@Alena25
Vielleicht wurde das in den vergangenen Seiten schon mal aufgegriffen und ich habe es überlesen, aber ich frage mal nach:
Was spricht denn bei Dir/Euch gegen eine etwaige Öffnung der Partnerschaft?
Dann wäre es mit dem Stichwort Treue eigentlich kein Problem, weil Ihr Euch beide zugestehen würdet, dass jede/r ihre/seine Bedürfnisse ausprobieren darf.
Die Monogamie sehe ich in dieser Konstellation dann auch nicht unbedingt gefährdet, weil ja beidseitig eine Willensbekundung daliegt, dass man zusammen ist und bleibt als Paar, jedoch in 6ueller Hinsicht eine Öffnung stattfindet. Letztlich muss das ja nicht heißen, dass einer der Partner dem anderen Partner nicht mehr genügt, sondern das man halt seinen Horizont erweitert, neue "Spielvarianten" einbezieht, eben mit anderen 6uellen Partnern/innen. Ob das dann nur eine/r ist oder sogar mehr, ist dann eher unerheblich.
Ihr könntet auch eine Art Testphase vereinbaren, sprich Ihr erfüllte Euch beide den jeweiligen Wunsch, vielleicht ein, zweimal und dann setzt Ihr Euch nochmal zusammen und bespricht das ganze in Ruhe. Die Gefahr, die manche sehen, dass es nach einer Menage á trois oder mehr auseinander geht - sorry, daran glaube ich eher nicht, dass passiert eher immer bei Zweierkonstellationen, weil sich dann fremdverliebt wird oder eine/r eine Affäre beginnt usw. Hier geht es um reine 6uelle Vorlieben und Wünsche und Bedürfnisse. Ist Eure Partnerschaft ansonsten intakt, sehe ich da eher weniger Probleme, dass es gerade dann in diesem Moment knallen könnte (und selbst wenn Ihr das jetzt durchzieht oder nicht ist es keine Garantie, dass Ihr dann trotzdem bis zum Ende Eurer Tage zusammenbleiben werdet).
Der Knösusknackpunkt, den ich aktuell sehe, kann mich täuschen:
Du hast mit dem mutigen Entschluss, Deinen Partner Deine Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen, eine Tür geöffnet, deren Hintergrund Du so nicht erwartet hattest. Ich finde es gut, dass auch Dein Partner klar und deutlich seine Gedanken dazu geäußert hat, auch seinen Wunsch, es mal in einem MFF mit dir und einer weiteren Frau anzugehen. Diese Fantasie haben viele Männer, einige leben es aus (ich habe es getan, auch schon in anderen Sphären) und auch Frauen sollten das Recht haben, sich zu äußern und Ihre Wünsche, wenn es beiden nicht widerstrebt, auszuleben.
Wenn die Beziehung bei Euch gefestigt ist, Ihre offen und ehrlich miteinander umgeht (den Eindruck habe ich hier), dann könntet Ihr es mal "probieren", beides. Und dann schaut, was es in Euch bewegt, ob es Euch überhaupt zugesagt hat oder auch nicht. Es geht nichts über das Versuchen, einen Wunsch oder ein Bedürfnis zu unterdrücken wird in vielen Fällen dazu führen (können), dass man dieses Bedürfnis eventuell heimlich und ohne Wissen und Einverständnis des Partners oder der Partnerin holt. Die Aussagen Deines Partners verstehe ich auch so, dass er in jedem Fall seine Wunschvorstellung erfüllen will. Optimalerweise mit Dir, aber wenn Du nicht willst und er lernt eventuell eine andere Frau kennen, welche das erfüllen möchte, dann könntest Du irgendwann eine solche Situation erleben, eventuell fliegst Du dann aus der Beziehung raus, habe ich in manchen Affären mit meinen AFs schon erlebt. Solche Bedürfnisse sind schon sehr stark, teilweise gehen sie, auch wenn es übertrieben klingt, in eine fast existenzielles Stadium über. Was die Reichweite Eurer Wünsche betrifft, soweit liegt Ihr nicht auseinander. Er will halt mitmachen, was ich voll und ganz verstehen kann, nicht alle Männer geben sich mit der Rolle des Zuschauers zufrieden, wenn gar die eigene Partnerin fremde Haut genießt und er nur zuschauen darf - dann könnte er sich genauso gut einen P...o reinziehen. Es gibt Männer, die nur auf Zuschauer machen, aber dann kommt meistens auch etwas nach, was dann der Partnerin eventuell nicht gefallen könnte, denn im Grunde ist es so:
Gewährt er Dir Deinen Wunsch, hat er einen Wunsch gut bei Dir, wenn wir voraussetzen, dass alles schön emanzipatorisch gerecht aufgeteilt werden soll. ansonsten würde ein Ungleichgewicht bestehen, was in den allermeisten Fällen früher oder später negativen Einfluss nehmen wird auf eine bestehende Partnerschaft.
Ich bin echt mal gespannt, wie Ihr das auflösen werdet.
