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Gefühle weg nach 12 Jahren? Wars das wirklich?

GreenTara
@Maximus111
Zitat von Maximus111:
Und ich finde einfach, an so etwas banalem scheitert unsere Ehe

Das ist überhaupt nicht banal. Es liest sich, dass es nicht gepasst hat, auch, wenn ihr das glauben wolltet.

x 3 #106


Maximus111
@GreenTara

Es sollte normal sein, dass man das gibt, was man sich selbst wünscht. Gerade in einer Partnerschaft. Wir beide wollten es, doch jeder hat zum anderen geschaut und gewartet, dass der andere den ersten Schritt macht.

Unsere Ehe starb nicht durch zu wenig Liebe, sondern weil wir beide nicht miteinander reden konnten und uns dadurch immer mehr zurückgezogen haben. Die Liebe die da war, wurde nicht gesendet. Bis sie weg war, zumindest bei meiner Frau.

#107


A


Gefühle weg nach 12 Jahren? Wars das wirklich?

x 3


Hansl
Zitat von ElGatoRojo:
Frage ich mich manchmal auch. Eigentlich denke ich, dass doch auch für Frauen 1 und 1 einfach nur 2 sein kann. Und dann erstaune ich, weil man mir sagt, es ist 2 1/2.

Wow.
Genau diese Ausdauer und Hoffnung wollte ich auch schon mal erwähnen.
Warum ich an derartigen Diskussionen nebst Diskutanten nicht mehr teilnehme?
Weil manche Frauen eben genauso wenig repräsentativ für ihr Geschlecht sind, wie Männer für ihres.
Und manchmal ist sinnvoller mit einem Baum im Grünen zu reden.
Und Mann /Fraudebatten belegen doch nur die eigenen Probleme. Und für mich gilt eben die Realität, keine einzige Frau hat mir jemals absichtlich geschadet. Es gab und gibt nie eine Schuld.
Und ich glaube, jeder halbwegs mentale Mensch weiß was er am anderen Geschlecht hat. Und kann unterscheiden zwischen Feindseligkeit, Vorwurfsneurosen usw. und eben toxischem,L und dann eben reifen, halbwegs gesunden und erfahrenen Wesen.

x 2 #108


Hansl
Zitat von Maximus111:
Unsere Ehe starb nicht durch zu wenig Liebe, sondern weil wir beide nicht miteinander reden konnten und uns dadurch immer mehr zurückgezogen haben.

Ich glaube weiterhin Euere Verbindung war ziehmlich darauf aufgebaut, sich zu benutzen.
Natürlich, jeder interpretiert Liebe anders.
Und ich glaube, es gibt den Umstand dass zwei Menschen absolut tief miteinander reden könnten, können. Aber nicht wollen. Egal aus welchen Gründen.
Oder stark unsicher sind, sich nicht öffnen können, Angst.
Aber wenn man wirklich nicht miteinander reden kann weil die innere Chemie nicht passt, dann fehlt auch Liebe.
Mag Segs geben, aber sonst?

#109


Heffalump
Zitat von Maximus111:
Einfach nur unnötig.

Eine Erfahrung reicher

#110


GreenTara
@Maximus111
Zitat von Maximus111:
Unsere Ehe starb nicht durch zu wenig Liebe, sondern weil wir beide nicht miteinander reden konnten

Nicht miteinander reden bedeutet einander keinen Einblick in das Innere zu gewähren. Keinen Einblick zu gewähren bedeutet keine Verbindung zu bilden.
Nur das Äußere zu loben, zu wollen, dass das Äußere gelobt wird, ist zu wenig.
Deine Frau hat meinem Eindruck nach nicht einmal selbst Zugang zu ihrem Inneren. Was soll sie da teilen/mitteilen?

x 1 #111


Maximus111
Zitat von GreenTara:
@Maximus111 Deine Frau hat meinem Eindruck nach nicht einmal selbst Zugang zu ihrem Inneren. Was soll sie da teilen/mitteilen?

Ja. Und ich glaube, den hatte sie noch nie. Ich schreibe seit 2020 Tagebuch und wenn ich so durch diese Jahre blättere und nach dem Namen meiner Noch-Frau suche, muss ich entsetzt feststellen, wie oft ich bereits ab 2020 kritisch über sie schrieb. Dass ich mich missverstanden, zu wenig geliebt und geschätzt fühle, sie nicht mit redet, sie langweilig und lethargisch ist. Dass ich glaube, dass unsere Ehe tot ist oder das nicht mehr lange gut geht. Das ist krass. Das war mir nie so bewusst.

