Ricky
Mitglied
- Beiträge:
- 5979
- Danke erhalten:
- 6474
- Mitglied seit:
Zitat von Leonie85:Das Hauptproblem ist einfach, dass Liebe mittlerweile einen völlig überzogenen Stellungwert hat. Liebe ist wichtig und schön, aber sie ist nicht der Sinn des Lebens, wie das heutzutage wahrgenommen und verkauft wird.
Dem widerspreche ich grundlegend gar nicht. Ich habe hier im Forum schon mehrfach die Romantisierung derselben angeprangert.
Zitat:Schon alleine, dass sich viele ausschließlich über Beziehungen definieren, zeugt doch davon wie traurig sich doch alles entwickelt hat. Die Antagonisten sind dann die, die keine mehr eingehen wollen, weil doof und aua wenn's nicht klappt.![]()
Ein depressives Verhältnis, weil das Selbst narzisstischer geprägt wird, dem ideologischen Wert nie gerecht werden kann, was letzten Endes zu psychischen Problemen führt. Ist nahezu vorprogrammiert. Kommt eben davon, wenn jeder einerseits glaubt, er sei "was Besonderes" und "toll" und haste nicht gesehen.
Zitat:Dafür gehts unserer Wohlstandsgesellschaft einfach zu gut. Sozialismus wäre in dieser Hinsicht sicher die "Lösung", hätte dafür andere Einbußen zur Folge.
Das hat weniger was mit politischer Richtung als mit Sozialisierung zu tun. Die Gratwanderung des Selbst ist halt abhanden gekommen, weil heute jedem Spacken gesagt wird: Verwirkliche Dich selbst. Damit baut man eben auch nen Druck auf, den viele gar nicht abzuschätzen wissen. Und so viele haben einfach auch nicht das Zeug dazu.
Zitat:Man mag es drehen und wenden wie man will, trotz Intelligenz ist der Mensch ein vertrotteltes Wesen.
Er ist vor allem ein ängstliches Wesen. Das ist eines seiner Grundprobleme neben der Intelligenz. Und dieses "Ich verpasse etwas", worauf ja Werbung seit den Anfängen zielt, ist im Moment offenbar höher denn je zuvor.