Zitat von FloraVita: Wieviel glücklicher wären von dir im ersten Satz erwähnten Kinder, wenn sie miterlebt hätten /miterleben würden, dass ihre Eltern zwar in eheähnlicher Konstellation bzw EheWG zusammenleben, aber "auf der Seite" andere (Liebes)Partner haben? Schwierige Frage, da scheiden sich auch Meinungen von Psychologen...
Kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht so erlebt habe und auch selbst nicht so mache. Für mich selbst fühlte sich mit fünf Jahren die Trennung meiner Eltern wie ein kleiner Tod an. Es war schrecklich. Auch wenn ich sehr erleichtert war, dass die massiven Streitereien zu Hause endlich aufhörten. (Natürlich war das richtig so, und auch gut. Nur eben: schön war es für mich als Kind eben trotzdem nicht.)
Ich kenne ein paar Erwachsene, deren Eltern nach der Trennung neu liiert waren, und die heute sagen, sie fühlten sich entwurzelt. Gehörten hier und dort nicht zur neuen Familie. Die Gefahr besteht wohl immer.
Klar kann es auf jede Weise blöd laufen.
Ich meine auch nur - Kinder leiden bei Trennungen meistens. Egal wie sozialverträglich und schön die Eltern es machen. (Die Trennung selbst lief bei meinen Eltern sehr zivilisiert ab und sie hatten auch danach noch guten Umgang miteinander und ich sah meinen Vater oft - von dem her hatte ich es nicht einmal am schlechtesten getroffen, da kannte ich noch ganz andere Fälle.)
Ich wollte nur darauf hinaus, dass diese Aussage "wenn es Mama und Papa supergut geht, geht es auch den Kindern gut", leider so nicht unbedingt zutreffen muss, auch wenn es schön wäre.
Hier sind einige unterwegs, deren Kinder massiv unter der neuen Beziehung des anderen Elternteils leiden usw. Wie gesagt: ist selbstverständlich nicht immer und in jedem Fall so, aber leider doch häufig. Liegt leider in der Natur der Sache. Wie gesagt, ist natürlich kein Grund sich nicht zu trennen. Ich persönlich finde nur (nur meine Meinung), dass man das Thema auch nicht aus Kindersicht verharmlosen sollte. Für Kinder ist so eine Trennung einfach schlimmer und die Konsequenzen weitreichender als für die Beteiligten Erwachsenen.