Und doch gibt es auch viele Einträge, in denen ich voller Liebe für sie strotze, Stolz und Dankbarkeit äußere. Was ich ihr vielleicht auch nie so gezeigt habe.

Mein Verstand sagt mir doch längst, dass es keinen Sinn hat, emotional an ihr festzuhalten. Das mit dem Loslassen ist halt so eine Sache, vor allem wenn man noch zusammenlebt und Kinder hat, das ganze Lebensmodell zusammenbricht. Das Herz wehrt sich noch dagegen. Vermutlich wegen des Potenzials, das wir nie abgerufen haben.

x 1 #112


ElGatoRojo
@Maximus111 Offensichtlich bist du ein strukturierter und pflichtbewußter Mensch, für den es sich gehört, seine Frau zu lieben. Nach dem,. was du schilderst, scheint ihr beide gegenseitig sehr reserviert miteinander kommuniziert zu haben. Vielleicht spielen eben doch die 10 Jahre eine Rolle, die du ihr voraus gewesen bist. So dass sie sich angepasst hat und du quasi als der Erfahrenere die Führung des Zusammenlebens übernommen hast. Kann sicherlich auch auf Dauer funktionieren, wenn beide in ihrer Rolle zufrieden sind und mitmachen.

Hier aber wollte sie offenbar doch mehr, als sie regeln konnte. Überforderung sucht Auswege. Was allerdings verwundert - das ihr beide das Indiz "kein Sex" jahrelang als unbeachtlich beurteilt habt.

#113


GreenTara
@Maximus111
Zitat von Maximus111:
Vermutlich wegen des Potenzials, das wir nie abgerufen haben.

Was soll sie denn abrufen, wenn sie nicht selbst kennt? Sich nicht kennen will, sondern vor sich selbst wegläuft? Dabei von ungenutztem Potential zu sprechen, halte ich für weit hergeholt. Wer seid ihr denn gewesen? Die schöne Frau, die ihm die Gestaltung überlässt, und der Macher, der sich um den Lebensstandard kümmert. Ein schönes Haus, ein guter Job. Nette Kinder. Ja, die Traumfamilie. Haben alle gedacht.
Hinter der Fassade lag die Seele deiner Frau in Trümmern. Keine Motivation, etwas zu verändern. Der Macher, der ja dadurch freie Hand hatte, hat auch nichts hinterfragt. Nicht richtig hingesehen. War ja am "machen". Bei deiner Frau macht der Autopilot schlapp. Und da spürt sie etwas: Das sie nichts spürt.
Es ist nicht deine Schuld. Jeder Mensch hat zunächst die Verantwortung für sich selbst. Es ist auch nicht Ihre Schuld, das ihr Wesen bereits in der Kindheit zurückgedrängt und blockiert wurde. Doch der Weg zur inneren Freiheit muss ein Mensch selber gehen. Am besten, bevor Verantwortung für andere entsteht.

x 4 #114


hotte
@Maximus111

Deine Beiträge erinnern mich sehr stark an die Art und Weise wie ich früher an Dinge heran gegangen bin. Die Reflexion ist sehr gut, das Selbstmitleid das durchschimmert aber nicht denn das ist in meinen Augen die eigentliche Herausforderung. Du bist auf der einen Seite sehr reflektiert, hat aber auf der anderen nicht kommunizierte Erwartungen (später mehr inkl. Beispiel). Das erinnert mich an das Buch "Nie mehr Mr. Nice Guy". Nice Guys sind nicht nett. Nice Guys kommunizieren nicht gerade heraus sondern lassen sich Schlupflöcher offen um im Zweifel zurückrudern zu können. ICH war ein Nice Guy und habe durch das Buch (und andere Bücher) viel über mich erfahren und vor allem wie wichtig die richtige Kommunikation ist.

