Zitat von Taleja:Überspielen würde bedeuten, so tun als ob, oder?
Wahrscheinlich hat jeder in der Vorstellung gewisse Vorlieben.
Aber ob die denn noch wirklich wichtig sind, wenn man jemanden kennengelernt hat, wo viele andere Sachen einfach passen, das ist das was den Unterschied macht.
Dazu gehört natürlich, dass man das Kennenlernen auch zulässt, obwohl der andere vielleicht nicht den Wunschvorstellungen entspricht.
Ja, ich denke es ist heute leider wie so oft, das ganze gleicht einem Supermarkt, man könnte dieses oder jenes (theoretisch) vielleicht auch noch haben oder sich verbessern. Wer so denkt, ist zwar kurzfristig unterwegs, sind aber leicht gefühlt immer mehr.
Das Problem ist, dass das Kennenlernen nahezu immer über optische Reize, Ausstrahlung erfolgt, sei denn man lernt jemanden im Umfeld kennen, in dem man zwangsläufig mit jemandem zusammenkommt, ohne ihn gezielt kennenlernen zu wollen, Verein, Arbeitsplatz, Hobby, Nachbarschaft oder sowas. Kommt vor. Aber das klassische Ansprechen oder nach einem Date fragen, egal ob offline oder online, geschieht schon meist nach optischen Kriterien, weil man viel mehr nicht hat, was man beurteilen könnte.
Wenn man jemanden dann kennenlernt, kann Charakter und Verhalten sehr schnell sehr unattraktiv machen, egal in welcher Hülle jemand steckt.
Man sagt ja ohnehin, dass viele körperliche Reize, sexuelle Reize, die keinen Tiefgang haben, nach spätestens 1 Jahr neutralisiert oder langweilig sind, wenn man mit einer Person nicht wirklich mehr anfangen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das Interesse lässt schon schneller nach.