Zitat von alleswirdbesser: Was hältst du bei ihm für Überbelastung?
Die Kombi aus seiner Jobsituation und zwei kleinen Kindern. Und zumindest mir - und ganz sicher auch ihm - steckt noch das ganze Jahr Unsicherheit wg des eventuellen Wegzugs der Kinder in den Knochen, das war ganz, ganz schlimm.
Zitat von Yoffi: Ich habe das Gefühl, dass du, sobald man dir, deiner Gefühlswelt und der Beziehung zu nahe kommt, in die Defensive gehst.
Nein, ich fand es nur voellig absurd, dass mir hier vorgeworfen wird, ich wuerde die Tochter als Stoerfaktor in unserer Beziehung sehen
🤯 Wenn die Kleine in die Schule kommt, wuerde ich am liebsten mit allen dreien zusammenwohnen!
Zitat von Yoffi: Dann ist auf einmal alles ganz ausgeglichen, du zufrieden, er super
Das ist es ja eben! Wenn wir beieinander sind, dann IST alles super. Und wenn ich dann wieder nach Hause fahre, dann IST auch alles gut. Er sagt auch immer, er hat so wenig Zeit, dass er, wenn wir uns sehen, dann versucht, alles «nachzuholen», da reden wir dann eben stundenlang, legen oft die Handys weg, sitzen einfach nur Arm in Arm auf dem Sofa oder auf dem Bett. Wenn wir mehr als einen Tag haben und ich keine Meetings habe, fahren wir auch mal weg und uebernachten irgendwo. Aber auch der Alltag mit den Kindern ist schoen, wir ticken gleich, was unsere Wertvorstellungen angeht, ich liebe ihn dafuer, wie er mit den Kindern umgeht und ihnen die Welt erklaert, wir kommunizieren mit Blicken, wenn eins der Kinder Theater macht, reagieren gleich, bestaetigen einander.
Wenn wir viel Kontakt haben - die Kinder wollen mich oft anrufen, oder aber er ist auf der Arbeit, wo er i.d.R. viel mehr Energie hat - dann ist es auch gut. Er schickt mir auch oft Snaps (und ich ihm), wir kommunizieren absolut jeden Tag und oft auch mehrmals, schicken viele Fotos etc. Das ist manchmal oberflaechlich, manchmal total schoen und nahe.
So oder so aber kein Ersatz fuer Treffen fuer mich. Ich moechte auch keine emotionale Achterbahnfahrt ueber Jahre hinweg! Ich moechte mich sicher fuehlen… auch, wenn er nicht gerade neben mir liegt.
Mir fehlt es so sehr, ihn haeufiger zu sehen! Und ich war schon mal in ner Fernbeziehung (15 Jahre her), da sind wir dann irgendwann zusammengezogen. Diese Perspektive fehlt mir ja hier.
Ich denke oft, es ist zugleich die beste und die schlechteste Beziehung, die ich jemals hatte. Sicherlich sehr uebertrieben, zeigt aber meine Zerrissenheit.
Zitat von Yoffi: Lösen könnt ihr die Dinge nur, wenn ihr tiefer geht.
Wir kommunizieren sehr, sehr offen und direkt. Wir haben schon im ersten halben Jahr erklaert, wo unsere verletzbaren Punkte liegen. Ich glaube, er meint wirklich, wir haetten keine Probleme, wenn er mehr Zeit haette. Vielleicht hat er damit gar nicht so unrecht, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Aber er hat die Zeit eben nicht, es laesst sich akut auch nicht aendern (ausser mit Krankschreibung, aber so ist keiner von uns drauf), und es zehrt an meinen Kraeften, weil wir halt ein unterschiedliches Naehe- und Distanzbeduerfnis haben. Da er kein Mann der grossen Worte ist, entsteht am Telefon selten die Naehe, die wir spueren, wenn wir beieinander sind. Fuer ihn zaehlen nur Taten, Worte sind wirklich nicht seine Love Language.