Zitat von Maximus111:
Mir ist klar und bewusst, dass ich sie vernachlässigt hatte. Ich dachte immer, ich mache doch alles, kümmere mich um alles, unterstütze sie. Aber es war vermutlich zu wenig. Über zu lange Zeit. Ich habe "gelernt", dass es für Frauen schon ein Problem ist, wenn man sagt "ich helfe dir", denn das suggeriert offenbar, dass gewisse Themen "Aufgabe" der Frau sei, man aber die Einstellung an den Tag bringen muss, dass es gemeinsame Aufgaben sind. Ich erwähne das, weil ich inzwischen das Gefühl bekommen habe - nicht nur durch das Forum hier, sondern auch durch zu viele Instagram-Reels vermeintlicher starker Frauen, die ihre Trennung als Lifestyle-Produkt verkaufen - dass man als Mann eigentlich nichts mehr richtig machen kann. Just saying. Aber in unserem Fall habe ich vermutlich wirklich zu wenig gemacht. Mein Schwerpunkt lag darin, unseren Lebensstandard zu sichern, mich um das Haus und alles organisatorische Drumherum zu kümmern. Das Haus, die Finanzen, die Verträge, die Technik, den Haushalt, den vollen Kühlschrank, die Urlaubsplanung... lauter solche Geschichte. Dass meine Frau mit den Kindern völlig überfordert war sah und wusste ich, doch ich glaubte, dass ich hier eigentlich ebenfalls viel leiste. Ich muss gestehen, heute sehe ich das anders - es war zu wenig.

Das sind immer die zwei seite... Sender umd Empfänger. Du kannst dich noch so sehr bemühen, es wird Situationen geben wo dein gegenüber einfach alles anders versteht. Das liegt daran das wir unterschiedliche Hintergründe, Sichtweisen und Gefühle haben. Stell dir vor du malst eine riesengrosse 6 auf den Boden und zwei personen stehen auf gegenüberliegenden Seite. Die eine Person wird eine 6 sehen während die andere eine 9 sieht (ja, man könnte das verdeutlichen mit einem Punkt etc. aber in dem beispiel geht es um was anderes). Wenn beide nun miteinander reden, redet die eine Person von einer 6 und die andere redet von einer 9. Keiner von beiden hat unrecht aber wahrscheinlich werden sie sich nicht einig.

Zitat von Maximus111:
Aber. Und das ist die andere Seite. Meine Frau hat mir in 12 Jahren so gut wie nie gesagt, dass sie mich liebt. Tatsächlich war es so, dass wenn es in all den vielen Jahren mal "Spannungen" zwischen uns gab, sie daran erinnert habe, wann sie mir dies eigentlich zum letzten Mal gesagt hätte. Geändert hat sich dadurch nie etwas. Sie fühlte sich nicht von mir gesehen, aber ich kann mich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal etwas "liebes" zu mir gesagt hätte. Ein Zeichen der Liebe, ein Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung. Mir war das bewusst, aber meinem Unterbewusstsein noch viel mehr.

Du schreibst das du ihr "gesagt" (also quasi vorgeworfen) hast das sie nicht sagt das sie dich lieben würde. Im nächsten Absatz nach dem zitieren hast du gesagt das du es aber wahrgenommen hast. Stichwort verbale vs. nonverbale Kommunikation. Unterm Strich offenbart das in meinen Augen eine Unsicherheit in dir für die du eine (verbale) Bestätigung von außen brauchst. Das wäre dann auch gerne mal im "ängstichen" Bindungsstil mit integriert. Bei mir war es zumindest so ich empfinde da viele paralallen.

Zitat von Maximus111:
Ich glaube ebenfalls, dass meine Frau beziehungsfähig ist. Sie war immer in Beziehungen, immer langfristig. Sie war nie ein Party-Girl, hüpfte nie von Bett zu Bett, im Gegenteil. Aber sie rutschte immer in Abhängigkeiten. Habe ich sie klein gehalten? Wenn es so gewesen sein sollte, dann nie bewusst oder aus Absicht. Ich wollte eigentlich immer eine starke Frau auf Augenhöhe haben. Dies war bei meiner Frau nicht der Fall und trotzdem habe ich sie sehr geliebt. Ich habe sie vergöttert, war immer stolz auf sie. Trotz dessen, dass mir vieles fehlte. Vielleicht weil ich immer wusste, dass das Potenzial in ihr schlummert und wir es eines Tages fördern wollten. Ich habe geglaubt, dass vieles noch vor uns liegen würde und vielleicht deshalb auch meine Ehe aus dem Fokus verloren. Weil ich dachte, es ist noch Zeit.

