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Fühle mich oft einsam

Lukrethia
Liebe @Bloschi um welche Tiere kümmerst du dich denn? Und möchtest/kannst du diese mitnehmen, wenn du ausziehen würdest? Kümmerst du dich alleine um sie oder schaut auch dein Mann noch auf die Tiere?

Und wie schaut es in der Arbeit aus? Hast du Kolleginnen, mit denen du dich gut verstehst?

Was auch gut gegen Einsamkeit hilft, ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Da wird man fast immer sofort sehr freundlich aufgenommen und man lernt automatisch viele neue Leute kennen. Frag mal die KI, welche ehrenamtlichen Tätigkeiten es gibt, da ist eigentlich für jeden etwas dabei. Es kostet vielleicht ein bisschen Überwindung, alleine irgendwohin zu gehen, aber dann muss man sich sagen, dass man nichts zu verlieren hat, sondern viel zu gewinnen. Und man kann jederzeit gehen, wenn es nicht passt.

Vielleicht kannst du auch alte Freundschaften reaktivieren. Viele Kontakte schlafen einfach ein, aus Zeitgründen zb, aber man kann sie wieder aufleben lassen.

Zu deiner Wohnsituation: natürlich gibt es auch schöne Keller, aber es klingt bei dir nicht unbedingt nach der besten Wohnsituation. Ich würde mich mal erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt. Bei uns gibt es zb Notfallwohnungen. Das sind in der Regel für Singles fertig möblierte Ein- oder Zweizimmerwohnungen, die man befristet für 6 Monate bis 5 Jahre bewohnen kann.

Gehst du Vollzeit arbeiten oder Teilzeit? Wenn letzteres, dann bestünde vielleicht die Möglichkeit, aufzustocken?

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Bloschi
Mit dem Trennungsunterhalt, den er mir "freiwillig " gezahlt hat, mit einem Nebenjob und der 25 Prozent Stelle hätte ich mir vorstellen können, auszuziehen. Das waren meine Gedanken wenn ich mich dieses Jahren meinem Mann trenne.
Da ich getrennt bin, seit November, läuft die Steuerklasse ab Januar. Da gibt es ein Formular getrennt lebend.
Wir sind nicht die Menschen die Kontakte haben,außer auf der Arbeit. Versorge jeden Morgen die Tiere und hatte beim jetzigen Arbeitgeber schon mehr gearbeitet, aber durch die Tiere, den Hauhalt, den Pflegebedürftigen Schwiegervater, inzwischen verstorben, habe ich runter gestiftet. Nun braucht der Onkel von meinem Mann seit zwei Jahren Hilfe, die Schwiegermutter auch öfters. Wie soll ich das mit einem Vollzeit Job hinbekommen?
Möchte meinen Mann nicht verklagen, obwohl mir mehr als 500 Euro zusteht. Ich dürfte dann nicht mehr zu den Tieren und es wäre hier unten die Hölle.
Hier unten sind zwei Räume für mich, wobei ich froh bin, dass wir nicht mehr gemeinsam oben getrennt wohnen. Da gibt es keine Möglichkeit die Wohnung aufzuteilen

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A


Fühle mich oft einsam

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Bloschi
@Hermine47
@hermine4 so geht es mir, muss auf jeden Cent achten. Hast mir aus der Seele gesprochen

#78


Bloschi
Die Tiere im Freien kann ich nicht mitnehmen, die versorgt mein Mann abends.
Die Katzen zuhause reiße ich nicht auseinander und aus ihrem gewohnten Umfeld. Außerdem wäre das wieder Kosten, wenn ich welche mitnehmen würde.
Bin dabei eingeschlafen Kontakte zu aktivieren. Aber es springt nicht immer jemand sofort, wenn ich mich gerade abends einsam fühle. Da möchte ich wissen, wie man dann damit am besten umgeht

#79


Lukrethia
Mir scheint, dass du sehr festgefahren bist in deinem jetzigen Leben, oder anders gesagt, sehr fest verankert. Wenn man sich trennt, dann ändern sich aber zwangsläufig die Gegebenheiten, es läuft nicht so weiter wie bisher. Der Onkel deines Mannes und deine Schwiegermutter sind zb Baustellen deines Mannes - du bist jetzt nicht mehr die gratis Pflegekraft und Aushilfe. Warum fühlst du dich hier noch verantwortlich? Auch, wenn du an ihnen hängst, ist es aber so, dass du in erster Linie jetzt einmal dafür sorgen musst, ein Gehalt zu haben, von dem du leben kannst. Und wenn du stabile Verhältnisse hast, dann kannst du dich auch um andere kümmern.

