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Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

S
@PapaEmeritus
Ja, er war nie schuld, auch wenn absurde Argumente her halten mussten. Er lag bildlich irgendwie schwer auf mir, mit seinen Altlasten, die er bei mir reflektiert hat, mit seinem Verhalten mir gegenüber. Meine Lebensfreude wurde immer weniger. Ich habe immer mehr nur noch funktioniert. Genau so, wie mit meiner Mutter.

x 1 #421


PapaEmeritus
@Sincerite

Man traut sich dann auch nix mehr zu sagen, richtig? Das ist mMn nach so beabsichtigt.

x 2 #422


A


Expartner von Narzissten eigener Anteil am Leid f alle

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S
@PapaEmeritus
Stimmt, habe nichts mehr gesagt. Ist aber auch ein alter Schutzmechanismus aus meiner Kindheit.

x 1 #423


PapaEmeritus
@Sincerite

Genau. Es ist aber nicht deine Schuld, sondern die Schuld eines Menschens, der Kritik direkt als existenzielle Bedrohung wahrnimmt und dich deswegen abwertet. Was allerdings dann die Verantwortung eines jeden einzelnen ist, irgendwann zu gehen, wenn sich nichts verändert.

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S
@PapaEmeritus
Warum konnten wir nicht locker und frei einfach gehen, weil es nicht gut getan hat. Warum trotzdem dieser ganze Schmerz und jetzt bei mir dieses komische Gefühl, als ob ich mich in einer anderen Galaxie befinde auch ohne Schmerz?

x 1 #425


PapaEmeritus
@Sincerite

Gute Frage, die hab ich mir auch schon gestellt. Wenn man selbst geht, müsste man ja eigentlich locker und frei sein. Ich hab erstmal Wochen gebraucht um einigermaßen wieder klarzukommen, und nach Monaten beschäftigen mich manche Dinge immer noch. Für mich liegt das mit daran, dass die Realität bei diesen Menschen so abnormal ist. Man hat in dem Menschen was komplett anderes gesehen, er hat sich als was komplett anderes dargestellt und man kämpft mit der Realität. Wie eine Art kognitive Dissonanz. Wie kann jemand einerseits so liebevoll und liebenswert sein, offen, interessiert etc. und andererseits das genaue Gegenteil davon. Das ist eben nicht aufzulösen, weil sich das eigentlich gegenseitig ausschließt.
Emotional ging es mir viel schneller besser als nach anderen Trennungen, aber die Art der Verarbeitung ist irgendwie eine komplett andere.

x 1 #426


M
Ich habe mal einen für mich passenden Spruch gelesen:
Ein Narzisst verzeiht dir nie, was er dir angetan hat.

Sie sind im Umgang erbarmungslos. Dann kommen schwache Momente, dann tu sie als ob (sie sich ändern wollen), nur um dich wieder einzuweben und der Kreislauf des krassen Verhaltens startet erneut. So sind sie. Erbarmungslos, krank, verwirrt.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass er das Gleiche mit jemand Anderem abziehen wird. Auch wenn er von seinen Ex Beziehungen sprach, die ja alle lang gingen und er quasi das Gleich da gemacht, gesagt hat (sogar die selben Sätze).Trotzdem fällt es mir schwer, zu glauben, der handelt wieder so abwertend mit der Nächsten, aber es ist sein psychisches Kostüm- so isser , er kann nicht anders, weil er sich selbst so minderwertig sieht, fühlt, dass er Andere runter machen muss, aus Frust, aus Selbsterhöhung. Whatever.
Er liebt nicht, die Person, Partnerin, er kann nicht lieben, davon bin ich überzeugt.

x 1 #427


S
@Mada
Ich habe gelesen, dass sie nicht so lieben wie wir, sondern anders. Sie sind dann vielleicht zufrieden, wenn ihre Bedürfnisse erfüllt sind. Und ja, ich gehe auch davon aus, dass ihr Selbstwertgefühl fragil ist und dass sie es auf Kosten anderer stabilisieren müssen. Sie können keine Verantwortung für ihre Fehler übernehmen, weil das ihr schwaches Selbstwertgefühl noch zusätzlich vermindert. Also ist der andere schuld an dem, was sie sagen oder machen.

x 1 #428


PapaEmeritus
Es gibt Untersuchungen, die nahe legen, dass Narzissmus von überhöhter Selbstwahrnehmung angetrieben wird und nicht von Selbstzweifel. Was diese Menschen antreibt, ist die Grundüberzeugung, überlegen zu sein. Das Ego ist fragil, aber eben nicht weil es schwach ist, sondern weil es abhängig ist, von Macht, Kontrolle und externer Validierung. Verantwortung übernehmen und Fehler eingestehen können diese Menschen deswegen nicht, weil jede Kritik als Angriff auf Ihre Überlegenheit wahrgenommen wird. Daher werden diese Menschen dann auch aggressiv und abwertend und bestrafen ihr Gegenüber durch Schweigen, Schuldumkehr etc. Aber eben nicht, weil sie schwach sind, sondern sich eben in ihrer Überlegenheit angegriffen fühlen. Wie ein Diktator, der einen Aufstand niederschlägt.

x 1 #429


Plague
Zitat von PapaEmeritus:
dass Narzissmus von überhöhter Selbstwahrnehmung angetrieben wird

Das sind dann halt diejenigen, die als Kinder und/oder Jugendliche von den Eltern nicht emotional missbraucht wurden, sondern denen ständig eingeredet wurde, wie toll, außergewöhnlich und besonders sie doch sind.

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S
@Plague Dass zu viel Lob Narzissmus hervor bringen kann, soll überholt sein (Steffanie Stahl)

#431


PapaEmeritus
@Plague

Da bin ich anderer Meinung. Missbrauch oder Überbehütung ist weder notwendig, noch ausreichend, um diese Menschen zu dem zu machen, was sie sind. Mag einen Einfluss haben, wird aber nur ein Baustein unter vielen sein. Aber die Diskussion hatten wir schon.

x 1 #432


Plague
Zitat von Sincerite:
Dass zu viel Lob Narzissmus hervor bringen kann, soll überholt sein

Widerspricht komplett (nicht nur) meiner eigenen Erfahrung.
Kinder, die auf die Art und Weise von klein auf gepampert werden (in der Regel, damit die Eltern sich ihren eigenen Selbstwert dann über den Erfolg der Kinder holen können), kriegen schon sehr früh die Idee, sie hätten irgendeine Art von VIP-Status und wären anderen überlegen.

Zitat von PapaEmeritus:
Missbrauch oder Überbehütung ist weder notwendig, noch ausreichend, um diese Menschen zu dem zu machen, was sie sind.

Ich bin bereit, mich mit jeder Hypothese zu befassen, die mir besser erklärt, woher die ursächlichen Selbstwertproblematiken denn dann tatsächlich kommen.

x 1 #433


PapaEmeritus
Diese Theorien kommen ja alle daher, dass man davon ausgeht, dass Menschen erstmal „gut“ und „normal“ auf die Welt kommen, und dann durch äußere Einflüsse so verändert werden, dass die „Normalität“ verschwindet und das sind aber eben alles nur Theorien.

#434


S
Zitat von Plague:
Kinder, die auf die Art und Weise von klein auf gepampert werden (in der Regel, damit die Eltern sich ihren eigenen Selbstwert dann über den Erfolg der Kinder holen können), kriegen schon sehr früh die Idee, sie hätten irgendeine Art von VIP-Status und wären anderen überlegen.

Dann dürfte ihr Selbstwertgefühl nicht angreifbar sein, oder ?

#435


A


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