleicht doch noch ein Stück weit von ihr abhängig. . .in irgendeiner Form?