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Lieber Forenbesucher,

wer bei uns Unterstützung sucht, soll sie finden, und wer helfen möchte, ist hier herzlich willkommen. Moderatoren und Mentoren begleiten das Forum und achten darauf, dass Beiträge respektvoll bleiben. Sachliche, tröstende, wohlwollende und empathische Beiträge sind ausdrücklich erwünscht, damit sich alle Mitglieder wohl fühlen. Abwertende oder verurteilende Inhalte haben hier keinen Platz.

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Fühle mich oft einsam

A
Wo damals meine Angst und Zweifel sehr schlimm waren, hatte ich im Telefon die Seelsorge Nummern gespeichert und ein paar Mal angerufen. Mit einem meiner Brüder habe ich damals auch öfters telefoniert. Es gibt auch Selbsthilfegruppen. Ich habe angefangen wieder viel zu lesen.

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P
Zitat von Bloschi:
Wie lenkt ihr euch ab?

Hast du Hobbies? Verein? Sport? Das war für mich ein ganz wichtiger Schritt. Ein festes Ritual... Ein Grund um raus zu gehen.. Soziale Wärme usw.

Dadurch habe ich dann auch wieder neue Leute kennen gelernt. Zwar noch keine tiefen Freundschaften, aber doch einfach Menschen die einen lieb grüßen, Smalltalk, gemeinsames Erleben, lachen, Veranstaltungen usw.. Das macht schon einen Unterschied. Auch wenn ich mir oft noch vor der Tür die letzten Einsamkeitstränen weg gewischt habe. Und auch danach - wieder geweint. Aber trotzdem...es wurde immer weniger und die Seele speichert die schönen Erlebnisse und man heilt nach und nach. Auch wenn man es nicht sofort bemerkt.

Was machst du denn gerne in deiner Freizeit? Spielen, Tanzen, Wandern, Basteln, Kegeln, Dart, Lesen, Kunst, Yoga?

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A


Fühle mich oft einsam

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Bloschi
Meine Eltern nehmen mich nicht auf; wohnen zwar nur 60 km weg, aber die müsste ich morgens für die Tiere hierher fahren und abends noch mal zur Arbeit.
Spiele viel am Handy, lese, puzzle, schaue fern. Verein etc. habe ich nicht; sind mir zur Zeit noch zu viele fremde Leute. Auch komme ich mit der Trennung noch ganz zurecht; kann es noch gar nicht richtig fassen

#63


Bloschi
Selbsthilfegruppen gibt es hier leider keine; habe ich mich schon informiert

#64


Canis_Lupus
Keine Ahnung, ob das vorgeschlagen wurde oder gar nicht in Betracht gezogen wird, aber besteht nicht eine Möglichkeit, sich wieder zu vertragen?

#65


Bloschi
Vertragen ja, aber ich ziehe oben nicht mehr ein. Er verändert dort alles, dass nichts mehr an mich erinnert.
Was macht ihr am Wochenende abends, wenn ihr euch alleine fühlt? Nach meinem Dienst komme ich nach Hause abends und es ist so ruhig; keiner da, der fragt wie die Arbeit war

#66


Canis_Lupus
Ich "rede" viel mit den KI´s...es ist besser als nichts.

#67


Waris07
@Bloschi

Beim Lesen deines Beitrags bin ich sehr still geworden. Nicht, weil ich dir Vorwürfe machen möchte, sondern weil mich das, was du beschreibst, sehr berührt.

Dass du seit Monaten unten im Keller lebst, während dein Mann oben weiter seinen Alltag führt, wirkt auf mich nicht nur wie Einsamkeit, sondern wie ein sehr großer innerer Rückzug. Räumlich – und vielleicht auch innerlich – hast du dich sehr weit nach unten zurückgenommen.

Ich frage mich dabei, wie es überhaupt zu dieser Situation kam. Ob das etwas war, das du so wolltest, oder ob es sich eher ergeben hat, weil dir im Moment die Kraft fehlt, etwas anderes für dich einzufordern. Drei Monate sind eine lange Zeit, um so zu leben und so viel alleine auszuhalten.

Beim Lesen wirkst du auf mich sehr erschöpft und resigniert, fast wie festgefroren in dieser Situation. Nicht, weil du nicht willst, sondern weil dir gerade die Kraft und Energie fehlen, dich selbst da wieder herauszuholen. Es fühlt sich weniger nach einer bewussten Entscheidung an als nach einem Zustand, in dem man einfach nicht mehr kann.

