LeRoY
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Also ihr könnt jetzt sagen was ihr wollt, aber dass sie sich eingesteht, dass sie eine Psychotherapie machen sollte, lässt mich davon ausgehen, dass sie sich einen Tick differenziertere Gedanken macht über die Situation. Kurz nach dem Ausspruch ihrer Trennungsabsicht hat sie meine Empfehlungen dahingehend resolut von sich gewiesen. Außerdem sprach sie anfangs von einem Jahr als Zeitraum, den sie für ihre "Abstandnahme" benötige - mittlerweile spricht sie von 6 Monaten...
Mir geben aktuell meine guten Freunde sehr viel. Heute war ich mit den Kindern bei einem Freund und seiner Familie eingeladen, meine Noch-Frau war alleine zuhause. Es war natürlich schmerzlich zu sehen, wie das Familienleben meines Freundes weiterläuft, wie geplant, während meines gerade explodiert (oder implodiert?). Andererseits hat der Besuch dort ohne Mami sehr gut funktioniert, die Kinder haben sich vollständig an mir alleine orientiert.
Neben meinen Freunden merke ich zunehmend, wie mir folgende Haltung Kraft gibt: Ich nehme das, was ich beeinflussen kann, aktiv in die Hand. Ich lasse mir mein geplantes Leben mit den Kindern hier im Ort und im Haus nicht einfach ausradieren, ich werde es für die Kinder weiter so treiben, wie ich es wollte - dann eben alleine und mit Steinen im Weg. Aber ich gebe dieses meine Ziel nicht einfach so auf. Ich tue was ich kann, um die Kinder jede Woche mehrere Tage regelmäßig hier bei mir zu haben und dass sie bei mir ein festes Zuhause haben (und nicht nur einen Ort für gelegentliche Besuche, wie bei Oma). Und nicht zuletzt auch für mich selbst mache ich das halb-leergeräumte Haus wieder zu einem ansprechenden Ort - ich fülle die entstandenen Lücken mit schwedischen Pressholzmöbeln!
Nur mich und meine Eltern, mit denen sie sich spätestens jetzt komplett verscherzt hat. Deshalb sagen ja auch alle, die die Story hören - sie wird NICHT entlastet werden.