Drops81
Gast
Lese hier schon eine ganze zeitlang mit und habe mich entschlossen jetzt auch mein Leid zu klagen und mir Ratschläge oder Hilfestellungen zu holen.
Folgende Situation:
Meine Frau und ich sind seit 2011 zusammen und seit 2015 verheiratet. Wir haben einen gemeinsamen Sohn von 4 Jahren und einen Sohn aus Ihrer ersten Ehe mit 12 Jahren.
Bei unserem Kleinen war ich 3 Jahre in Elternzeit, habe danach bis heute Teilzeit gearbeitet und mich komplett um die Kinderbetreuung, den Haushalt (kochen, putzen, Holz machen, Gartenpflege) gekümmert. Meine Frau war Vollzeit arbeiten und hat die Wäsche gemacht da ich das angeblich nicht richtig mache
Unsere Ehe lief im letzten Jahr nicht wirklich gut. Hauptsächlich hat sie mir vorgeworfen, dass ich ausser den Familienausflügen und Urlauben nichts mehr mit ihr unternommen habe und sie sich dadurch vernachlässigt gefühlt hat. Auch dass ich in der Freizeit viel am Rechner gesessen bin und gezockt habe, hat sie anscheinend sehr gestört. Das muss ich mir auch vorwerfen lassen.
Ein klärendes Gespräch, bei dem sie sich mit mir an einen Tisch gesetzt hat und gesagt hätte so gehts nicht weiter, entweder wir ändern etwas oder es wird kaputt gehen fand leider nie statt. Meistens waren es nur versteckte Vorwürfe und Beschwerden, die ich allerdings komplett falsch gedeutet bzw ignoriert habe.
Am Rosenmontag hat sie mir dann von einem Moment auf den anderen mitgeteilt, dass es mit uns vorbei ist, da sie Gefühle für einen anderen Mann entwickelt hat, den sie wohl beim Eishockey kennengelernt hat.
Für mich ist erstmal eine Welt zusammengebrochen, da ich meine Frau trotz allem noch über alles liebe und nie auf die Idee gekommen wäre sie zu verlassen. Mir ist auch in den Sinn gekommen, dass das alles relativ ähnlich abläuft wie bei Ihrem Ex-Mann. Nur mit dem Unterschied, dass ich ihr damals ganz klar gesagt habe ich kann mich erst auf mehr einlassen wenn sie ganz klar und längere Zeit von Ihrem Ex-Mann getrennt ist. Dem jetzigen Neuen war das wohl eher egal
Alle Versuche meinerseits ihr zu erklären dass ich sie immer noch liebe und um unsere Ehe und Familie kämpfen möchte hat sie abgeblockt.
Sie sagt sie ist nun wieder glücklich und hat das was sie wollte und das möchte sie nicht mehr aufgeben. Auf meinen Einwand hin ob sie an unsere Familie und die Kinder gedacht hat meinte sie Wenn ich wieder glücklich bin, sind auch die Kinder glücklich
Das Problem ist, dass es für mich unmöglich ist auf die schnelle auszuziehen, da ich eine Wohnung von meinen Verwandten bekomme, darauf aber 9 Monate Kündigungsfrist einzuhalten sind.
Ich habe mich nun im Büro eingerichtet und sie schläft weiter im Schlafzimmer.
Wir verhalten uns soweit normal zueinander, streiten nicht und haben auch vereinbart den Kindern erst Bescheid zu sagen wenn mein Auszug ansteht. Sie geht nun regelmäßig zu Ihrem Neuen und ich mache auch wieder soweit möglich Sachen die mir Spaß machen. Der Haushalt und das Kochen wird ab sofort geteilt.
Meine Frage ist, wie sollte ich mich nun ihr gegenüber verhalten. Wie gesagt liebe ich sie immer noch über alles und möchte sie auch nicht aufgeben. Ich denke mir vielleicht hat sie sich nur verirrt, braucht jetzt einfach diese Abwechslung und merkt nach einer gewissen Zeit was wir aneinander hatten.
Ich bin aber natürlich soweit Realist, dass ich diese Chance als relativ gering ansehe aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.
Vielen Dank schonmal für eure Antworten.
