@Löwin45
Zitat:Plätze in Ehetherapien sind sicherlich rar und vermutlich mit Wartezeit verbunden.
Aber, eine Selbsthilfegruppe, die sicherlich in vielen Fällen „aushelfen“ könnte/kann, wäre für mich/uns damals keine Option gewesen.
Eine Selbsthilfegruppe besteht aus Betroffenen (ähnlich diesem Forum) - nur eben nicht anonym.
Es hätte mir ganz und gar nicht gefallen, mich einer Gruppe Menschen zu offenbaren.
Für mich wäre das keine alternative Option gewesen.
Letztendlich entschieden wir uns sogar gegen den Profi.
"Laien-Arbeit" in SHG kann kein Ersatz für die Arbeit von Profis sein - das ist Fakt.
Dass SHG je nach Art sehr wohl geschützte Räume sind und bleiben, ist auch ein Fakt.
Dieses Forum ist als SHG-"Ersatz" nicht als geschützter Raum zu sehen - trotz aller
Bekundungen, es sei anonym. Es sind eben NICHT alle User bereit, in der "Ersatz"-SHG
so zu berichten, wie sie es gern tun würden, WEIL der Raum weder geschützt noch wirklich anonym ist/bleibt. Es wird HIER sehr viel "nach draußen" (in andere Threads) getragen,
was ich wie die Pest hasse.
Nun ist´s so, dass es Menschen gibt, die sowohl eine SHG, wie auch das Gespräch mit
Profis scheuen, wie der Teufel das Weihwasser. Leider liegen dann meist "Mythen" in
der Meinungsbildung vor, die eine große Vorverurteilungsquote haben.
Richtig ist, dass es AUCH auf die Chemie innerhalb einer SHG, aber auch im Gespräch
mit Profis ankommt. Stimmt die Chemie, kann beides sehr verheißungsvoll verlaufen.
Beides setzt Vertrauen voraus, bzw. muss das erarbeitet werden - von allen Beteiligten.
Du hast natürlich Recht damit - @Löwin45 - letztlich muss jeder selbst rausfinden und entscheiden, welcher Weg der für ihn "bessere" erscheint. DAS wiederum weiß Frau/Mann
auch erst im Nachhinein.
@Trust_him
du sprichst einen sehr wichtigen Aspekt an - KEIN Therapeut, keine SHG, kein anderer Gesprächspartner löst die Probleme, die man an sie heranträgt. Die Genannten können
max. Anregungen geben...mehr nicht. Lösen muss die Probleme jeder für sich selbst - in Zusammenarbeit mit dem Partner.
Gutes Stichwort - "Steigbügelhalter"...mehr können die oben Genannten wirklich nicht sein.
Sie versuchen zu helfen, um auf´s "Pferd" aufzusteigen...mehr nicht. "Reiten" müssen die jeweils Betroffenen dann i-wann allein. Ja... auch das muss bei einer Empfehlung für eine Therapie erwähn werden.
@Dauerverliebt
du hast verlauten lassen, dass du "Fan von Therapien" bist. Was macht für dich eine Therapie explizit aus? Was soll/muss "Therapie" leisten (können)? Was ist, wenn die
Therapie erfolglos bleibt/abgebrochen werden muss? Was ist, wenn die Chemie nicht
stimmt?
Wie das ist, wenn die Chemie ums Verrecken nicht stimmt, nicht zustande kommt - was dann? Auch das gibt es...und ist gar nicht so selten! Auch das gehört bei einer Empfehlung
"pro Therapie" mit angesprochen.
Wie es ist, wenn die Chemie nicht stimmt, Stunde um Stunde geredet/zugehört zu haben,
alle Bemühungen beiderseits führten zu nichts/ ins Nichts... ein Jahr musste ich warten.
Das war ein grauenhaftes Jahr. Und das waren Bereiche eines ganz anderen Kalibers, als
die hier beschriebenen. (Nähkästchen wieder zu)
@Balu85
bewusst habe ich das jeweils sehr offen beschrieben...und unterm Strich geht es natürlich
darum, REDEN zu können, etwas rauszulassen - sprichwörtlich AUCH "die Sau" (nicht missverstehen) rauslassen zu können/zu wollen.