Auch das ist sehr ähnlich bei mir. Ich versuche immer meinen Freunden und Partnerinnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen ohne auf jemanden angewiesen zu sein. Oft habe ich versucht zu unterstützen und mir eingebildet das ich damit helfe aber letztenendes habe ich ihr einfach sehr viel abgenommen. Es gibt manchmal menschen die das gar nicht möchten. Diese Menschen haben ein anderes Lebensmodell und man muss dieses Menschen ermöglichen ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

Zitat von Maximus111:
Und ja, ich sagte, es sei etwas banales - damit wurde ich jedoch missverstanden, denn ich finde das Kommunikation durchaus etwas banales ist. Jeder sollte in der Lage sein, zu sagen, was er denkt und fühlt. Das konnte ich jedoch nur begrenzt, meine Frau gar nicht. Daran ist es letztendlich gescheitert. Nicht nur alleine daran, aber zum Großteil.

Kommunikation, gerade zwischen den Geschlechtern aber auch zwischen unterschiedlichen Menschen allgemein, ist das schwierigste überhaupt. Ich bin jetzt 49 Jahre alt und jeder verdammte Moment meines Lebens hat dazu geführt das ich heute genau dieser Mensch bin der ich nunmal bin. Das macht mich einzigartig und wenn nur ein Erlebnis anders gewesen wäre könnte ich auch anders sein... ich sag nur Butterfly effekt.... (gute Film btw...)

Zitat von Maximus111:
Abschließend... ich bin ein Gefühlsmensch. Ich weiß, dass ich alleine für den Zusammenbruch unserer Ehe nicht verantwortlich bin. Dafür gibt es einfach zu viele rationale Gründe. Und doch fühle ich diese endlose Schuld. Warum habe ich es nicht klarer kommen sehen? Warum habe ich zu wenig gemacht? Was habe ich dieses und jenes nicht...? Es ist kein schönes Gefühl.

Niemand ist alleine verantwortlich. In der Regel sind es immer beide die mit ihren jeweiligen Anteilen beitragen. Diese Scham die du beschreibst, habe ich auch durchlebt.... und irgendwann erkannt dass das ziemlich arrogant ist. Ich war nicht alleine für die Ehe / Beziehung zuständig. Wenn man glaubt das man selbst alles in die Hand nehmen könnte, dann ist das fast schon übergriffig. Es grenzt an ein narzistisches Spektrum wen man(n) glaubt das man selbst alles alleine lösen könnte.

Schau bitte mal welche Themen bei dir noch aus der Kindheit übrig sind und sich gerade in die Bemerkbar machen. Ich will dir hier nicht die pauschale "Schuld" zuweisen, nur die Augen öffnen weil ich das alles schon durch habe...

Buchtipps die MIR geholfen haben (und die ich hier immer und immer wieder raushaue....)
Männerseelen (wie männer mit gefühlen umgehen bzw. wie diese zwischen den Geschlechtern aufgenommen werden),
Nie mehr Mr. Nice Guy (Klare kommunikation, verantwortung für die eigenen Bedürfnisse übernehmen)
Der ungezähmte Mann (schwierig zu beschrieben, sehr gläubig aber tolle ideen auf der Metaebene)

x 5 #115


Winza
Zitat von Maximus111:
Es gab Zeichen, die ich hätte erkennen können, aber hey...

Was waren diese Zeichen?

Zitat von Maximus111:
Ich weiß aber auch, dass sie hier sehr schlecht von ihrer Schwester beraten wird, die die Trennung feiert

Wieso denkst du dass sie schlecht beraten wird?

Zitat von Maximus111:
und sie sich in ihrer einfachen Art gerne vorstellt, dass das alles schon klappen wird.

Was meinst du mit einfach?
Einfach im Denken?

Zitat von Maximus111:
Sie fühlte sich von mir anscheinend kontrolliert, dabei habe ich sie nie kontrolliert - nie.

Hat sie gesagt warum?

Zitat von Maximus111:
Sie ist ein sehr lethargischer Mensch. Man muss sie führen, an die Hand nehmen. Von ihr aus kommt wenig.

Wie soll sie dann aktiv auf dich zukommen um an eurer Beziehung zu arbeiten?

Zitat von Maximus111:
denn auch hier war sie völlig unselbstständig wie bei so vielem.