Ja, es kann sein, dass du die Tiere zurücklassen musst. Andererseits stellt sich die Frage, ob dein Mann diese überhaupt alleine versorgen könnte? Und wenn man sich einigt, dass man das zusammen tut, dann muss er auch seinen Beitrag leisten. Immerhin bist DU in den Keller gezogen und nicht er.

Mir scheint, dass du dich getrennt hast, ohne dich zu trennen. Du möchtest dein Leben nicht mit ihm teilen, aber alles andere soll so bleiben, wie es ist. Das ist aber kein Dauerzustand und wird auch bei vielem hinderlich sein - sowohl für dich als auch für ihn.

x 7 #80


P
Zitat von Bloschi:
Nun braucht der Onkel von meinem Mann seit zwei Jahren Hilfe, die Schwiegermutter auch öfters. Wie soll ich das mit einem Vollzeit Job hinbekommen?

Onkel vom Mann, Mutter vom Mann. @Bloschi Es ist seine Familie! Er kann sich auch kümmern oder ein Pflegedienst übernimmt das. Warum meinst du denn, dass du dein Leben und deine Freude und Gesundheit opfern musst für Menschen, zu denen du eigentlich gar nicht mehr wirklich gehörst?

Außerdem fällt auf, dass du sehr viele Gründe aufzählst warum etwas NICHT geht. Aber ich habe noch nicht ein Ding (außer Suche nach Nebenjob) gelesen, wo du einen Plan hast, wo du positiv und mit Liebe für DICH herangehst. Und sei es nur ein Mini Schritt. Weißt Du ich meine das wirklich nicht angreifend... Denn ich kenne diese Überzeugung sehr gut von mir und andren. Die Überzeugung "Das geht nicht"! Aber das ist einfach die Angst, die Gewohnheit, dein Kopf der dich in deinem vermeintlich sicheren Käfig gefangen halten will. Das geht nicht.. Ich kann nicht...! Das ist eine Lüge - du darfst sie nicht glauben.

Ich empfehle dir weiterhin, dich vor allem um soziale Kontakte und Unterstützung von Ämtern / Institutionen zu kümmern. Alleine schafft man das alles nicht und muss man auch nicht.

Ich wünsche dir sehr, dass du deine (Über-) lebenskräfte aktiviert bekommst. Gib nicht auf!

x 5 #81


Bloschi
Ich bin hier aber die Pflegekraft und die zwei Leute können nichts dazu, dass wir uns getrennt haben. Mein Mann kann sich vormittags, nachmittags nicht um die zwei kümmern und um die Tiere kümmern wir uns gemeinsam. Die gebe ich nicht auf, denn vor allem die Katzen sind meine Kinder und davon habe ich einige.
Mit diesen zwei Leutchen habe ich jeden Tag noch Kontakt, Schwiegermutter wohnt auch im Haus. Und ich mache das gerne, mich um sie kümmern. Da bekomme ich von der Krankenkasse auch noch was für die Rente

#82


Hermine47
Zitat von Bloschi:
den Pflegebedürftigen Schwiegervater, inzwischen verstorben, habe ich runter gestiftet. Nun braucht der Onkel von meinem Mann seit zwei Jahren Hilfe,


mit einer Trennung von Deinem Mann - im Keller hausend - würde ich mich nicht mehr zuständig fühlen
für diese Personen
oder er entlohnt Dir diese Tätigkeit.

x 2 #83


Stella31
Zitat von Hermine47:
weil man die ja braucht um da rauszukommen aus der Situation in eine eigene Wohnung
das wird gern übersehen

