Armineh
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ich habe vorher noch nie in einem Forum geschrieben. Wenn ich also für den ein oder anderen etwas nicht so glücklich ausdrücke, oder nicht richtig reagiere, seht es mir bitte nach.
Ich schreibe hier, weil ich nicht wirklich weiß, mit wem ich sonst darüber reden kann.
Freunde kennen die Thematik, sie wissen nicht mehr, was sie dazu noch sagen sollen und sie können mir eine Entscheidung natürlich auch nicht abnehmen. Das weiß ich. Daher möchte ich sie auch nicht weiter damit nerven. Vielleicht hilft es ja auch, wenn Leute, die uns nicht kennen, eine neutrale Meinung dazu geben können.
Ich kann mich nämlich nicht wirklich zu einer Entscheidung durchringen und so drehe ich ständig alles von links nach rechts, kaue die gleichen Sachen durch aber ohne Konsequenz.
Es geht darum:
Ich bin mit meinem Freund jetzt ca. 1,5 Jahre zusammen.
Wir haben uns bei einer Dating App kennengelernt.
Ich hatte davor Beziehungen, wo der Mann eher den dominanteren Part hatte.
Meine Exfreunde waren also mehr die "Alphatierchen". Ich mochte es anfangs sehr, ich fand es anziehend, aber oft empfand ich genau das dann im Laufe der Beziehung als schwierig, stur und anstrengend.
Daher war ich glücklich, dass mein neuer Freund so ganz anders war. Er ist sehr ruhig, schüchtern, aber ich mochte das irgendwie. Beim Kennenlernen fand ich es niedlich und es hat mir gefallen.
Ich habe ihn im Laufe der Zeit echt gern gewonnen. Er ist eine ganz liebe und rücksichtsvolle und hilfsbereite Person. Er macht sich oft sehr tiefgründige Gedanken und ist sensibel.
Das sind gute Eigenschaften. Aber trotzdem wurde ich nach und nach ungeduldiger in der Beziehung und mit ihm.
Leider ist dieses ruhige und unsichere auch im Bett so.
Er ist schüchtern, möchte alles richtig machen und hat auch keine große Erfahrung im Bett.
Unser erstes Mal hat leider nicht geklappt eben weil er so nervös war.
Leider hat sich das so ein Bisschen durch unsere Beziehung gezogen.
Er hatte noch nicht viele Beziehungen und auch keine wirklich lange. Er hat so Angst etwas falsch zu machen im Bett, dass sein Freund versagt. In den 1,5 Jahren ist es zwar etwas bessere geworden, aber richtig "gut" läuft es sexuell nicht bei uns. Wir schlafen sehr wenig miteinander. Meist mache ich den Anfang. Ich versuche ihn nicht unter Druck zu setzen, ich bin nicht sauer, aber ja, ich bin enttäuscht. Von Mal zu mal mehr. Er ist so verunsichert, dass er sich kaum traut den Anfang zu machen, bei mir wechselt es zwischen Sturheit, dass ich immer anfangen muss, Enttäuschung, Resignieren und Optimismus, dass er einfach vielleicht noch Zeit braucht.
Ich möchte mit ihm darüber reden. Aber er macht dicht. Ich versuche viel.
Ich bedränge ihn nicht. Neue Ideen von zB mal im Sexshop etwas holen, ich höre ihm zu, ich möchte mit ihm reden, ihm die Angst nehmen, aber das ist irgendwie wie so ein rotes Tuch bei uns.
Außerhalb des Betts ist er auch eher ruhig, was ich aber gar nicht so schlimm finde.
Er sagt, dass er einfach total verunsichert ist, immer Angst hat, dass er etwas falsch macht. Ich bin sehr glücklich mit ihm. Aber das Sexuelle das macht mich echt fertig. Ich bin wirklcih frustriert. Ich habe auch Bedürfnisse und wenn ich ihm das sage, dann hab ich wiederum Angst, dass es ihn wieder unter Druck setzt.
So sollte es in einer Beziehung nach 1,5 Jahren doch echt nicht sein, oder?
Ich möchte mit ihm zusammen sein, ich möchte mich nicht trennen. Ich hätte auch immer gesagt, dass das allein kein Trennungsgrund ist für mich, aber inzwischen weiß ich es gar nicht.
Es ist mir wichtig und ich weiß aber nicht, ob und wie wir das Problem in den Griff kriegen sollen.
Auch wenn sich das alles total doof anhört oder manche jetzt sagen, tja pech einfache Sache. Entweder du bleibst bei ihm aber ohne guten Sex oder Du trennst Dich und kannst f. mit wem anderes.
Hat jemand eine Idee, wie man an ihn herankommt, dass er sich mehr öffnet, dass er aus sich herauskommt und wir an seiner Blockade arbeiten können?
Vielen Dank schon einmal fürs Lesen und Geduld beim Langen Text haben