Zitat von ElGatoRojo: Weißt du, du verkaufst Auto und Wohnung und willst quasi ein neues "reines" Leben mit ihr -- schon, dass der Verkauf der Wohnung völlig übertrieben ist,
Zitat von So-isses: Ich habs schonmal gesagt, vor Wochen, aber ich wiederhole es gerne nochmal:
Wenn Auto und Wohnung ein großer Trigger sind, dann ist "die Frau" der allergrößte Trigger.
Wenn Auto und Wohnung weg müssen, muss die Frau das erst Recht.
Rein theoretisch stimme ich dem schon zu....Andererseits ist sein Verhalten wirklich so überraschend neu und ungewöhnlich?
Ist das nicht in den meisten Fällen nach einer Affäre so, dass die Entscheidung getroffen wird der Ehe noch eine Chance zu geben und im Zuge dessen dann wichtige Triggerpunkte und Gefahrenstellen beseitigt werden müssen?
Beim TE sind die großen Triggerpunkte eben das Auto und die Wohnung.
Bei anderen das Ehebett, die Couch, die Arbeitsstelle, der Verein, etc.
Als Beispiel:
Es ist doch durchaus legitim bei seinem Partner zu bleiben und trotzdem den Entschluss zu fassen, dass Ehebett in dem er/sie sich mit der Affäre durchgewälzt hat auszutauschen.
Da reicht es eben nicht nur das Spannbettlaken zu tauschen.
Ist natürlich eine reine emotionale Sache, das Bett ist ein Bett und neu bezogen finden sich wohl auch keine Körperflüssigkeiten der ausgelebten Affäre o.ä., aber es ist eben der emotionale Schmerz und Verrat, der Ort des Geschehens...
Letztendlich ist es auch eine Art symbolischer Neubeginn und/oder der Versuch die Umgebung reinzuwaschen.
Dinge die einen selbst immer triggern werden oder beim Neubeginn stören könnten zu beseitigen, ist doch grundsätzlich nicht schlecht.
Ist es der hohe finanzielle Wert weswegen sein Vorhaben so negativ aufstößt?
Zitat von ElGatoRojo: aber wenn du diesen Gedanken wie im Zitat hast, dann machst du dir was vor. Dann bist du nicht bereit, weiter mit ihr zu leben, denn ein Mensch kann (und sollte) nur begrenzte Zeit im Büsserhemd herumlaufen.
Da stimme ich dir zu.
Triggerpunkte zu beseitigen mag ein erster und hilfreicher Schritt sein. Das Ziel sollte dann aber dennoch sein, das Gedankenkarusell in den Griff zu bekommen. Hier kann die Frau nur unterstützen, die Hauptverantwortung liegt dann doch beim TE selbst. Auch wenn dieses Gedankenkarusell noch eine ganze Zeit lang andauern kann und nicht von heute auf morgen verschwindet, müssen beide Partner irgendwann in nicht all zu weiter Ferne wieder auf Augenhöhe stehen.
Irgendwann gehört das Büserhemd auch wieder ausgezogen.
Wie und was ihr nach außen kommuniziert bleibt euch überlassen, aber ich würde diese Entscheidung nochmal gut abwägen.