@Felica2024 Ja, hinzu kommt auch noch eine Impulskontrollstörung, also wirklich heftig. Beides ist in Therapie, ich arbeite dran. Als es zu diesem Crash vor knapp einem Jahr kam, habe ich an dem Tag, während sich J. und R. gestritten haben und er wirklich ausgerastet ist, eine ehemalige Freundin, mit der ich zu Jugendzeiten kurz zusammen war und mit der ich danach auch noch ein bisschen Kontakt gehalten habe, kontaktiert. M. Sie ist auch den Umzug von J. gefahren. Ich habe sie gebeten sich mit J. in Verbindung zu setzen, weil es drunter und drüber ging und ich wusste, das ich werde die Wohnung von R. bald verlassen müssen. Ich wollte das M. J. beruhigt und mit ihr nach Hilfe und Auswegen sucht. Sie ist ebenfalls eine Frau und zu ihr hatte J. ein gutes Verhältnis. Ich dachte, das wäre besser, als wenn sie mit mir spricht. M. hat J. dann auch angerufen und mit ihr gesprochen. J. klang lt. M. sehr daneben, soll heißen, so als wäre sie betrunken, sie hat sich wohl sehr verzweifelt, verängstigt angehört. J. deutete an, dass sie in Not sei, hat es aber nicht verbalisiert. Daher war sich M. auch nicht sicher, wie sie handeln sollte und entschied dann nichts zu tun. Seither habe ich zu M. weiterhin Kontakt. Es besteht keine Beziehung zwischen uns, auch wenn ich diese initial irgendwo gern gewollt hätte. Diese hat sie aber kategorisch ausgeschlossen, nicht, weil sie mich nicht sympathisch fand, sondern, weil ich einfach nicht ihr Typ sei. Gegen eine Freundschaft, hatte sie aber nichts einzuwenden, sie ist inzwischen auch wieder vergeben. Ich habe mich, weil ich mit ihr ein Hobby teilen wollte, beim ASB angemeldet und war auch schon wenige Male dort. Meine Sozialphobie steht mir aber auch hier heftig im Weg. Sie blockiert mein Weiterkommen dort, weil ich mich nicht dorthin traue. M., der ich vieles dort verdanke, weil sie sich sehr für mich eingesetzt hat, habe ich dies erklärt, hatte aber vor ihr auch nie Geheimnisse. Anfangs war sie nicht sonderlich begeistert, aber hat es dann akzeptiert, das ich mich erst einmal darum kümmern muss diese Sozialphobie, Fluchtreflexe etc. in den Griff zu bekommen und anschließend beim ASB weiterzumachen. Mit M. spreche ich natürlich auch über J., wobei sie das Thema schon nicht mehr hören kann. Das vergangene Jahr war auch, was dies betrifft, für sie nicht einfach. Daher kann ich verstehen, dass ihr andere Themen durchaus angenehmer sind.
@Mann1989 Also angefangen hat das alles schon in der Kindheit. Ich hatte eine Verhaltensauffälligkeit, ADHS, motorische Defizite etc. Daher war ich erst in einem Vorschulkindergarten, dann auf einer Förderschule, bis diese aus Kostengründen als ich in die dritte Klasse kommen sollte von der Stadt geschlossen wurde, bin dann auf eine Regelgrundschule gewechselt. Dort war es für mich katastrophal, weil die Klassenstärke für mich zu groß war. Die Lehrerin konnte wegen mir kaum unterrichten, weil ich den Unterricht dauernd störte. Meine Eltern ließen sich in dieser Zeit scheiden, mein Vater interessierte sich danach kaum mehr für mich. Aufgrund der immer noch bestehenden Defizite wurde ich dann außerhalb des mütterlichen Haushalts sozial- und heilpädagogisch betreut und erzogen. Dies endete erst, also ich 18 wurde. Ich lernte dort vieles, wurde aber auch weiterhin an allen Schulen wegen meines Verhaltens gemobbt und ausgeschlossen. Dies endete leider auch nicht mit dem Erwachsenenalter, denn auch da ging es dann an Berufskollegs weiter. Am Ende führte dies alles dazu, dass ich verrentet wurde, nachdem sich ein von der Rentenversicherung beauftragter Gutachter gegen eine Besserung meines Zustands aussprach und daher statt einer Therapie die Rente empfahl. Seither erhalte ich diese, versuche aber mir professionell helfen zu lassen. Nein, ich habe leider keinen Beruf erlernt und auch keine Ausbildung begonnen.