Sincerite
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sehr traurig und sehr verletzt, es waren auch meine alten Kindergefühle dabei. Aber diese werden auch nicht in einem luftleeren Raum angetriggert.
Nach der Begleitung meiner Mutter habe ich mich weiter überfordert. Die inneren Rufe nach fallen lassen, habe ich überhört und verdrängt. Damit habe ich eine Nervenreizung ausgelöst, die sich im ganzen Körper verteilte und bin im freien Fall abgestürzt. Danach Klinik usw. Jetzt habe ich zum erstemal in meinem Leben Zeit und muss nicht funktionieren. Das genieße ich. Ich lasse mich bewusst treiben. Beobachte meine Gefühle und Gedanken. Lass meine laufende Therapie wirken. Dann lerne ich kochen, weil ich immer in der Kantine gegessen habe. Ab und zu laufe ich in den benachbarten Stadtteil. oder gehe zu Fuß mit Rucksack meine Lebensmittel einkaufen. Sehe schon mal meinen Bruder mit Familie oder gehe ab und zu mit einer Freundin und deren Hund spazieren oder sehe meine Clique. Ich überlege ein Ehrenamt zu übernehmen. Aber im Augenblick möchte ich noch keine Verpflichtung eingehen. Ich bin noch nicht stabil genug. Diese Beziehung hat mir auch was gegeben. Nämlich den Zugang zu meinen Kindergefühlen, die sowieso immer im Untergrund gewirkt haben. Ich fange an zu verstehen, warum ich mich als Kind so gefühlt habe. Ich kann diese Gefühle langsam in die Vergangenheit entlassen. Ich werde auch bald mein Fahrrad wieder rausholen. Aber alles, was mich verpflichten würde, möchte ich noch nicht.
Was machst du denn so, außer arbeiten und Geschichte?