Zitat von Urmel_:Das ist kein guter Weg. Ich verstehe die Emotion dahinter und die Sicht wird sich wieder ändern, aber hoffen, dass es einem anderen Menschen nicht gut geht, fühlt sich für mich nicht richtig an.
Vielleicht verstehst Du irgendwann die Dualität der ganzen Geschichte. Sie kann durchaus sehr positive Gefühle für Dich haben und dennoch durch ihre Ängste destruktiv handeln. Nicht, weil hier "entweder oder" präsent ist, sondern weil die Ängste in ihr stärker sind.
Und dann verstehst Du vielleicht auch, warum es ihr schon jetzt nicht gut geht. Weil sie gleichzeitig die Ängste hat und die positiven Gefühle. Und dann verstehst Du vielleicht auch, warum sie Dich provoziert. Damit Du ihr gegenüber gemein wirst, damit die positiven Gefühle Dir gegenüber überdeckt werden.
Hi @Urmel_ , ich hoffe ja gar nicht, dass es ihr schlecht geht. Vielmehr meinte ich damit, dass sie bedingt durch ihre Ängste überhaupt nicht in der Lage ist, eine Beziehung mit mir zu führen. Vermutlich wird sie sich jetzt wieder mit ihren diversen Freundschaft+ Typen vergnügen und damit soweit safe sein, da diese ja nie auch nur annähernd so nah an sie rankommen, wie ich es war. Wirklich schade, aber es ist ihre Entscheidung und es war ihr ja schon immer etwas suspekt, dass sie sich mir so weit öffnen konnte, weil sie das vorher gar nicht kannte.
Die Dualität in ihrem Verhalten ist mir absolut bewusst. Es ist ja nicht unsere erste Trennung und sie ging immer genau dann, wenn es für mich gerade am schönsten war. Sie hat auch selber zugegeben, dass ihr diese ganzen schönen gemeinsamen Tage und Nächte irgendwann Angst machten, weil es ja alles irgendwann vorbei sein könnte und sie sowieso nicht verstehen kann, weshalb gerade ich so viel für sie empfinde. Sie mag sich selber nicht und konnte sich deshalb nicht vorstellen, dass ein anderer sie wirklich mag und zwar genau so, wie sie ist. Aus ihren vorherigen Beziehungen und aus ihrer Kindheit kannte sie nur Abwertung und jeder gab ihr das Gefühl, dass sie nie genug sei. Tja, für mich war sie nahezu perfekt und ich hatte eben nichts zu meckern. Zudem lief ja auch alles zwischen uns absolut reibungslos, bis entweder ihre Ängste wieder durchkamen oder eben ich mich wagte zu äußern, dass auch ich Erwartungen, Hoffnungen und Bedürfnisse habe. Wenn ich letzteres tat wurde sie immer erst etwas zickig, um dann aber gleich in total übertriebene Zukunftspläne zu verfallen. Zweimal sollte ich unbedingt bei ihr einziehen, weil ich den Wunsch nach Vertiefung unserer Beziehung geäußert habe (zudem hat mich die ewige Fahrerei auch genervt) und zweimal hat sie kurz darauf einen Rückzieher gemacht und es so hingestellt, als ob ich mich ihr aufdrängen würde. Wie gesagt, kam der Vorschlag aber immer von ihr.
Mir ist im Nachhinein noch eine sehr sonderbare Sache aufgefallen (def. red flag): So knapp zwei Monate vor mir hat sie online einen anderen Typen kennengelernt. Der lebte 300 Kilometer entfernt, war aber ein paarmal bei ihr und die beiden hatten S.. Er hat sich wohl ziemlich in sie verknallt, denn als wir zusammenkamen hat er ihr mehrmals täglich Nachrichten per WA geschickt. Sie hat mir die immer gezeigt und fand es total lustig, dass der arme Kerl nicht aufhört zu schreiben, obwohl sie ihm nie genatwortet hat. Irgendwann habe ich dann zu ihr gesagt, dass das was sie da macht, nicht so wirklich fair ist und sie ihm doch bitte die Wahrheit sagen soll, damit er sich nicht weiter verausgabt und sich Hoffnungen macht. Sie meinte dann nur, dass er das ja auch selber kapieren könnte und er sie ja sowieso nur ausgenutzt hat

Das fand ich schon echt strange, denn wer hier wen ausnutzt, stellt sich für mich etwas anders dar. Ob sie ihm jemals die Wahrheit gesagt hat oder ihn vielleicht eher warm gehalten hat, weiß ich nicht, denn sie hat nach meiner "Kritik" das Thema nie wieder angesprochen.