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Frührentner mit 40 - keine Chance mehr?

Achter

Moin!

Wie steht ihr hier zum Thema Frührente / Armut, wenn es um Poten. Partner / Partnerinnen geht?

Ich bin jetzt 40 Jahre alt und seit 2016 in Frührente, weil ich leider mit Depressionen und Stress-Empfindlichkeit Probleme habe.

Bin allerdings aktiv so gut es geht und lerne auch immer mal Frauen kennen. Und das Schema ist seit einigen Jahren immer gleich:

Wir lernen uns kennen, freunden uns an, es entwickelt sich ein netter Kontakt, ich fange an mehr zu wollen und kriege dann einen Korb.

Ich hatte früher einige Freundinnen, viele ONS, einige Geschichten ohne klare Definition . War nie besonders schön, aber offensichtlich auch nicht abstoßend hässlich.

Charakterlich finde ich mich sehr in Ordnung und die Damen mögen mich auch immer aufrichtig.

Bin Normalgewichtig, nicht dumm, kann reden, mich einfühlen, besitze Mumm und innere Stärke, kriege meine Sachen geregelt. ich habe auch schonmal gesagt bekommen, dass ich ein recht attraktiver Typ bin, der sich viele Krallen könnte. Und das von einer Frau, die nebenbei als Fotomodell arbeitet und auch schon für recht große Zeitschriften gearbeitet hat.

Mir wird auch immer gesagt, dass man mir diese depressive Problematik gar nicht anmerken würde.

Trotzdem hagelt es Absagen von der Frauenwelt und ich Zweifel langsam doch ziemlich an mir.

Ich habe aber keine Ahnung woran das liegen soll!

Ist es so abschreckend für Frauen in meinem Alter, wenn der Mann keinen Job hat und wenig Geld?

Oder besteht da die Angst einen Psychopathen an der Backe zu haben?

Rein freundschaftlich scheint das aber ja keine zu stören, eigentlich reagiert da jede nur mit neutraler Neugier. Und ich erzähle das auch offen wie es ist, weil das doch keine Rolle im Zwischenmenschlichen spielt.

Wie seht ihr das hier?

18.01.2020 16:05 • #1


MissLilly

MissLilly


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Zitat von Achter:
weil ich leider mit Depressionen und Stress-Empfindlichkeit Probleme habe.

Zitat von Achter:
besitze Mumm und innere Stärke, kriege meine Sachen geregelt.


Sorry, passt für mich irgendwie so gar nicht zusammen... magst du vielleicht etwas näher zu deiner Diagnose bezüglich deiner dauerhaften "Störung" erzählen?

18.01.2020 16:09 • x 8 #2


KBR


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Hmmm interessante Fragestellung für eine, die selber ihr Leben lang mit Depressionen kämpft.

Frührente auf Dauer oder zeitlich begrenzt?

Ich bin davon überzeugt, dass Du mit Schwung Dein Leben meisterst in den Phasen (?), in denen Du dazu in der Lage bist. Aber wie sind die anderen Phasen. Diese müssen, so meine ich, schon recht massiv sein, wenn Du deswegen befristet oder endgültig berentet bist. Wie kommst Du finanziell hin? Ist das schwierig?

So auf Anhieb würde ich sagen, ich bin zwar 10 Jahre älter als Du und käme deshalb vielleicht für Dich nicht in Frage, aber ich würde mich zu jung und zu aktiv fühlen und mich auch materiell weiterhin unabhängig fühlen und jemanden an meiner Seite haben wollen, der eben auch mit mir mithalten kann. Ich kann nicht beurteilen, ob Du das könntest. Falls ja, kein Problem. Falls nein, käme so eine Konstellation für mich wohl nicht in Frage.