Das wird nicht übersehen. Deshalb muss das Gespräch mit dem NM erfolgen und dieser muss einen vernünftigen Trennungsunterhalt zahlen. Das ist keine freiwillige Leistung.
Und ebenfalls die anderen Lösungsvorschläge sind sinnvoll. Und dann ist auch ein bisschen Geld da. Außerdem kann ja auch vor Ort gesehen werden, was angeboten wird. Das kostet nur Überwindung

#84


Bloschi
Unterstützung vom Amt, egal von welchem, bekomme ich nicht, da vorrangig der Unterhalt von meinem Mann gezahlt werden muss. Habe mich doch schon bei zwei Rechtsanwälte erkundigt. Mein Mann braucht mich da nicht zu entlohnen; wenn dann der Onkel und die Schwiegermutter, da sie Pfegegrade haben und Geld bekommen

#85


P
Zitat von Bloschi:
Ich bin hier aber die Pflegekraft und die zwei Leute können nichts dazu, dass wir uns getrennt haben. Mein Mann kann sich vormittags, nachmittags ...

Ich versteh das sich das für dich wie ein kleiner Segen im Moment anfühlt. "Besser das als Nichts". Aber... Kannst du dir so gar nicht vorstellen, dass es vielleicht auch ein Leben gibt, das so viel besser und reicher sein kann als dieses das du jetzt führst? Kannst du dir vorstellen, dass ees manchmal notwendig ist Von der Sicherheit loszulassen,damit sich neue Dinge eröffnen?

Durch die dir selbst auferlegte Verpflichtung dich kümmern zu MÜSSEN, verbaust du dir so ein bisschen all die anderen Wege.

Was wäre denn dein Wunsch? Was meinst du, müsste sich ändern damit du dich nicht mehr so fühlst wie du fühlst?

x 3 #86


Bloschi
Ich muss gar nichts, aber ich kümmere mich auch gern um die zwei. Da bekommt man ja auch Anerkennung.
Ich wollte eigentlich wissen, was man abends machen kann wenn man sich mal etwas einsam fühlt? Wie z. B. Spazieren gehen, Fernsehen, die das Forum, Apps, Leute die privat schreiben, dir in der selben Situation sind. Wollte nicht, dass man meint zu wissen, was ich alles zu machen habe. Das weiß ich selber.
War schon bei Pro Famila, bei einer Selbsthilfe Gruppe, habe Wohnungen angeschaut, ab Juni Stufe ich beim Pflegedienst hoch, am Montag und Dienstag habe ich ein Vorstellungsgespräch

x 3 #87


Arella
Man sagt ja, wirklich kennen lernen wirst du einen Menschen erst wenn man sich trennt. Wenn sich das Paar trennt. Erst dann wird man erfahren, mit wem man gelebt hat. Und wofür er oder sie einen gewollt hat.

x 1 #88


Bloschi
So@Arella so ging es mir leider auch; zu merken, dass dem anderen das Geld wichtiger ist. Mir aber nicht, das heißt Gemeinsam, Anerkennung, Freude, Vertrauen das zählt für mich in einer Beziehung mit vielen anderen Dingen mehr

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Amaible
@Bloschi, deine Lebensumstände tun mir schon weh beim Lesen.

Ich kann mir vorstellen, dass es etwas mit dem eigenen Werteempfinden zu tun hat. Wenn man sich so behandeln lässt, hapert es gewaltig mit dem Selbstwertgefühl.
Deine Eltern schließen die Augen vor der Realität und bieten dir keinen Schutz in deiner Lage. Das spricht schon seine eigene Sprache.
Das hört sich nach erlernter Prägung an. Nicht gesehen und nicht aufgefangen.
Ich kenne das alles eins zu eins.

Man begibt sich in eine erniedrigende Rolle, weil man sich nicht selbst die Wertigkeit zugestehen kann.

Ich habe jahrelang auf einer Pritsche geschlafen, da ich der Meinung war, dass ich meinen Kindern den Vater nicht nehmen darf. Mir fehlte auch komplett der Rückhalt.
Auch bei mir erlernte Prägung.

Von daher ist es gut, dass du dir Unterstützung gesucht hast.

Du hast mehr verdient als deine Kellerbehausung. Und dass du dich weiterhin verpflichtet fühlst für die Tiere, kann ich verstehen.
Lass dich aber nicht ausnutzen für die Pflegefälle in der Familie.

#90


A


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