Zitat von KeepSmile:@Mann1989 Das tut mir leid. Wie hast du es daraus geschafft aus der Sozialphobie und Depressionen?
Danke, aber das braucht dir nicht leid tun
🙂Wer sagt denn, dass ich raus bin? Nein jetzt im Ernst. Das hat seine Zeit gedauert, also ich würde sagen angefangen habe ich mit radikaler Akzeptanz. Ich erinnere mich noch, als die soziale Phobie so richtig schlimm war und wir ein Fussballspiel hatten (ja ich spiele aktiv Fussball). Als wir uns im Clubhaus versammeln sollten und ich mit dem Auto dahin fuhr, war es mir plötzlich nicht möglich auszusteigen. Ich weinte bittere Tränen in meinem Wagen und wusste da geht nichts. Also habe ich den Wagen nochmals gestartet, bin losgefahren, hab geheult und geschrien und bin wieder zum Sportplatz. Ich stieg aus, ging in die Kabine wo die Jungs warteten und ich sagte in der Runde das ich eine Krankheit hätte, die mir leider derzeit zu schaffen macht, ich mir aber wünsche weiterhin als Kamerad behandelt zu werden und dass ich hoffe sie könnten mich auch so noch akzeptieren. Mein Trainer, der schon vorab Bescheid wusste sagte dann flappsig, "klar, aber nur wenn du nicht die ganze zeit rumheulst". Alle lachten, auch ich musste lachen. Der ein oder andere kam dann um mich kurz in der arm zu nehmen und von da an, war die soziale phobie nicht gerade weg, aber zumindest ging es von da an steil aufwärts. Zuvor war es mir bspw nicht möglich einkaufen zu gehen und wenn, dann musste ich atemübungen vor der ladentüre machen. Also war schon nicht ohne.
Bei der Depression ging es deutlich länger. Dafür bekam ich auch lange Zeit Medikamente (Escitalopram und Quetiapin). Leider machten die aber beinahe mehr Nebenwirkung als Wirkung. Ich habe deswegen vor rund einem Jahr alle Medis abgesetzt. War noch intensiv mit Absetzsymptomatik usw. Was mir wirklich half waren die Gesprächstherapie, viel Bewegung, Wim Hof, Meditieren, lesen und schreiben. Und auch wenns blöd klingt, ganz viel weinen hat auch sehr geholfen. Die Emotionen einfach fühlen, freien lauf lassen, sich nicht dafür schämen und auch mal mit Humor an die Sache ran und sich selbst auf die Schippe nehmen.
Sorry für das lange OT
Zitat von JimKnopf86: Ich nehme gegen die Sozialphobie/Impulskontrollstörung Quetiapin
Wie oft und welche Dosis? 25mg zum Schlafen?