Zitat von will_hunting:Der strategische Einsatz von Distanz, um eigentlich Nähe zu erreichen, ist motivintransparentes Handeln, damit sind wir auf der Spielebene und das ist per definitionem Manipulaton.
Ich weiß schon was du meinst, sehe es aber anders. Denn der empfohlene Rückzug ist meines Erachtens sehr transparent und einfach nur die logische Folge davon, dass der andere die Beziehung schleifen lässt. Man nennt sowas auch
Konsequenzen eigenen Handelns (oder, wie in dem Falle hier, Nichthandelns).
Mit Auf-ihn-Zu-und-auf-ihn-Eingehen und mit ihm Reden hat sie es ja nun bereits hinlänglich versucht. Bei mir hätte es sich da inzwischen ausgeredet (aber ich bin auch erfahrener mit sowas als die TE und nicht mehr so geduldig - oder sagen wir: leidenswillig - wie früher mit Beziehungen, in denen das Geben und Nehmen aus dem Gleichgewicht geraten ist).
Zitat von will_hunting:Meiner Ansicht nach hat die TE hier deutlicher ausgeprägte dependente Tendenzen. Daher würde ihr (und evtl. auch der Beziehung) etwas mehr Autonomie Mr. Perfect gegenüber wohl ganz gut tun.
Sehe ich ebenfalls und genau deshalb sag ich ja, sie soll sich auf sich besinnen und auf Abstand zu ihm gehen, denn:
Zitat von Nachtlicht:das ist keine Manipulation, sondern eine absolut natürliche und gesunde Reaktion.
Wenn mich einer am ausgestreckten Arm verhungern lässt, dann geh ich auf Abstand, auch wenn's weh tut, denn das Verhungern tut auf Dauer viel mehr weh. Das ist Null Spielebene, Null Strategie, Null Manipulation sondern logische und folgerichtige Konsequenz, um mich selbst zu schützen und hat den netten Nebeneffekt dass man dabei herausfindet, ob der andere dann von sich aus den entstandenen leeren Raum wieder füllt - oder eben nicht.