@Orchidee1
Ich stehe ja eben fuer meine Beduerfnisse ein, sonst haetten er und ich nicht diese immer wiederkehrenden Diskussionen!
Zitat von Orchidee1: Du behauptest selbst, eure Bedürfnisse seien unterschiedlich und Kompromisse nicht möglich.
In Bezug auf ein Zusammenziehen innerhalb der naechsten Jahre, und die Frequenz unserer Treffen. Was er sich bzgl Treffen wuenscht, steht ja noch mal auf einem anderen Blatt - er sagt ja, wenn er die Kinder nicht haette, waere alles komplett anders, da wuerden wir laengere Urlaube planen, uns haeufiger sehen usw. Ist ja auch voellig logisch.
Die jetzige Situation ist fuer ihn nicht gut (ein ewiger Ueberlebenskampf) und fuer mich auch nicht. Und sie kann eben noch schlimmer werden. Seine Horrorvorstellung, leider nicht ganz unbegruendet, ist ja, dass seine Ex wegzieht, auch wenn sie die Kinder durch gerichtlichen Beschluss NICHT mitnehmen kann. Da haette er sie dann fast 100% der Zeit, was mit seinem Job nicht vereinbar ist. Er schreibt jetzt Bewerbungen, um etwas an der Situation zu aendern - aber ob es fuer UNS dadurch besser wird, steht in den Sternen. Erstmal kaempft er (natuerlich) um die Kinder. Immerhin sind beide Schwiegereltern ganz toll und haben ein enges Verhaeltnis zu den Kindern.
Zitat von Orchidee1: So läufst Du Gefahr, das Leben eines Anderen zu leben, das so gar nicht zu Dir passt
Mh, nicht ganz. Ich habe eher das Gefuehl, fuer Wochen am Stueck immer wieder eine Art Singelleben zu leben. Wobei wir ja (meist mehrmals) jeden Tag kommunizieren, per Chat oder Telefon. In zwei Jahren gab es keinen einzigen Tag, an dem wir nicht voneinander gehoert haben.
Man kann sagen, das hat auch seine Vorteile. Ich habe Zeit fuer Freunde (er nicht, so gar nicht), ich habe Zeit, alleine (oder mit Freunden) zu verreisen, ich habe Zeit fuer Hobbies. Um die er mich beneidet. Denn mit Job + Kindern ist 90% seiner Zeit aufgebraucht.
Zitat von Orchidee1: bei diesem Mann zu bleiben, der für Dich, so liest es sich für mich, so gar nicht auf die Art zugänglich ist, die Du Dir wünschen würdest
Er macht einige, vielleicht zeitweise sogar mehr Zugestaendnisse als ich. Was dabei aber zu kurz kommt, ist SEIN Beduerfnis fuer Alleinezeit (ohne Kinder, ohne mich), und MEIN Beduerfnis fuer Zweisamkeit. Anders gesagt, wir verbiegen uns beide sehr, um dem anderen entgegenzukommen - aber ob es reicht, wird sich erst zeigen.
Logischerweise habe ich hier ueber unsere Probleme geschrieben - nicht so viel darueber, wie es uns zusammen geht, wenn wir uns treffen. Denn da ist es meist sehr schoen, ich hatte das noch nie, dass Humor und Koerperkontakt so gut passen. Wir freuen uns oft ueber die gleichen Dinge und regen uns ueber die gleichen Dinge auf. Wir koennen sehr gut miteinander reden, passen auf, dass wir nur Dinge sagen, die wir auch meinen, einander nicht im Affekt verletzen. Wir sind beide sehr loesungsorientiert - wobei ich der Meinung bin, dass man auch ueber unloesbare Probleme reden muss, und er da vor Frustration explodiert. Seine Liebessprachen sind andere als meine, seine vor allem Unterstuetzung mit konkreten Dingen und physische Beruehrung, weniger verbal. (Fuer ihn sind Worte/Versprechen leer, nur Taten zaehlen.) Er ist mit Eltern aufgewachsen, die sich im Konflikt und ignorieren und anschweigen, ich mit Eltern, die sich anschreien und alles im Drama enden lassen. Es ist nicht einfach.