Deshalb möchte ich etwas sehr Direktes, aber Wohlmeinendes sagen:
Für mich wirkt es, als bräuchtest du jetzt Unterstützung im realen Leben. Nicht nur Zuspruch in einem Forum, sondern konkrete Hilfe von außen. Es gibt verschiedene Anlaufstellen, die genau für solche Situationen da sind – Beratungsstellen, soziale Dienste, Frauenberatungen oder auch therapeutische Angebote. Nicht, weil mit dir etwas "nicht stimmt", sondern weil niemand so etwas alleine tragen muss.

Ich wünsche dir sehr, dass du vielleicht noch ein kleines bisschen Kraft und Mut zusammenkratzen kannst, um dir diese Hilfe zu suchen. Es muss nicht alles auf einmal sein. Ein erster Schritt reicht – ein Anruf, eine Nachricht, ein Termin. Du musst da nicht alleine wieder herausfinden.

Manchmal ist es kein Zeichen von Schwäche, sich Unterstützung zu holen, sondern von Selbstschutz. Und vielleicht auch der erste Schritt, um langsam wieder Boden unter den Füßen zu bekommen.

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Bloschi
@Waris07 vielen vielen Dank für die aufmunternden Worte! Es ist nicht leicht mit meinem Mann die ganze Zeit gewesen, die Liebe zu ihm verflog und nach einem großen Knall war die Trennung da. Hatte vorher oft daran gedacht, wie es sein könnte, aber das es so wird, wie die Situation ist, hätte ich nie gedacht.
Habe am 13 einen Termin bei Pro familia, um einfach zu reden. Nur fehlt mir eine Freundin, die einen aufbaut, in den Arm nimmt, man gemeinsam weggeht. Einfach viel zur Zeit

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Waris07
Zitat von Bloschi:
@Waris07 vielen vielen Dank für die aufmunternden Worte! Es ist nicht leicht mit meinem Mann die ganze Zeit gewesen, die Liebe zu ihm verflog und nach einem großen Knall war die Trennung da. Hatte vorher oft daran gedacht, wie es sein könnte, aber das es so wird, wie die Situation ist, hätte ich nie gedacht. Habe ...

Du hast schon viel alleine durchgestanden – das ist unglaublich anstrengend. Kein Wunder, dass du dich erschöpft fühlst.

Dein Termin bei Pro Familia ist ein sehr guter Schritt. Vielleicht findest du jetzt noch einen kleinen Moment von Nähe – ein kurzes Gespräch oder Treffen mit einer Kollegin, einer Bekannten, der du vertraust. Schon ein kleiner Schritt aus der Isolation kann Kraft geben und neue Möglichkeiten öffnen.

Auch kleine Rituale im Alltag – Bewegung, frische Luft oder Dinge, die dir guttun – helfen, wieder ein Stück Stabilität zu spüren.

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Pippa
Zitat von Bloschi:
wie es sein könnte, aber das es so wird, wie die Situation ist, hätte ich nie gedacht.

Wie kam es denn zu genau dieser Situation? Bist Du freiwillig in den Keller?
Bzw. wie hast Du Dir vorgestellt, dass es sein würde?

Zitat von Bloschi:
Nur fehlt mir eine Freundin, die einen aufbaut, in den Arm nimmt, man gemeinsam weggeht.

Es gibt Apps, über die man Kontakte knüpfen kann, meet5 z. B. oder gemeinsamerleben.
Sorry, falls es nicht richtig geschrieben ist, ich nutze diese nicht.

So, wie ich es kenne, ist auf Dörfern immer was los. Fast jede Woche wird da irgendwas gefeiert. Hattet ihr Kontakt zu den anderen? Gibt es da nicht wenigstens eine Person, mit der Du reden kannst?

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Arella
Zitat von AufDemWeg:
Wo damals meine Angst und Zweifel sehr schlimm waren, hatte ich im Telefon die Seelsorge Nummern gespeichert und ein paar Mal angerufen.

Wie war das denn für dich? Dieser Kontakt zu Telefonseelsorge? Vielleich wäre das mal ein Anlaufpunkt für die TE und du kannst ihr die Scheu nehmen?

#72


S
Hallo @Bloschi
ich habe mir alles durchgelesen, was du geschrieben hast und fühl dich erstmal gedrückt!

Ich weiß aber nicht, ob die Einsamkeit deine größte Baustelle ist, bzw. ob die Einsamkeit nicht dran liegt, weil die andere Themen nicht angehst. Ich kann dir leider keine Tipps wie man im Keller vom Ex glücklcih wird🤷‍♂.

