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Freund von Exschwiegertochter, Sohn lässt nicht los

sozialtussi

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19 Monate sind vergangen.
Meine Schwiegertochter ist nicht mit meinem Sohn zusammengezogen.
Das war wohl wieder nur Wunschdenken von ihm.
Sie hat sich von ihrem damaligen Freund getrennt und ist mit der Kleinen in ihre alte Wohnung zurückgezogen, schon nach sehr kurzer Zeit.
Warum sie nicht bei meinem Sohn bleiben wollte, das habe ich nie erfahren.
In den ca. 8 Tagen, die sie bei meinem Sohn lebte, habe ich sie in Ruhe gelassen, meinen Sohn aber gebeten, ihr auszurichten, dass sie jederzeit zu mir runterkommen kann, wenn sie reden möchte.
Wir haben dann mal geredet, sie war völlig fertig und hat nur geweint, weil sie ihren Exfreund so vermisste.
Ich habe mich weiterhin bewusst zurückgehalten.... nur eines hat sie mir erzählt, dass sie sich nicht vorstellen könne, so schnell wieder mit meinem Sohn zusammen zu ziehen.
Sie wollte sich erstmal langsam annähern.
Mein Sohn hat sich vor einigen Monaten ein Haus gekauft, mit der Aussage, dass er J. zurückbekommen wird...,

Vor einem Jahr habe ich für ihn einen Kredit für ein neues Auto aufgenommen, damit er eine gute Schufa hat, wenn er den Hauskredit aufnimmt.
Erst das Auto abbezahlen, sagte er, dann kaufe ich ein Haus und J. zieht mit ein, das ist alles schon besprochen.
Ich habe ihm vertraut und was macht er?
Kauft sich vorher ein Haus, welches erstmal grundsaniert werden muss und jede Menge Geld verschlingt.
Ich bin eben eine Mutter und wollte ihm helfen.
Bin voll drauf reingefallen.
Seitdem entzieht er mir mein Enkelkind, so nach und nach, ganz schleichend.
Ich schicke ihr Karten mit lustigen und süßen Motiven, kunstgerecht eben und schreibe liebe Zeilen, dass ich gerade an die denke, keine Reaktion.

Meine Schwiegertochter verweist in Bezug auf mein Enkelkind auf meinen Sohn, ich solle das mit ihm ausmachen.
Zu meinem Exmann hat sie vor einigen Wochen gesagt, dass sie niemals in das neue Haus mit einziehen wird.
Mein Enkelkind war vorgestern nach 3! Monaten endlich mal wieder bei mir.
Er nimmt sie auch nicht mehr mit zu sich nach Hause, weil seine Wohnung aussieht wie eine Müllhalde.
Das könne er der Kleinen nicht zumuten und sie bräuchte nach der
Schule ihre Ruhe in Ihren vier Wänden.
Er betreut sie also ausschließlich in der Wohnung meiner Schwiegertochter.
Ich soll aber nicht in Abwesenheit meiner Schwiegertochter da hinkommen...was ich auch ehrlich gesagt, nicht einfordern möchte, ist schließlich ihre Privatsphäre.
Eingeladen werde ich nur zum Geburtstag der Kleinen.
Unternehmungen finden ausschließlich ohne mich statt.
OTon meines Sohnes: Ich kann nichts dafür, wenn du dann andauernd arbeiten musst.
Wenn ich mich bei ihr beschwere, sagt sie: Mach das mit deinem Sohn aus.
Beschwere ich mich bei meinem Sohn, sagt er: Das wird alles wie früher, wenn ich im neuen Haus wohne, dann kannst du sie wieder ganz oft sehen.
Und seine Wohnung sieht wirklich schlimm aus.
Ich habe sie ihm vor ein paar Monaten geputzt, weil er eine Augenoperation hatte und ich Angst bekam, dass er sich Keime einfängt.
Ich vermute ganz stark, dass er Angst hat, mich mit seiner Ex zusammen zu lassen, weil sie mir irgendwas erzählen könnte, was ich nicht wissen soll.
Und dass er ihr Lügen über mich auftischt, dass sich die Balken biegen.
Als er vorgestern mit der Kleinen zu mir kam, hat er z.B. vor der Kleinen einen Streit vom Stapel gelassen, dass mir Hören und Sehen verging.
Sie kamen rein, ich habe sie natürlich herzlich begrüßt und wir haben dann zusammen gegessen.
Die Kleine mochte das Essen nicht, deshalb nahm ich sie mit in die Küche, damit sie sich was anderes aussuchen konnte.
In der Küche sagte ich ihr dann, dass ich mich wahnsinnig freuen würde, wenn sie mich ab und zu mal anruft.
Sie sagte daraufhin: Oma, dazu habe ich doch keine Zeit und ich darf mein Handy nur selten anmachen.
Ich fand das so amüsant, dass ich lachend ins Wohnzimmer ging und meinem Sohn sagte: Stell dir mal vor, deine Tochter hat keine Zeit, mich anzurufen.
Ich sagte ihr dann nur noch: Ach Süße, Mama und Papa haben doch auch ein Telefon.

