Zitat von DieSeherin:
ach, ich glaube nicht mal, dass ihm das bewusst ist. er zieht doch schon seit jahren sein ding durch, trampelt empathielos auf den gefühlen von Silence rum und scheint dann manchmal total verwundert zu sein, dass sie verletzt reagiert!
a depp halt...
Ich war nie Opfer. Ich war Komplizin .
Genau wie er habe ich dysfunktionale Muster in diese Beziehung eingebracht.
Ich habe in den letzten Wochen einige davon ablegen können.
Er beneidet mich darum . Er steckt fest an einem Ort voller Eis.
Meine Wärme fehlt ihm, doch er kann sich nicht mehr hineinfallen lassen.
Meine Depressionen waren nicht einfach nur unsexy.
Sie haben sein tiefstes Trauma getriggert.
Seine Mutter hat sich umgebracht als er ein kleines Kind war.
Niemand hat sich gekümmert.
Von seinem Vater erfuhr er Gewalt , Vernachlässigung und emotionalen Mißbrauch.
Wer aus so einer sch. kommt, muss schwer kämpfen.
Er ist ein Kämpfer . Er hat viel aus sich gemacht.
Er kann sehr liebevoll sein .
Bei meinen depressiven Schub habe ich nicht auf ihn geachtet .
Ich habe ihn getriggert . Ich schäme mich dafür.
Er hat versucht, seinen Fluchtimpuls zu stoppen.
Er konnte es nicht . Zu mächtig
Er hat keinen Harem gesucht , sondern Absicherung, um dem Gefühl emotionaler Abhängigkeit von mir zu entkommen .
Heute verstehe ich, dass es auch bei unserer ersten Trennung schon um meine Depressionen ging.
Von denen ich damals aber noch gar nichts wusste .
Ich weiss, das klingt jetzt wieder mega-dramatisch und einige werden mit den Augen rollen, warum ich nicht endlich was Vernünftigeres tue . Aber hey - wer nach 40 Jahren aus einem Drama aussteigen will, der hat eben was zu tun.
Ich arbeite wie blöde im Moment . Ich hole meinen ganzen verdrängten Seelenmüll aus dem Keller. Ich räume auf, Ich putze die Regale. Ich schaffe Platz für das Neue in meinem Leben, was zweifellos kommen wird . Ich arbeite daran, aus meinen Depris rauszukommen, indem ich mich besser versorge. Ich habe begonnen, mein soziales Netz zu erweitern.
Ich bin bei Tag 21. Drei Wochen, um in mir 40 Jahre zum Abschluss zu bringen, finde ich jetzt echt noch nicht übertrieben lang . Seid gnädig. Wenn ich in weiteren 3 Wochen immer noch Romane schreibe , dürft ihr mich ordentlich zusammenstauchen .
Meine Geschichte folgte bis hier einem Drehbuch, dem ich nicht entrinnen konnte. Nur, dass ich diesmal an allen Stationen bewusster war. Dinge besser , deutlich schneller und endgültiger gelöst habe. Naja, ok . Ich verstehe Eure Ungeduld . Ihr habt ja keine Ahnung, wie unglaublich zäh und klebrig das damals alles war .