Zitat von imsolonely: alle haben uns immer für unsere stabile Ehe bewundert.
Es gibt eine sehr schöne Kurzgeschichte des Schriftstellers Kishon. Darin beschreibt ein Mann seine tolle Ehe, die ganz ohne Streitigkeiten verläuft.
Es zeigt sich, dass die Ehepartner über Jahre immer mehr Distanz aufgebaut haben und mittlerweile in verschiedenen Städten leben und keinen Kontakt mehr haben.
Klar: eine Ehe, in der kein Alltag gelebt wird, man sich kaum sieht und eine Person sich komplett zurücknimmt ist bestimmt streitfreier, als wenn man die alltäglichen Reibungen einer Familie gemeinsam erlebt und stemmen muss.
Du hast also noch gearbeitet und alleine die zwei Kinder versorgt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du da alleine abends nicht Frustrationen hattest. Dass du nicht Phasen hattest, wo es dir zu viel wurde, wo du ihn gebraucht hättest.
Warst du wirklich glücklich?
Das mit deinem Job war unsäglich. Wirklich. Es ist mir unverständlich, dass dein Chef dich dann tatsächlich gekündigt hat. Wer macht denn so etwas? Und es ist mir auch unverständlich, dass du deinen Mann nicht umgehend aus dem Haus geschmissen hast, inklusive ein paar hinterherfliegender Teller, als du davon erfahren hast.
Das ist Gewalt, die da stattgefunden hat. Es gibt auch finanzielle Gewalt und Unterdrückung. Dir deine finanzielle Grundlage zu nehmen, ist ein absolutes No-Go und das würde ich ihm toxischen (narzisstischen) Bereich einordnen.