Zitat von Rakaton: ich finde deine Überlegungen hinsichtlich der Frage wie es dazu kommen konnte gut. Aber mit deiner letzten Zeile gehe ich nicht mit. Sollte sie eine Therapie beginnen wollen erfordert, das aktives Eingeständnis eigener Probleme und das ihr Verhalten ein Problem darstellt. Da wir wie du dargelegt hast die Seite seiner Frau nicht kennen wissen wir in dem Punkt nichts über ihre Selbstreflexion der Situation.
Und ich würde es dazu aus dieser eher juristischen Sicht herausheben. Weil man sonst sagen könnte, das Täter, Opfer und Tat durchaus bekannt sind und auch nachvollziehbar begangen wurden. Aber wir reden wir über eine Ehe und in der steckt meist mehr als in unseren Justizsystem.

Oops , habe das eher als psychologisches Problem angesehen und eben nicht als juristisches.
Und ich denke, dass sie sich dessen kein bisschen im klaren ist. Es sollte, ähnlich wie der nachträgliche Ehevertrag eine Forderung von Adorno an sie sein mit dem Hinweis, dass da ja wohl einiges ordentlich schief gelaufen ist und daß er eine neue Basis für Vertrauen braucht. Dazu gehört, dass sie sich um die Hintergründe ihres Verhaltens kümmert, damit die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung deutlich runter gefahren wird.
Ob und wie weit sie sich darauf einlassen wird ist nicht bekannt. Aber einen Versuch ist das doch wert, oder nicht?
In meinem Verständnis geht es doch noch längst nicht darum, die Trennung definitiv vorzubereiten, sondern erst einmal zu schauen, was noch zu retten ist und wie man im Falle einer Rettung auch innerlich überleben kann. (Adorno hat ursprünglich selber den Wunsch auf Fortbestand geäußert). Das gilt für Adorno, der von dem Kopfkino weg muß und auch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen sollte. Und das gilt dann in Bälde für seine Frau.
Adorno jetzt mit den schlimmsten Szenarien voll zu quatschen heizt sein Kopfkino nur an. Sollte sich herausstellen, dass sie schlimmer ist als bisher gedacht, dann finden sich die entsprechenden Chöre wieder ein.
Sollte es aber eine Chance auf Fortbestand der Familie als auch der Beziehung geben, dann wäre es doch sinnvoll ihn darin zu bestärken. Leiden tut er doch eh schon bis zum Anschlag.
In der nächsten Zeit wissen wir alle mehr. Dann werden die gestellten Weichen befahren. Und die nun aufgebauten Weichen sollten mehr sein als nur die Trennung sondern auch die Chance auf Fortbestand.
@Adorno ist im Moment verständlicherweise schwer verletzt und noch unter Restschock. Man kann nur hoffen, dass er sich und seiner Person treu bleibt, unabhängig vom Tun und Sagen anderer, und seinen Weg finden wird.
(während des Schreibens gab es inhaltliche Überschneidungen)