Wie ich das sehe, geben dir derzeit vermutlich deine Tiere den größten halt, gleichzeitig hindern sie dich aber auch deine Baustellen anzugehen. Also, andere Wohnung, Unterhalt bekommen, einen vollwertige Arbeit annehmen - bzw. weiterbilden damit du so einen Job bekommst, etc.

Einen Frage, warum hast du nicht Vollzeit gearbeitet? Du hast keine Kinder, was hat dich gehindert?

Was ich auch komisch finde, dass dein Ex jetzt schon den Unterhalt eingestellt hat mit der Begründung, dass sich die Steuerklasse ändert.
Das würde sie aber erst ein Jahr nach der Trennung... ...und wenn du weiter dort wohnst, fragt das Finanzamt gar nicht nach.

Wichtig zu wissen, dein Ex darf nicht von sich aus einfach so den Unterhält kürzen, oder komplett einstellen. Mach dir klar, er hat die Steuerklasse 3 (vermutlich) nur weil er mit dir verheiratet (noch) ist.

Bitte nimm dir eine Anwältin oder einen Anwalt, jemand der dich richtig berät! Und keine Angst vor den Kosten, es gibt in Deutschland so genannte "Prozesskostenhilfe".

Des weitern gibt es Wohnungsgeld, etc.. Was ich auch nicht verstehen, du sagst du lebst auf dem Land und dort gibt es keine Wohnungen...
...sorry, dann Versuch mal in der Stadt eine (bezahlbare) Wohnung zu finden.

Ich schreibe dir das alles nicht nur weil ich grade nicht schlafen kann, sonder weil ich dir die Augen öffnen will!
Du bist in der Zwickmühle, aber du kannst da raus!

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Stella31
Hallo @Bloschi

Bei alledem, was du schreibst, bleiben bei mir viele Fragen offen.

Erstmal kann ich überhaupt nicht verstehen, wie es möglich ist, dass du nach 13 Jahren Ehe wie eine Aussätzige im Keller eures gemeinsamen Zuhauses wohnst und ihr nicht halbwegs vernünftig über eine gute Lösung bzgl. Trennung und Scheidung sprechen könnt.
Dein Mann kann nicht machen,was er will.

Hier wurden bereits einige Tipps gegeben, die mMn dringend umgesetzt werden sollten. Anwalt, Frauenberatungsstelle, Aufstockung der Arbeit usw.
Und auch das Führen eines vernünftigen Gesprächs mit deinem NM sollte schnellstmöglich passieren.

Dann verstehe ich nicht, weshalb du so lange dort wohnst und bisher niemand gefunden hast, mit dem du dich austauschen kannst. Wieso hast Du keine Freunde dort?
Bist du eher ein Einzelgänger oder habt ihr euch zusammen isoliert?

Wenn du nur für dich hockst, zockst und puzzlest, wirst du niemanden kennenlernen.
Geh raus, frag bei eurer Gemeinde, ob es dort Treffs gibt, welche Vereine da sind, welche Beratungsstellen es sonst noch gibt.
Komm in die Aktion!

Niemand wird in den Keller kommen, dir die Hand geben und dich mitreißen.

Ich weiß genau, wovon ich spreche, weil ich ebenfalls sehr stark gegen meine Einsamkeit ankämpfen muss.

Da ich in einer weniger besiedelten Gegend wohne, wo die Leute nicht für ihre Offenheit bekannt sind, muss ich mich da auch selbst aufraffen.
Aber Apps wie Meet5 und GE - gemeinsam erleben helfen enorm, passende Veranstaltungen und damit auch neue Leute kennenzulernen, denen es auch ähnlich geht. Dafür nehme ich in Kauf,auch weiter zu fahren. Hauptsache nicht nur zuhause rumsitzen.

Dabei braucht es ein bisschen Überwindung, aber es hilft definitiv.

Also komm aus deinem Loch raus und das im doppelten Sinne!

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Hermine47
Zitat von Stella31:
Dafür nehme ich in Kauf,auch weiter zu fahren.


alles gut und schön .......
nur wenn jeder Cent zählt bei ihrem Gehalt
hat man keinen Euro übrig den man in neue Kontakte/Veranstaltungen investieren kann
weil man die ja braucht um da rauszukommen aus der Situation in eine eigene Wohnung
das wird gern übersehen.

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A


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