18.01.2020 16:15 • x 2 #3


Lebensfreude

Lebensfreude


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Zitat von MissLilly:


Sorry, passt für mich irgendwie so gar nicht zusammen... magst du vielleicht etwas näher zu deiner Diagnose bezüglich deiner dauerhaften "Störung" erzählen?

paßt für mich auch nicht zusammen.
Was tust Du denn, um wieder erwerbstätig zu werden? Oder hast Du Dich gemütlich ins Rentnerleben eingebettet?
Fragt eine Frau, die über 45 Jahre gearbeitet hat. Trotz Streß, Verlusten, Todesfällen etc.

18.01.2020 16:17 • x 3 #4


Klaus123


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Zitat von Achter:
Rein freundschaftlich scheint das aber ja keine zu stören, eigentlich reagiert da jede nur mit neutraler Neugier. Und ich erzähle das auch offen wie es ist, weil das doch keine Rolle im Zwischenmenschlichen spielt.

Falls der Kontakt nur rein freundschaftlich bleiben soll, kannst du über vieles reden. Willst du von deinem Kontakt aber etwas mehr, solltest du dir schon eine gewisse Gesprächstaktik aneignen. Erzähl ruhig von den Sachen, von denen du überzeugt bist, von Dingen, die du erlebt hast und interessant für dein Gegenüber sein könnten.
Lass Fragen von anderer Seite dann auf dich zukommen und beantworte sie lässig, weil warum sollst du gleich alles über dich preisgeben? Offen sein ist gut, aber halt nur bis zu einem bestimmten Grad. Dann ist der andere an der Reihe.
Der Trick ist, du kannst durchaus bei Fakten bleiben, wenn du antwortest, ohne dabei gleich alles zu verraten. Fragen zeigen Interesse, sollten aber wiederum weitere Fragen implizieren. So bleibt die Neugier und die Spannung erhalten und du hast nicht gleich das frustrierende Erlebnis, vorzeitig in eine Schublade eingestuft zu werden, die dir nicht gerecht wird.
Manchmal ist es schlicht so, dass du dir anfangs einen Bonus erarbeiten musst. Später, in der weiteren Anbahnung spielt dann ein nachträgliches Defizit nicht mehr die alles entscheidende Rolle, da ist der Weg dann schon ein wenig flacher

18.01.2020 16:29 • #5


NurBen


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Zitat von Achter:
Ist es so abschreckend für Frauen in meinem Alter, wenn der Mann keinen Job hat und wenig Geld?

Definitiv Ja. In dem Alter stehen die "Versorgerqualitäten" hoch im Kurs.

Zitat von Achter:
Oder besteht da die Angst einen Psychopathen an der Backe zu haben?

Das hängt stark von deinem Auftreten ab.
Viele befürchten natürlich, dass sie dich "mit durchs Leben schleifen" müssen.

18.01.2020 16:36 • x 2 #6


Benita

Benita


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Zitat von Achter:
Ist es so abschreckend für Frauen in meinem Alter, wenn der Mann keinen Job hat und wenig Geld?

Oder besteht da die Angst einen Psychopathen an der Backe zu haben?

In unserer materiell eingestellten Welt, in der sich jeder der Nächste ist, wird es schwieriger einen verbindlichen Partner zu finden, der bereit ist mögliche Einschränkungen hinzunehmen.

In einer laufenden Beziehung, die schon eine Basis hat, kann damit wahrscheinlich besser umgegangen werden.

18.01.2020 16:39 • x 1 #7


Karenberg


Zitat von Achter:
Ist es so abschreckend für Frauen in meinem Alter, wenn der Mann keinen Job hat und wenig Geld?


Ja. Vor allem wenn die Frührente wegen Psyche ist. Es wird die Meinung vertreten jemand macht sich einen faulen Lenz und das wird nicht als attraktiv empfunden.
Aus körperlichen Gründen wird anders eingeschätzt und akzeptiert. Ändert allerdings nichts daran, dass es auch da wenig Chancen gibt. Finanzielle Freiheit des Partners wird hoch gehandelt. Da hilft kein schön reden.

