Ihr Lieben,
wenn man sich die Beiträge des TE isoliert ansieht,kommen da deutliche Dragonlord Vibes rüber und sehr unmaskierte, neurodiverse Handlungen.
Geht mal davon aus, dass nichts von den Machtpositionen, die der TE hier vorgibt, zu haben, ihm in der Realität zur Verfügung stehen. Der Kinderwunsch, der Wunsch Geld zu haben, der Wunsch Kontakte zu haben, die ihm 6, Sicherheit und Bestätigung bieten, ist sicherlich da. Aber die Ressourcen werden ganz arg limitiert sein. Und die Interaktion hier ist zum einen ein Kontakt zu realen Menschen, die der TE gerade noch aushalten kann, sowie eine Plattform, auf der er die Figur abgeben kann, die er gerne wäre.
Tatsächlich werden die Möglichkeiten aber in jeder Hinsicht begrenzt sein. Wenn sich hier also jemand Sorgen macht, dass der TE Kinder zeugen könnte, dann füttert der Gegenwind eher seinen Traum davon, dass das jemals möglich sein könnte.
Die Spektrumsbehinderungen mit Impulskontrollstörung werden vor allem auf der männlichen Linie vererbt. Hinzu kommt aber häufig auch eine Traumakomponente oder ein Auslösen durch Infektion im Mutterleib. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass der TE einen fürchterlichen Vater hatte, dem er selbst immer ähnlicher wird. Auch das ist ganz schwer zu ertragen.
Da muss es dann wenigstens irgendwas geben, worüber man sich erheben kann, um nicht die ärmste Wurst im Glas zu sein. In der Regel müssen dafür dann Ausländer oder Frauen oder "das System" herhalten. Aber an 23 von 24 Stunden jeden Tages muss man eigentlich Mitgefühl mit ihm haben, weil er in sich selbst gefangen ist und damit die Träume, die jeder von uns hat, für ihn in weiter Ferne sind.
Hätte er ein liebevolles Umfeld, würde er sich nach seinen Kräften bemühen und -zwar im Schneckentempo und mit Rückschlägen-, aber immerhin auch Erfolge feiern können. Bei einem abwertenden oder überforderten Elternhaus bleibt nur die Trotzreaktion, um mit den eigenen zarten Anteilen, die sich genauso nach Zugehörigkeit und Fortschritt sehnen, wie das bei abilen Menschen der Fall ist, nicht komplett unterzugehen. Das ist ein Schützmechanismus, der das Überleben sichert. Für das Umfeld manchmal unerträglich, aber eben überlebensnotwendig.
Die Ablehnung dieser Frau trifft den TE nochmal härter als den durchschnittlichen (neurotypischen) Menschen, weil er von klein auf soviel Ablehnungserfahrung gemacht haben wird. Das soziale Schmerzgedächtnis wird randvoll sein und ihn schier zerreißen. Sich dann über diese 400 Euro indirekt zu "entschädigen" ist eine der wenigen Tröstmechanismen, die gerade verfügbar sind. Das dennoch mitschwingende schlechte Gewissen wird von "naiver Logik" in Schach gehalten: Irgendwer im Forum hat angeboten, das für mich zu bezahlen. Ich habe die Kontaktdaten rausgegeben. Also bin ich jetzt raus und muss mich nicht mehr schlecht fühlen.
Wäre es nicht dieses Angebot gewesen, wäre es irgendwas gewesen, was diese arme Frau ihm irgendwann mal "angetan" hat, was den Einbehalt gerechtfertigt hätte. Weil eben weder finanziell noch emotional ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um diese Situation anders zu bewältigen.
Aber dafür gibt es Betreuer und Therapeuten, dass der TE diese Entscheidungen nicht selbst fällen und nicht selbst verantworten muss, weil er das gar nicht könnte.
Ich sehe die garstigen Antworten als den unbeholfenen Versuch der Kontaktaufnahme, des sozialen Austauschs, um den Schock der erneuten Ablehnung abreagieren und verarbeiten zu können.
Lieber TE,
mir tut Dein Zustand sehr leid. Du hast Dir nicht ausgesucht, so geboren worden zu sein. Und wirst täglich damit konfrontiert, dass fast alle anderen mit Fähigkeiten geboren wurden, die ihnen Handlungen ermöglichen, die ein so viel erfüllenderes Leben bieten. Wende Dich an Deinen Therapeuten. Er kennt Dich am besten und wird Dich an Übungen/Skills erinnern, mit denen Du das Wutmonster und die Traurigkeit in Schach halten kannst. Wenn Du kannst, wende Dich den Dingen und Themen zu, für die Du Talent hast. Und auch wenn alles in Dir sich dagegen wehrt, versuche Kontakt zu Menschen, vor allem Männern, aufzunehmen, die ähnlich geboren wurden wie Du. Ja, die werden genauso nervig sein, wie Du Dich selbst jeden Tag erlebst. Aber sie werden auch mehr Verständnis für Deine Limitierungen haben und sich über Gesellschaft, die nicht verurteilt und auf Defizite hinweist, genauso freuen, wie Du Dich. Es wird am Anfang eine Umstellung sein, aus der Einsamkeit wieder in einen sozialen Kontext zu kommen. Aber Du kannst es ja langsam angehen lassen und erstmal nur schreiben und vielleicht noch nicht sofort treffen. Erfahrungsgemäß wird nach einer Umstellungsphase aber Dein Nervenkostüm sehr von dieser Gesellschaft profitieren und Deine Lebensqualität steigen. Vielleicht versuchst Du das ja mal.