DevilDog
Mitglied
- Beiträge:
- 39
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 45
- Mitglied seit:
Ich sprach Samstagabend noch mit meiner Mutter, sie hatten sich ja beide kürzlich getroffen, um mal miteinander zu sprechen. Und da ich bis heute nur weiß, dass ihre Gefühle weg sind und sie nur davon redet, in der Vergangenheit auch Fehler gemacht zu haben, aber mit der Sprache nicht rausrückt bzw. extrem rumeiert, hab ich meine Mutter gefragt, ob sie was genaueres in Erfahrung gebracht hat. Sie kurz und bündig: nein, auch nur Rumgeeiere, von Fehlern geredet und vor allem hat sie bemerkt, dass sie sich vom Wesen her extrem geändert hat. Das fällt in unserem Umfeld allerdings so einigen auf. Gut, durch die Gewichtsabnahme usw. wächst natürlich das Selbstbewusstsein, aber es ist nicht nur das. Sie wirkt sehr oben auf, sehr überzeugt, sehr erhaben und irgendwie weit weg von allem. Auch sagte meine Mutter, dass sie den Eindruck hat, dass sie gedanklich schon viel, viel weiter ist, d. h. vermutlich mit dem Thema Trennung schon viel länger konform ist. Nun, da komme ich mir aber ziemlich ausgenutzt vor. Die Elternzeit ging bis Ende Juni, 1,5 Jahre, ich hab mich gedreht, unseren Kredit alleine abbezahlt, für vieles ihr auch den Rücken freigehalten (Physio), finanziell hatte sie trotz des auf 18 Monate gestreckten Elterngeldes keinerlei finanzielle Einschränkungen usw. Die Elternzeit ist zu Ende und nach ner guten Woche Arbeit und einer Familienfeier, bei der sie war (ich war krank zuhause), kommt sie auf einmal, nachdem man ihr das ansah, aber auch alles aus der Nase ziehen musste, mit fehlender Liebe und Gefühlen um die Ecke. Bis heute hat sich nichts in die Rettung der Beziehung investiert, auch wenn sie davon am Anfang noch geredet hat. Ich vermute, dass da im letzten halben Jahr zu viele Einflüsse von außen gekommen sind: die Bekanntschaften online mit vielen anzüglichen Dingen, familiäre Bande (da gibt es jemanden, für die eine unsrige Trennung nur Vorteile bringt) und indirekte Einflüsse aus einem beziehungstechnisch derzeit sehr instabilen Freundeskreis. Sie ist völlig emotionslos und kühl, und stellt sich das recht einfach vor, nach dem Motto: Spring mal. Ich muss arbeiten, mach mal. Ich kann nicht, übernimm du mal. Ihr wird das ja auch ziemlich vorgelebt so.
Im Moment ist das ziemlich hart mit allem und ich komme mir vor wie ein Hund vor den großen Ferien, wo die Familie nicht weiß, wohin mit dem. Tür offen lassen, damit er von selbst abhaut? Tritt in den Hintern, damit er irgendwo hin flüchtet? Tierheim, damit er weg ist? Oder einfach ignorieren, damit er irgendwann schweigt.
Viele Grüße