Zitat von Bumich:Es nimmt einen großen Raum in dir ein, weil du es zulässt. Corona ist doch nicht Schuld daran. Mach dich nicht zum Opfer.
Corona ist aber nunmal schuld daran, dass meine komplette Freizeitstruktur hin ist. Zwei feste Abende je Woche mit Aktivitäten, die mir Freude machten plus diverse Highlights für meine Wochenenden. Alles futsch.
Klar würde ich auch um ihn kreisen, wenn das alles noch da wäre . Doch gäbe es weniger Zeiten dafür und mehr persönliche Erfolgserlebnisse in Form von: "Hey, Du hast geschafft, zumindest ein Weilchen in Deinem eigenen toll zu sein" . Im Moment habe ich das Gefühl , mir einen Wolf suchen zu müssen, um ein irgendwas zu finden .
Jahaa. Vergossene Milch beweinen ist mimimi . Ach trotzdem . Fühlt sich sch. an .
Zitat von Bumich:Und es ist nicht normal Angstattacken zu kriegen. Rede dir nicht ein das das normal wäre.

Ja, was denn nun ? Ist die Angst was, was da ist ? Ein Gefühl wie jedes andere, mit dem es zu arbeiten gilt . Oder ist sie was unnormales ?
Zitat von Silence_: Die Dinge , die ich liebe, sterben .
Zitat von Bumich:Glaube ich nicht. Sie verändern vielleicht ihre Form und ihr Aussehen. Aber sterben, das würde ja bedeuten das deine Liebe vorher gelebt hat.
Nee. Wenn ich sage, dass Dinge sterben, dann beziehe ich mich auf das Leben der Dinge, nicht auf das Leben der Liebe .
Nun kann man sich drüber streiten, ob "Dinge" wie eine freie Kultur- und Bildungsszene, oder freie kleine Bühnen, tatsächlich sowas wie ein Leben haben . Fakt ist - da steckt überall 'nen Haufen Idealismus und Jahre- teils Jahrzehntelanger Idealismus drin . Fakt ist - für mich ist nichts davon mehr im Zugriff. Und Fakt ist - ich schaue dem Pleitegeier beim Kreisen zu. Da ich halbwegs rechnen kann, ist der Ausgang vorhersehbar .
Die metaphysische Idee , dass alles einfach nur seine Form wandelt, ist tröstlich . Ändert nichts an meiner Trauer über den herrschenden Krieg. Dessen Kolateralschäden in meinen Augen riesig sind . Und der da ausgerufen wurde, um einem höheren Ziel zu dienen. Wie alle Kriege nebenbei.
Und mein praktisches , resultierendes Problem bedarf einer weltlichen Lösung. Es braucht was Neues . Und von alleine kommt das nicht .
Zitat von Bumich:Meditation ist nicht dafür da satt zu werden. Du kannst nicht satt werden. Unmöglich. Meditation ist dafür da, hinter dieses Unsättigungsgefühl zu schauen. Und nicht um wahllos Mist in sich reinzustopfen um dieses Gefühl von Leere zu sättigen. Nein, nein, nein. Das Sättigungsgefühl wird sie niemals einstellen.
Hmm. Ich kenne ja aber doch durchaus das Gefühl von emotionaler Sättigung. Ich kenne es ebenso wie den Hunger . Ich kenne es in seiner größten Tiefe im s. Erleben . Es ist warm . Es ist ein Gefühl von verbunden und erfüllt sein (Darf gar nicht drüber schreiben . So sehr vermisse ich es )
Wie auch immer .
Ich hätte jetzt gedacht, dass ich es in der Achse von Hunger und Sattheit ebenfalls mit einer Dualität zu tun habe .
Vielleicht aber denken wir an unterschiedliche Dinge ?
Wenn Du von wahllosem reinstopfen sprichst, dann lande ich gedanklich in einem gesellschaftlichen Kontext. Wo es in der Tat so aussieht, dass viele Menschen darauf getrimmt sind, nach wahllosem Mist zu streben, in der Hoffnung, dieser könnte den elementaren Hunger stillen . Mein Haus, mein Auto , mein Boot - viele leere Kalorien, die nach kurzer Zeit den Insulinspiegel nach oben treiben .