Abgesehen davon, ist es schon traurig.
Mein Sohn hat seine Großeltern damals auch regelmäßig angerufen, weil sie weiter weg wohnten.
Nach dem Essen setzten wir uns auf die Couch und da lagen Glitzerstifte für sie, die ich ihr gekauft hatte.
Ich sagte: Die sind für dich und warten schon 3 Monate auf dich.
Sie freute sich und packte sie direkt aus.
Plötzlich fing mein Sohn an:
Ich möchte nicht, dass du meine Tochter unter Druck setzt.
Solche Sachen, wie 3 Monate nicht gesehen, die besprichst du nicht mit ihr alleine... und dann direkt an der Tür, als wir reinkamen.
Ich: Wie bitte?
Lass uns das bitte nicht vor L. besprechen.
Er aber weiter: Ja, direkt als wir an der Tür waren, hast du gesagt, dass du sie 3 Monate nicht gesehen hast.
Oh Gott, Ruhe bewahren, sagte ich mir, er flippt wieder aus und lügt auch noch dabei.
Ich ging auf den Balkon, um eine zu rauchen.
Was machst du da?
Ich rauche nur eben eine.
Ich hoffte so sehr, dass er sich in der Zeit wieder beruhigt.
Ich wieder rein und direkt ging es weiter, vor der Kleinen!
Das regt mich seit vorgestern so auf, dass ich heute eine gefühlte Schachtel geraucht habe.
Ich habe NICHTS gesagt, als die Kleine reinkam, würde ich niemals tun.
Sie kann doch nichts dafür und ich war so glücklich, sie zu sehen.
Ich hatte das nur ganz lieb im Zusammenhang mit den Stiften gesagt, ohne jeglichen Vorwurf in der Stimme.
Gott sei Dank ging er dann in seine Wohnung und ich hatte eine wunderbare Zeit mit meiner Enkelin ohne ihn.
Was mich im Nachhinein noch beschäftigt;
Er fragte mich gestern über Whattsapp, ob ich noch einen Ring von einer Spielzeugkiste hätte, der würde fehlen.
Wir hatten ca. 20 Ringe, die wir zweckentfremdet und damit weiterwerfen in eine Schüssel gemacht hatten.
Als er meine Enkelin wieder bei mir abholte, war er gleich sauer, dass wir mit den Ringen was anderes gespielt hatten.
Meine Enkelin und ich sagten ihm, dass wir alle im Blick hatten und nicht einen einzigen Ring verloren hatten.
Heute, zwei Tage später, klingelte er, ob ich den Ring gefunden hätte.
Ich war gerade fertig mit Staubsaugen im Wohnzimmer, wo wir gespielt hatten und nein, der Ring passt nicht in den Staubsauger und das Wohnzimmer ist gut überschaubar, da verschwindet nicht mal eben ein Ring in der Größe einer Untertasse.
Ich: Nein, hier ist keiner von den Ringen liegengeblieben, habe gerade gesaugt und nochmal gesucht.
Er: Darf ich mal eben selber gucken?
Ich: Ja klar.
Er kommt ins Wohnzimmer, bückt sich und hebt direkt den angeblich verlorenen Ring auf.
An sich ja nicht ungewöhnlich, könnte ich ja übersehen haben, aber genau an einer Stelle, die ich unmöglich übersehen konnte.
An einem Stuhlbein, nicht innen, nein direkt vor meiner Nase.
Ich habe das nur so kommentiert: Ach schön, dass der Ring wieder da ist.
Was sollte das nun wieder, frage ich mich seitdem.
Wann sehe ich meine Enkelin wieder?
Was geht da vor sich?
Ich habe ihm heute gesagt, dass ich nicht möchte, dass er vor der Kleinen so abgeht..., aus nichtigem Grund!
Er fing dann gleich wieder an zu palavern, ich habe dann einfach den Staubsauger nochmal angeschmissen und nochmal gesaugt, er ging dann nach oben.
Im Mai zieht er aus.
Und dann?
Wird es besser?
Zahlt er seinen Kredit weiter ab?
Mit einer Rate ist er schon im Verzug.
Ich schreibe das alles zur Erinnerung auf.
Er fängt langsam an, mich vor der Kleinen runter zu machen.
Hat er damals auch schonmal hier und da versucht....
Aber ich konnte es immer noch abwenden.
Wie lange noch?
Ich hatte diese Woche übrigens eine erste Therapiestunde, das ging voll nach hinten los, habe ich @Babs54 schon am Telefon schon erzählt.
Ist mein Hausarzt, den ich erst seit ein paar Monaten habe.
Der ist auch Psychotherapeut und hat mit mir nur über Politik und Medikamente gesprochen.
Alles wieder toll im Moment.
Ich könnte auch langsam ein Buch schreiben.

