Zitat von CocosPool: Das frage ich mich auch, und bin sehr erstaunt, daß es vielen hier offenbar garnichts ausmachen würde vom Gegenüber in einer Sache angelogen zu werden, die für sie essentiell wichtig gewesen wäre.
Wer hat denn hier geschrieben, es würde ihm nichts ausmachen? Die Aussage war doch viel eher:
Beide nehmen sich nicht viel, was Liebe zur Wahrheit angeht. Im Übrigen glaube ich hier nicht an essentielle Wichtigkeit - Dieses theatralische "Ich kann sie nicht mehr ansehen, will sie nie wieder sehen!" ist für mich Lamento angesichts einer kürzlich verstorbenen Liebe. Wenn ich mir die Posts des TE anschaue, dann geht es zuvorderst um moralische Verdammnis der von ihm erklärten Hu.re von Babylon, erst danach um die Lüge. Ergo ist für ihn der eigentliche Akt wichtiger als die Lüge, die ihm aufgetischt wurde - Daher bin ich auch nicht bereit, ihm getreu der Kekstheorie eine Brücke in die Rechtfertigung zu bauen. Gerade dann nicht, wenn entgegen der einhelligen Meinung dann auch absichtlich nur auf genehme Meinungen eingegangen wird, weil ja alle anderen nix verstehen.
Ich kann meine Antipathie vielfältig ausleben, meinen Frust bewältigen und das Ende einer vielversprechenden Beziehung verarbeiten. Im Normalfall sollte das aber ohne wiederkehrende Beleidigungen und Abwertungen des Ex-Partners möglich sein. Gehört zum Erwachsensein dazu, der oder die Ex ist nicht immer Beelzebub vom Dienst. Übrigens Geschlechtsunabhängig, weil dieser von gewissen Usern gern genutzte Vorwurf wieder aufkaum - Wohlgemerkt ohne konkrete Beispiele zu nennen. Auf die wäre ich wirklich gespannt gewesen. Stattdessen wird dieser Thread, mal wieder, zum Abbau eigenen Frusts herangezogen, von der Bühne des TE zur Bühne einiger weniger umgebaut, die gerade mal Dampf ablassen und sich über die pöse, pöse Welt der polyamoren, mainstreamigen, therapeutenabhängigen und männerbenachteiligenden Gesellschaft auslassen müssen, damit bloß Geschlecht und Stereotypen beleuchtet werden, Eigenverantwortung aber außen vor bleibt. Dabei ist genau diese Eigenverantwortung das, was beide hier eint. Nur wird dann plötzlich die Gewichtung gedreht, wenn einem der Outcome nicht passt.
Hauptsache, man kann über
widerliche Doppelmoral lamentieren.