izzy_strad
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bin schon lange stiller Mitleser und eure Geschichten haben mir zum Teil schon sehr mit meinen eigenen (Beziehungs-) Problemen geholfen.
Jetzt ist es aber akut bei mir und ich wollte mal sehen, was ihr von außen zu meiner Situation sagt.
Ich arbeite seit mittlerweile über 4 Jahren in einer PR-Agentur in München, wohne allerdings in Augsburg (heißt in Nicht-Corona-Zeiten pendeln).
Mit meiner Freundin bin ich seit 1 1/2 Jahren zusammen, es läuft EIGENTLICH - bis auf ein paar normale Streits - sehr gut, wir haben uns meist fast jedes Wochenende gesehen (auf jeden Fall jedes zweite). Sie wohnt in Erlangen, ich komme ursprünglich aus Nürnberg, das ließ sich auch ganz gut verbinden noch.
Sie wird nun im September ins Vollzeit-Berufsleben starten nach dem Studium und sucht deshalb nun einen Job im sozialen Bereich. Wir hatten vor 2 Wochen darüber gesprochen, dass wir gerne zusammenziehen würden und Nürnberg da ein guter Kompromiss wäre (sie möchte nicht nach München oder Augsburg).
Prompt kam bei mir die Zusage zu einem Bewerbungsgespräch rein in Nürnberg (Öffentlicher Dienst, völlig andere Branche, erstmal ein Abstieg für mich) und ich war super happy, wenn das vielleicht klappen könnte. Dafür hätte ich zunächst auch ein paar finanzielle Abstriche gemacht. Was den Job angeht, wollte ich sowieso immer nochmal was anderes ausprobieren, das weiß man vorher nie ob einem das dann gefällt oder nicht.
Nun hatte sie heute ein Bewergungsgespräch in Regensburg. es lief wohl richtig gut, es wäre ihre "Traumstelle". Mir hat das vollkommen den Boden unter den Füßen weggerissen, da ich mir Regensburg weder als Stadt noch für eine berufliche Zukunft vorstellen könnte (kaum Jobs in meinen Bereichen, praktisch null sogar).
Sie sagt zwar, dass sie es dann schon absagen wird, wenn eine Zusage kommt, aber ich merke wie unglücklich sie das macht. Und mich macht die Perspektive auf weitere (ja dann mindestens vier Jahre, wenn sie in dem Job erstmal bleiben will, was ich verstehen kann) unbegrenzte Zeit Fernbeziehung total Angst. Noch dazu, da sie dann auch am Wochenende arbeiten wird und wir uns nicht mehr so häufig sehen können.
Hatte mich so über die Perspektive Nürnberg mit ihr zusammen gefreut und wollte das unbedingt mit ihr ausprobieren (klar, beim Zusammenziehen kann auch so einiges schief gehen). Ich liebe sie wirklich und habe nun Angst, dass es daran zerbricht. Auf der einen Seite will ich ihr ihre Traumstelle nicht nehmen, auf der anderen merke ich ja, dass sie das auch unglücklich macht, wenn sie sich jetzt was anderes in Nürnberg (oder Umgebung) suchen muss.
Langfristig möchte ich auch nicht mit der Perspektive "noch fünf Jahre Fernebeziehung" oder so leben müssen, vor allem, weil es gerade so greifbar war.
Kann mich momentan kaum konzentrieren, vorbereitet auf mein eigenes Bewerbungsgespräch habe ich mich bisher auch kaum - da ich den Sinn darin gerade nicht mehr so ganz sehe.
Hoffe ihr versteht, was mir gerade alles durch den Kopf geht und ich freue mich auf eine Perspektive von außen.
Viele Grüße