Klappen kann es mit der Partnerinnensuche eher unter seinesgleichen. Wenn beide wenig Geld und ihre Einschränkungen haben.

19.01.2020 10:47 • x 3 #8


Corbian


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@te

Ich kann weder beim Krankheitsbild noch sonst mitreden, denn ich kenne mich da nicht aus und ich spekuliere nicht gerne. Mir persönlich wäre es egal was der Mann verdient. Es käme wirklich auf die Person an.

Irgendwie scheint es zu funtionieren, wenn Männer gut verdienen und die Frauen weniger. Anders herum funktioniert es offensichtlich nicht.

Frauen in deinem Alter haben schon einiges erlebt im Leben. Sie wollen sich keine Probleme ans Bein binden. Sie wollen keinen Partner, der belastet durch psychische Probleme als unstabil betrachtet wird. Sie haben vielleicht noch Kinder und wollen Stabilität und Ruhe in ihrem Leben.

Es wird wohl irgendwo einige Frauen geben, die sich von Depressionen etc nicht abschrecken lassen würden, die muss man aber mit der Lupe suchen. Frau oder auch Mann prüft die potentielle Partner und geht schnell weiter zum Nächsten,wenn es nicht passt. Invest in eine Beziehung benötigt Zeit. Diese Zeit hat Mann/Frau nicht. In diesem Jahrzehnt muss immer alles sofort klappen. Viele meiner Bekannten reden von Werten, Charakter, innere Schönheit und Idealen und und und...... aber wenn man genau hinschaut... wenn es darauf ankommt...verhält sich jeder nach dem Motto "Ich bin mir selbst der Nächste".

Menschen beenden Ehen und bestehende lanjährige Beziehungen und das sogar mit Kindern, weil einer der Partner psychische Probleme hat oder den Alltag nicht bewältigen kann oder eben wenig verdient. Denn all das ist eine grosse seelische Belastung für den Partner und die Leidensfähigkeit ist in unserer Zeit nicht mehr gegeben.

Man hat verlernt mit Schicksalschlägen oder Probleme fertig zu werden, diese zu ertragen.

Aber kannst du es jemanden übelnehmen, der sich davor scheut sich Probleme anderer zu eigen zu machen?

19.01.2020 11:27 • #9


Lebensfreude

Lebensfreude


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ein Problem bei Frührente mit 36 ist ja auch, dass der psychische Zustand sich nicht bessern "darf". Da man sonst wieder erwerbstätig werden muß.

19.01.2020 11:50 • x 2 #10


Dracarys


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Pauschal kann man dazu kaum eine Aussage machen, aber eine berufliche und finanzielle Augenhöhe erleichtert eine Beziehung, klar.
Abgesehen von unschönen Dialogen ("Sorry, da kann ich leider nicht mitkommen, Du weisst ja, mir fehlt das Geld." "Pizza? Ich dachte, wir machen uns eine Dosensuppe auf?" "Urlaub klingt toll, aber ich kann ja leider nicht..."), die der verdienenden und pikierten Partnerin immer mehr das Gefühl geben, einen Gigolo auszuhalten, fehlt bei Menschen mit Tagesfreizeit sehr oft jedes Verständnis für die Verpflichtungen eines Jobs.
Ich kannte auch mal so einen "Erwerbsgeminderten" Typ, der mir einen Termin unter der Woche nach meinem Feierabend zu einem Kaffee anbot, nämlich um 14:30 Uhr (-:
Ich habe schallend gelacht, ich bin selten vor 18 Ubr daheim...

Seelische Erkrankungen lassen sich auch ganz hervorragend vortäuschen, deshalb bleibt ein ewiger Rest Zweifel, was ohnehin Gift für jede Art von Beziehung ist.
Und last but not least, ein kranker Mensch ist nicht belastbar. Ist ja auch logisch, sonst hätte er ja einen Job.
Ich hatte mal einen Partner, der seine Depressionen immer dann bekam, wenn Arbeit, ein wichtiges Gespräch oder ein wichtiger Termin anstand, wirklich immer.

