Zitat von ElGatoRojo:Hoffentlich kommen die Eltern ins Nachdenken wenn ihnen die Kinder erzählen, wie toll es bei den Großeltern war.
Und vielleicht sind wir da beim Kern, der die zwei "Fraktionen" in diesem Threads entzweit: Eifersucht.
Ist das nun ein berechtigtes Gefühl, das man empfinden darf, wenn anderen Gutes widerfährt oder einem selbst etwas weggenommen wird? Und darf man dann auf dieses Gefühl hin reagieren?
Oder ist Eifersucht ein menschlicher Fehler, den man sich nicht leisten sollte und auf dessen Grundlage noch nie eine sinnvolle Entscheidung getroffen wurde?
Mir z.B. käme der Gedanke, dass ich mich selbst reflektieren müsste, wenn es meinen Kindern woanders gut gefällt, gar nicht.
Ich nehme aber zur Kenntnis, dass es in meiner Familie eine Großmutter gibt, der es ganz wichtig ist, dass sie zu den Enkeln eine bessere Bindung hat als die andere Oma.
Das hat dann für mich vor allem etwas mit Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu tun.
Mache ich mein Verhalten den Kindern gegenüber davon abhängig, wie meine Ex sich mir gegenüber verhält? Oder blende ich die Ex aus und schaue auf die Fakten: Kann und will ich die Kinder in diesem Zeitraum betreuen oder nicht.
Gönne ich meiner Ex einen Urlaub ohne Kinder?
Oder macht es einen Unterschied, ob sie diesen kinderlosen Urlaub mit mir, einer Freundin oder dem Next verbringt?
Aus meiner Sicht sind die, die ihr Verhalten und ihre Bewertung vom Verhalten anderer abhängig machen, unfreier und wirken auf mich unglücklicher und "wütender" als die, die sich von den Umgebungsgeräuschen und Gefühlen frei machen und zu allererst überlegen: Was will ich?
Und sich dann ihre eigenen Wünsche auch nicht dadurch vermiesen lassen, dass dadurch irgendwem, den sie kagge finden, geholfen wäre.
Daher kann die "So nicht! - Fraktion" mit der "Ist doch wurscht, was sie denkt und macht, es geht doch um die Kinder und Deine Beziehung zu DENEN"-Fraktion niemals zum gleichen Ergebnis kommen.
Den einen ist das Wie besonders wichtig und den anderen eher das Was.