Zitat von Emba:Wenn der Müll während der neuen Beziehung entsorgt wird, dann ist das wohl gut möglich, eine tolle Partnerschaft zu haben
Zitat von PuMa:Was denn nun?
Das steht doch alles in Wiederspruch wie du es schreibst.
Ich fasse es so auf, dass man auch in einer neuen Beziehung noch den "Müll" wegbringen kann, sofern man
a) aktiv wird und nicht einfach weiter macht, wie bisher.
b) eben selbst die Ärmel hochkrempelt und nicht darauf wartet, dass der neue Partner es in Ordnung bringt.
Dem stimme ich sogar soweit zu. Nur stört mich ein wenig die Auffassung, dass immer gottweiß wieviel Müll angesammelt wird.
Der Müll wird nicht nur durch die alte Beziehung angesammelt, sondern durch die Jahre, mehrere Beziehungen, Familie, Freunde, Chefs, Arbeitskollegen, eigene Charaktereigenschaften, die man so auch nicht wirklich ändern kann, höchstens abmildern.
Ich wüsste auch nicht, was durch meine alte Beziehung für ein übler Schaden entstanden ist. Wir waren sicherlich ein wenig auseinander gedriftet. Aber ich bin mir nicht sichert, ob wir das ohne dem Auftauchen des anderen nicht wieder hinbekommen hätten. Wir hatten manchmal so Phasen. Manchmal passt es einfach nicht mehr oder etwas anderes passt besser. Da kann man natürlich rum rationalisieren, rumdoktorn, analysieren, bis es in der Hirnschale zwitschert, aber zu einem Ergebnis kommt man nicht. Jedenfalls keins, dass einem genehm ist. Bleibt nur die Erkenntnis, dass die Liebe nicht sicher ist, genauso wie alles andere im Leben.
Auch ist vieles nicht zu erarbeiten. Ich hab meine Macken, Herr Manson hatte seine Mucken und der Jungspund ist auch nicht ganz ohne. Ich glaube, manchmal geht es in einer Partnerschaft auch darum, dass es Macken gibt, die sich wunderbar ergänzen und andere, die so gar nicht gehen. Auf gut Deutsch, nicht nur die Stärken müssen passen, die Macken eben auch.
Das dumme ist, der Mensch ändert sich im Laufe der Zeit. Und das nicht nur durch die Partnerschaft. Da spielen auch andere Beziehungen und Ereignisse eine Rolle. Das ist eben nicht alles absehbar und planbar.
Das hat dann auch Auswirkungen auf die Partnerschaft.
Zu guter Letzt geht es auch darum, anzuerkennen, dass ich meine Fehler und Altlasten trotzdem nicht ganz allein bewältigen kann. Da eben auch der neue Partner involviert ist. Und der ist anders, als der alte Partner. Da muss man schon gemeinsam dran arbeiten, dass man die Macken aufeinander abstimmt. Man kann doch in einer Partnerschaft gar nicht alles mit sich allein ausmachen. Eben, weil da noch eine 2. Person ist. Und egal ob man sofort eine neue Partnerschaft hat oder nicht, dobald ein neuer Partner hinzukommt, muss der erst mal lernen, mit einem fertig zu werden. und ich mit ihm. Man kann doch gar nicht alles aufarbeiten, sein ganzes Leben. Das ist ein Prozess an dem auch andere mitwirken.
Partnerschaft ist nun mal ein miteinander im Guten, wie im Schlechten und eben nicht jeder für sich. Wir wollen ja nicht bestreiten, dass nicht wenige Beziehungen zerbrechen, weil man eben nicht den Partner mit einbezogen hat.
Zitat von jaqen_h_ghar:PS: So ein Gesöff kommt mir nicht in die Praxis!
Ist aber Bio!
Zitat:Wie gesagt - sowas ist durchaus möglich.
Klingt aber irgendwie gruselig. Weil ich da zu wenig rational in meinen Gefühlen bin. Und ich ziemlich schnell an die Decke gehe, wenn jemand meine Gefühle rationalisieren möchte. Also, derjenige, den es betrifft.
Ich glaube auch, der TE ist nicht bewusst, dass sie überträgt. Ihre Sehnsucht und Zuneigung fühlen sich echt an, egal wodurch sie ausgelöst wurden oder für was sie als Ventil dienen.
Es ist immer so eine Sache.
Die Gefühle sind ja nicht wirklich, weil *insert coin for explanation*
Aber sie fühlen sich wirklich, echt und real an. Ich glaube, da kann man gerade mit dem Mann, in den man verliebt ist, nicht gegen an analysieren.
Zitat:Wenn Du mich fragst - NEIN!
Also, meine ehemals beste Freundin kam aus einem Haushalt, wo die Mutter Heilpraktikerin war und grundsätzlich ALLES behandeln konnte, egal was. Heilpraktiker sind anscheinend Universalgenies. und in ihren schlauen Büchern würde auch eher auf Dilettantísmus gesetzt. Jedenfalls hat man vergeblich nach echten Spezialisierungen gesucht.Es wirkte mehr, als sei alles grob unterteilt und umrissen, aber nix zu ende gedacht.
Zitat von PuMa:Danke, ich war mir nicht sicher ob man so etwas laut Schreiben darf, da manche nun mal auf Globulis stehen.
Ich finde schon, dass man Zweifel schreiben darf. Und ich habe erhebliche Zweifel. Und das liegt gar nicht mal so an den Globulis und Schlüßlersalzen. Die können durchaus einen Effekt haben. Und sei es ein Placebo-Effekt. Aber sowas kann für mich nur eine unterstützende Maßnahme sein, nicht die Basis-Behandlung.