Benita
Gast
Zitat von abcMax:Eine Situation war auch, dass sie dem 1. Therapeut gesagt hat, was ich gemacht habe o.ä. Ich weiß jetzt nicht was sie da genau gesagt hat. Auf jeden Fall wurde das notiert und eine Pflegerin hat anscheinend diese Notizen gelesen und am nächsten Tag verbreitet, dass sie sich von mir getrennt hat und sie schon wieder einen neuen hat. (das war jetzt auf der 1. Station, wo sie noch keine Gefühle für wen anders hatte). Daraufhin war ihr Vertrauen zu dem Team natürlich wieder komplett weg und sie ist eh eine Person, die sehr sehr wenigen Leuten vertraut. Das fand ich auch, dass es eine Unverschämtheit war.
Es ist schon so falls jemand Selbstmordgedanken hat und deshalb gefährdet ist, daß da im Team drauf geachtet und festgehalten wird wie es ihr geht und was sie bewegt, ich finde das allerdings grenzüberschreitend und nur wenig vertrauenserweckend wenn das so gehändelt wird, daß die Patienten das auch mitbekommen, denn das kann dazu führen, daß sie dichtmachen und nur wenig von sich preisgeben wollen.
Zitat von abcMax:Sie ist jetzt seit 9 Wochen dort, aber Besserung merkt sie überhaupt nicht bis jetzt, meinte sie zu mir.
9 Wochen sind keine Zeit um schon Erfolge buchen zu können, zunächst wird versucht sie von ihren Gedanken zu befreien, sie wird dann wohl noch eine Zeit bleiben müssen, kann aber selbst entscheiden und auf eigene Verantwortung gehen wenn es ihr nicht passt, es sei denn sie ist in Gefahr sich oder andere zu schaden, dann kann ein Amtsrichter entscheiden.
Zitat von abcMax:Ich esse leider sehr wenig, aber mir ist zum Glück nicht mehr schwindlig wie noch am Anfang der Kontaktsperre, da ich dort gar nichts gegessen habe. Mir war andauernd schlecht.
Ich muss sagen ohne eure Unterstützung wäre ich immer noch in diesem tiefen Loch, es ist auf jeden Fall besser als noch vor paar Tagen. Mal schauen..diese Nacht wird vom Schlaf her wahrscheinlich schwierig.
Versuche immer wieder über den Tag verteilt kleinere leicht verdauliche Mahzeiten zu dir zu nehmen, auch in flüssiger Form und viel trinken um den Kreislauf zu stabilisieren, natürlich keinen Alk.
Beschäftigung und Bewegung ist immer gut.
Das Kopfkino auszuschalten fällt schwer, du kannst versuchen die Gedanken, die kommen, nicht weiterzuverfolgen, sondern sie einfach gehen lassen ohne sie in gut oder schlecht zu bewerten.
Noch ist nichts entschieden, lasse dir und ihr Zeit, überlege wie du damit umgehen kannst, daß sie mit einem anderen in Kontakt ist wenn ihr euch nochmal eine Chance geben wollt.

Nur wer absolut selbstsicher ist, bei dem ist die "Gefahr" auf sowas im wahrsten Sinne des Wortes reinzufallen, nicht so groß.... Und Borderliner haben leider sehr feine Antennen für solche Menschen, die für sie anfällig sind... Und in einer Klinik sind nunmal so gesehen mehr Männer die für sowas anfällig sind, ne? 