Waltmeister
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das Gute vorweg: Mir geht es etwas besser. Ich schaffe es derzeit von der Verzweiflung in die Akzeptanz und damit wieder etwas mehr zu mir.
Ich habe mir ein Antidepressiva verschreiben lassen und kann nun zumindest 6 Stunden durchschlafen. Ich habe nun eine Nacht außerhalb bei einem meiner engsten Freunde und seiner Frau übernachtet. Das hat mir sehr gut getan und ich habe etwas Abstand gewinnen können. Ich war kurz davor mich beim stationären psychiatrischen Notdienst vorzustellen, da ich so unendlich tief drin saß. Glücklicherweise konnte ich diesen Schritt abwenden, durch ein wirklich herzliches und fachlich gut aufgestelltes Umfeld. Es übermannt mich momentan nicht mehr so sehr und ich kann es wieder etwas stoppen durch Ablenkung und co. Das gelingt mir zwar noch nicht dauerhaft und manchmal falle ich in meinen Strudel rein und merke es erst, wenn ich schon wieder voll drin bin, aber ich kann mich dann rausholen. Das ist für mich gerade ein großer Fortschritt.
Natürlich bin ich weiterhin gedanklich viel bei ihr und ihm. Nach über 7 Jahren so drauf zu sch.n und so ein Verhalten an den Tag zu legen, ist mir weiterhin unbegreiflich. Diese Rücksichtslosigkeit in meine Richtung kann ich nicht begreifen, nach allem was ich versucht und getan habe. Bei allem was fehlte, gab es ja auch viel, was gut war und lief. Sonst wäre es ja nicht so lange gegangen.
Und mir ist klar, dass das mit den beiden eine Totgeburt ist. Auch mein (teils gemeinsamer) Freundeskreis sieht das sehr kritisch und kann das ganze nicht nachvollziehen.
Überall in der Wohnung liegen Preisschilder von neuer Unterwäsche und Klamotten und sie ist weiterhin jeden Tag bei ihm. Ich habe so lange versucht, sie mal zum Shoppen zu animieren, da ihre Unterwäsche schon total zerfleddert war teilweise. Ich habe ihr einen Gutschein geschenkt, damit sie sich mal wieder was schönes kaufen kann. Nichts. Immer mit der Begründung, dass sie ja wieder etwas abnehmen will und dann den Gutschein jetzt nicht verschwenden möchte. Überhaupt gleicht unsere (seit heute meine) Wohnung einem Schlachtfeld. Sie macht hinter sich alle Türen zu, damit sie mir nicht begegnen muss. Bis nachts ist sie dann bei ihm. Das ist weiterhin alles sehr sehr schräg. Es gab kein Gespräch, kein nichts. Ich habe keine Ahnung wann und wie genau hier übermorgen der Umzug läuft. Meine (ja, teils ja auch ihre) Freunde werden wohl helfen. Einige der Freunde werden direkt hier bleiben und mir helfen hier wieder Ordnung in das Chaos zu bekommen. Ich bin einfach nur froh, wenn es endlich soweit ist.
Was für ein Ende für so eine Geschichte. Spätestens, wenn das mit ihm nicht funktioniert (gebe dem ganzen max. 4 Monate), wird sie alleine in ihrer Wohnung sitzen und über diese Themen nachdenken, die sie eigentlich jetzt bearbeiten müsste. Ich bin schon gespannt, was dann passiert, aber für mich steht eines jetzt schon fest: Ihr Recht auf meine Liebe hat sie verwirkt.



