Zitat von Tobi85:das war auch so, während wir noch zusammen gewohnt hatten und keiner was nebenbei hatte. Es war trotz trennung alles wie vorher nur ohne Intimes. Komplettes Familienleben zusammen. Das hat dann abrupt geendet, als sie mir sagte, das sie da einen hat, den sie mag.
Das war dann natürlich sehr bequem für sie. War doch so schön, könnte ja so weiter gehen. Und Du Böser spielst da einfach nicht mit. Nicht zu fassen....

wahrscheinlich dachte sie, so gehts weiter. Da warst Du echt zu lieb. Hast sie in ihrer Komfortzone sitzen lassen ohne ihr zu zeigen, welche Konsequenzen es hat, wenn Du als Vater, aber nicht mehr als Partner zur Verfügung stehst. Grad mit Kindern will man -wenn es schon eine Trennung gibt- alles möglichst friedlich regeln. Hättest Du wahrscheinlich anders lösen können/sollen - aber hätte, hätte - ist ja auch vorbei. Hätte sie aber vermutlich gerne weiter und geht Dir deswegen so auf den Keks.
Zitat von Tobi85:Nebenbei die Frage, wie hast du das Wechselmodel durchbekommen ?
Naja - das war nicht meine Idee, ich war davon nicht begeistert. Ich mach mal die Kurzform: Ihr Vater hat mich früher mit den Aufgaben rund um Baby und Kleinkind fast komplett allein gelassen, bzw seine Mutter als Unterstützung dazu gerufen. Ja, ich musst um eine halbe Stunde betteln, die er mir das Kind abnehmen sollte, damit ich saugen und wischen kann, ohne den Zwerg am Rockzipfel hängen zu haben. Seine Antwort: Ich ruf meine Mutter an, die macht das doch gerne....

Wir waren wegen der Trennung bei einer Familienberatungsstelle. Bei der Frage, wie es weitergehen soll mit dem Kind meinte er ernsthaft: sie bleibt bei mir wohnen und besucht ab und zu die Mama, wenn sie es will.

Die Mediatorin war gut und hat ihm das schonend ausgeredet. Schonender als ich es gekonnt hätte

Wir waren ja verheiratet und haben beide das Sorgerecht. Unter 50% Betreuung wollte er keinesfalls (böse Zungen behaupten aus Unterhaltsgründen *hust*). Ich habe mir einen Termin beim Jugendamt geholt und mit dem Herrn dort ein sehr gutes Gespräch geführt. Er meinte: alle 14 Tage am WE wäre es für ihn leicht, immer den Sonnenscheinpapa raus hängen zu lassen und zu machen, was der Zwerg will. So hat er auch einen Alltag mit ihr und muss auch die eine oder andere Klippe umschiffen. Hat mir eingeleuchtet. Ich hätte natürlich klagen können, dass der Zwerg bei mir bleibt und alle 14 Tage bei ihm usw. Der Herr vom JA meinte allerdings, derzeit würde das Wechselmodell durchaus favorisiert werden, wenn nichts gravierendes vorläge. Und den Streß und Zank rund um die Klage wollte ich meinem Kind nicht antun. Ich hab mich am Anfang schwer mit dem Modell getan, tue es manchmal immernoch. Aber wir haben uns gut eingerichtet. Unserer Tochter haben wir gesagt, dass wir sie beide lieb haben und sie am liebsten keiner her geben würde. Deswegen haben wir uns auf eine Woche hier, eine Woche da geeinigt. Hat sie gut aufgenommen.
Zitat von Tobi85:wegen Weihnachten usw.
Ich schick Dir nachher mal eine PN, wie wir das aufteilen.
Zitat von Tobi85:da ich nich so reagiere wie sie das möchte, ist das bei denen auch nicht so einfach
Das glaube ich gern! Meine Tochter war noch 4, als wir zusammen gekommen sind. Er musste auch in der akuten Verliebtheitsphase am Anfang sehen, dass er nicht (immer) die Nr 1 war. Und sie musste meine Aufmerksamkeit auch teilen. So ein paar Verhaltensweisen, die man sich nach und nach zulegt, wenn das Baby zum Kind heranwächst, musste sich mein Partner per Sprung ins kalte Wasser aneignen. Ich hab immer wieder mit beiden geredet, geredet, geredet. Und bei uns gabs keinen echten Streß - die beiden mochten sich von Anfang an, ich hab nur ein Kind und dennoch musste sich der Alltag erstmal einpendeln. Aber gut - der Typ soll nicht Dein Problem sein
