ysabell
Gast
Zitat:Ein Mann, der ständig um seine Autonomie kämpft und das womöglich mit unlauteren Mitteln (fremdgehen, ständiges fremdflirten, Bestätigung auf Onlinedatingseiten suchen ....) ist als dauerhafter Partner nämlich auch hochgradig unattraktiv.
naja, wenn ein Mann auf übertriebene Weise drum kämpfen muss, dann fehlt`s ja wahrscheinlich an echter Autonomie. Vor allem, wenn er keine anderen Wege findet, als die von Dir beschriebenen. Mal aus einer Lust heraus fremdflirten und all das- ja, aber wer das so intensiv betreibt, der braucht es vielleicht, um sich künstlich von seiner Süßen abzugrenzen.
Meine Erfahrung ist, dass ein selbstbewusster und in sich ruhender Mann meistens eine ganz natürliche Autonomie besitzt. Nicht so erzwungen. Er ist voll da, wenn er bei einem ist, lässt sich richtig auf die Beziehung ein, hat aber auch ein eigenes Leben, das er genießt. Das läuft ganz ohne Worte und große Unabhängigkeits- Demonstrationen ab. Man spürt einfach, dass er eine gewisse Unabhängigkeit hat. So einen Mann kann man auch einfach nicht zum Weichei machen, wie es hier genannt wird.
Für mich ist eher dieses sich nicht richtig einlassen ein Zeichen von Angst und mangelnder Autonomie- natürlich nur, sofern Liebe im Spiel ist.
Ein Mensch mit einem gefestigtem Selbst leidet auch wie ein Hund, wenn er verlassen wird, aber er traut sich im Gegensatz zum Bindungsphobiker zu, es zu überstehen. Darum sind solche Kerlchen für mich eher stark.
Zitat:Meine aktuelle Partnerin kann sich bei z.B. bei mir eine halbe Stunde über Probleme ihrer Arbeit auskotzen, wird aber oft fuchstteufelswild, wenn ich dann irgendwann anfange Lösungsvorschläge zu bringen. Darum geht es wohl oft gar nicht, sondern ich bin wohl einfach als Adressat der aufgestauten Emotionen gedachtVerstehe ich bis heute nicht.
Das war Thema in jeder meiner Beziehungen. Die Männer überspangen das Emotionale und LOS! Lösungsuche on! Strategien entwickeln usw. Bewundernswert, aber ich habe dann manchmal gesagt- bitte lass mich erstmal fühlen. . .
Mein Süßer: Öhm okay, und was soll ich jetzt TUN? Haha, gleich wieder handeln. Zu süß!
Ich wusste nicht, was da falsch läuft. Mittlerweile weiß ich es.
Sofern sie kein Typ Mensch ist, der nur jammern und nichts verändern will- gibt`s ja auch, lautet die Erklärung so:
Durch das Erzählen, die Anteilnahme, die geteilten Emotionen, Tränen löst sich nach wenigen Stunden meistens von ganz allein das Problem und Lösungswege ploppen aus dem Inneren auf
Ich erlebe das auch allein ohne Partner oft: ich bin völlig entmutigt, ratlos, oder sogar hoffnungslos. Ein Gefühlsstau in mir. Weine ich mich dann aus, sind danach die Fakten und Probleme die gleichen, aber ich bin dennoch wieder motiviert, Lösungen zu suchen, oder sehe gar, dass es alles doch gaaar nicht so problematisch ist
Verstehe ich bis heute nicht.
Ja scheint so zu funktionieren. Habe maximal ein Jahrzehnt gebraucht um das zu lernen, und kann jetzt durch geduldiges zuhören, dann zwei Minuten abwarten und erst dann Kommentare einzuwerfen viele Stress-Situationen souverän umschiffen.