09.02.2019 00:31 • x 2 #136


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre

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Oh jeh @sozialtussi , fühlt Dich mal gedrückt!

Da bewahrheitet sich mal wieder: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder...

09.02.2019 00:38 • x 2 #137


sozialtussi

sozialtussi


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Zitat von VictoriaSiempre:
Oh jeh @sozialtussi , fühlt Dich mal gedrückt!

Da bewahrheitet sich mal wieder: Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder...


Dankeschön für deine lieben Worte, aber das ist eben nicht normal, so ein Verhalten.
Ich weiß gar nicht, ob du meinen ganzen Thread hier gelesen hast...
Es beschäftigt mich sehr und daher komme ich heute auch mal wieder nicht zur Ruhe.
Musste mir das alles von der Seele schreiben und eben auch zur Erinnerung.
Irgendwann drucke ich das alles mal aus und lege das zu meiner Sterbeversicherung.

09.02.2019 00:50 • #138


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre

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Ja, ich habe diesen Strang verfolgt. Dein Sohn ist , vorsichtig formuliert, nicht einfach. Für Dich als Mutter muss es ganz schlimm sein.

Ich hab auch ein erwachsenes Kind und ab und an kracht es bei uns auch. Manchmal finden wir uns halt beide in der Mutter/Kind-Rolle wieder, die wir schon überwunden gehabt glaubten. Das gehört wohl dazu.

Bei Dir ist die Situation sehr viel schwerer. Man liebt sein "Kind" - und möchte es trotzdem zwischendurch gerne an die Wand klatschen. Ich kenne das aus der Pubertät; die ist aber bei Deinem Sohn ja nun aber eine ganze Weile vorbei. Er hat es nur noch nicht gemerkt.

Traurig ist, dass ein Enkelkind dazwischen hängt. Das könnte soooo vom einer liebevollen Oma profitieren und man lässt es nicht. Das Verhalten Deiner Ex-Schwiegertochter finde ich auch nicht toll.

09.02.2019 01:03 • x 2 #139




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