Eine Bindung an einen Kranken tun sich die wenigsten freiwillig an, das mag anders aussehen, wenn nach vielen Jahren so ein Schicksalsschlag um die Ecke kommt.
Loyalität und Verständnis erwirbt man über die Zeitachse, dergleichen kann man nicht zum Auftakt einfordern.
Wer hat denn schon Lust, sich als Pflegekraft, Geldgeber und unentgeltlichen Therapeuten zu sehen?
Romantisch klingt es jedenfalls nicht.

Deshalb bietet es sich an, dass man unter Seinesgleichen sucht, da man dort über Verständnis, einen ähnlichen Background und Gemeinsamkeiten verfügt.

19.01.2020 13:43 • x 5 #11


Merilin


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I h sag mal so. Wenn du im jungen Alter wg Depression und aus psychischen Gründen nicht arbeitsfähig bist dann bist du wirklich richtig krank und hast ernsthaft Probleme. Ich meine wenn alles so gut bei dir läuft könntest du doch eigentlich wenigstens etwas arbe6. Ich denke das schreckt ab, ja.

19.01.2020 13:51 • x 3 #12


MissLilly

MissLilly


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Zitat von Dracarys:
Deshalb bietet es sich an, dass man unter Seinesgleichen sucht, da man dort über Verständnis, einen ähnlichen Background und Gemeinsamkeiten verfügt.


Genau DAS ist es aber was die armen Bedürftigen aber nicht wollen! Nämlich sich unter Ihresgleichen umschauen. Und das hat übrigens weniger mit der Krankheit zu tun, sondern machen sehr sehr viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft. Nämlich grundsätzlich Ansprüche stellen, denen sie selbst nicht gerecht werden und sich dann als armes Opfer sehen, wenn eine Beziehung mit Ihnen abgelehnt wird. Siehe der TE hier, der trotz Frührente offenbar zu beschäftigt ist, um die Fragen in seinem eigenen Thread zu beantworten. Da lehnt man sich lieber zurück und bezichtigt andere der Oberflächlichkeit, nur weil sie keine Lust auf eine solche Beziehung haben.

Zitat von Achter:
Und das von einer Frau, die nebenbei als Fotomodell arbeitet und auch schon für recht große Zeitschriften gearbeitet hat.


Machen wir uns doch nix vor... Der TE ärgert sich nicht darüber, dass er gar keine Schnitte abbekommt, sondern genau die Frauen, die nunmal in einer ganz anderen Liga spielen als er! Und das Problem lieber TE, haben auch Männer die nicht psychisch krank sind...

19.01.2020 14:00 • x 8 #13


Ayaka

Ayaka


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Zitat von Corbian:
Irgendwie scheint es zu funktionieren, wenn Männer gut verdienen und die Frauen weniger.


ich verdiene 3x so viel wie mein Mann und habe 0 Problem damit. ich respektiere seine Arbeit und finde es toll was er macht (während mein Job eigentlich total Banane ist^^), es wird nur eben nicht so gut bezahlt, so ist der Markt.

mit deiner Ausgangssituation täte ich mir aber auch schwer @achter erstens muss man sich ja bei der Mindestrente echt massiv einschränken und zweitens bist du ja dann psychisch zu krank um zu arbeiten und ich wünsche mir als gesunder Mensch auch einen gesunden Partner

so denkt wohl die Mehrheit - das heißt aber nicht, dass du nicht mit Geduld und Glück eine Partnerin findest die sich daran nicht stößt.

19.01.2020 14:09 • x 2 #14


sunny35


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Jo ich denke auch das es daran liegt, das man sich nicht noch "zusätzliche Probleme" ans Bein binden möchte und niemand anderes noch mit durchfüttern will

19.01.2020 14:12 • x 1 #15




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