Dramaking
Gast
Und wenn du schon an deine große Liebe schreibst, dann schreibe Du, Dein, Dir, Dich groß. Mag sein, dass es heute oder für dich, sie oder sonst jemand egal ist, aber schaden wirds nicht.
Und lasse die Hautkontakte weg, gehe doch auf ihre Inneren Werte ein. Was hat sie so besonders gemacht und warum? Erinnere sie an ihre gute Seiten. Welche Wünsche und Vorstellungen sind nicht in Erfüllung gegangen und warum. Konfrontiere sie mit Fragen. In einer Beziehung arbeiten beide an einer Lösung der Konflikte. Kann sie diese Fragen nicht beantworten - dann vergesse sie ganz schnell.
Das nun so am Rande, im Endeffekt sollte sie dir hinterherlaufen. Du wirst heute diesen Brief schreiben. Morgen wirst du die gleichen Zeile bereuen. Und übermorgen wirst du es wieder anders einschätzen.
Ich habe x mal so einen Brief angefangen. Auch meine Beiträge in Forum zeugen von dem Schaukeleffekt meiner Gefühle, mal Liebe, mal Wut, mal Trauer, mal alles zusammen - ich glaube da müßte ich schon ein literarisches Genie sein, um das alles vernüftig in einem Brief zu verfassen...welcher wahrscheinlich nie enden würde.
Das nächste Problem ist, dass du mit jedem Satz ein Spekulationsspiel beginnst - was könnte sie denken, wenn das oder dies.
Den Schlüssel zu eurer Versöhnung hält sie in der Hand, nicht du. Sie müsste sich den eigenen Kopf über so einen Brief zerbrechen.
Ich denke, selbst wenn du mit der Mandoline unter ihren Balkon oder hinter den Lebensbäumchen spielst...aber das willst du ja nicht hören
Alles Gute Dramaking