...

Zitat von Maximus111:
aber sie kam nicht aus dem Saft, was mich extrem genervt hat.

Das zieht sich so durch.

Zitat von Maximus111:
Sie ist völlig unselbstständig. Sie ist auch völlig unbeholfen und war immer von mir abhängig.

Wie war das für dich?

Zitat von Maximus111:
Nur ist die Schwester ihr sehr ähnlich um es vorsichtig auszudrücken, daher kommen auch Ergebnisse dabei heraus, wo ich manchmal nur den Kopf schütteln kann.

Na ja, die beiden hatten die gleichen Eltern.
Worüber schüttelst du den Kopf?

Zitat von Maximus111:
Und eben weil sie so ist, wie sie ist, wird sie es brutal schwer haben in ihrem Leben.

Vielleicht auch nicht.
Und vielleicht ist ihre jetzt stattfindende Abnabelung von dir ein großer Schritt für sie.

Zitat von Maximus111:
Ich war immer zufrieden mit ihr.

?
Siehe bitte deine obigen Aussagen.

Zitat von Maximus111:
Abgesehen davon habe ich immer ihre Probleme gelöst.

Hat sich das gut für dich angefühlt?

Zitat von Maximus111:
Sie hat von sich selbst ein sehr verzerrtes Bild, widerspricht sich häufig selbst. Sie hat kein Selbstwertgefühl, braucht daher die Bestätigung von anderen. Sie fordert in einer Partnerschaft sehr viel, was ihr kein Partner auf Dauer wirklich geben kann.

Was fordert sie genau?

Zitat von Maximus111:
wenn ich berücksichtige, dass ich sie definitiv mehr geliebt habe als ihre eigene Mutter und auch ihre Schwester

Das ist eine andere Ebene zwischen Ehepaaren.

Zitat von Maximus111:
dass ich mir meiner Sache da viel zu sicher war und fast schon arrogant für mich selbst dachte "die würde mich nie verlassen, warum auch, sie hat doch alles, wo sollte sie denn hin?".

Hm...

Zitat von Maximus111:
Ja, meine Frau ist kein bisschen widerstandsfähig, emotional völlig instabil

Und doch 2 Kinder?

Zitat von Maximus111:
sitzt die Frau, die ich über alles liebte und liebe, erneut beim Anwalt. Mit ihrer Schwester, weil sie alleine nichts versteht und auf die Reihe bekommt

Sie bekommt es auf die Reihe dorthin zu gehen.

Zitat von Maximus111:
Ich werde dann die Tage wieder Post bekommen mit unverschämten Formulierungen und überzogenen Forderungen, die ich finanziell nicht tragen können werde.

Dafür gibt es Anwälte und auch Gesetze.
Damit es möglichst fair bleibt.
Vielleicht hast du andere Vorstellungen.

Zitat von Maximus111:
Sie hat außer Kindergeld nur wenig Einkommen, ist stark auf Unterhalt von mir angewiesen. Wie viel ich bezahlen kann, ist noch völlig unklar.

Wird berechnet werden.

x 2 #116


Blind-Meg
Zitat von Winza:
Wird berechnet werden.

Genau. Es geht nicht darum, wie viel du bezahlen "kannst", sondern es wird nach feststehenden Formeln berechnet, zu wie viel du verpflichtet bist.
Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt und ggf Kindesunterhalt. Für die ersten beiden gilt (grob): je höher euer Gehaltsunterschied in der Ehe war, umso größer fällt der Unterhalt aus. Hintergrund ist, dass ihr euch gemeinsam auf ein Modell geeinigt habt, in dem sie kaum eigenes Einkommen hat, und du damit eine gewisse Verantwortung für sie übernommem hast, die nicht einfach knall auf Fall abgelegt werden kann.
Kindesunterhalt richtet sich nach der Wohnsituation (wo leben die Kinder, bei wem zu welchem Anteil) und dem Alter der Kinder und deinem eigenen Einkommen. Stichwort Düsseldorfer Tabelle.

Insgesamt ist es ziemlich irrelevant, wie viel du zahlen "kannst" oder für angemessen hältst, weil das nicht du festlegst, sondern die entsprechenden Gesetzestexte und Formeln.

x 1 #117


Maximus111
Zitat von GreenTara:
@Maximus111 Was soll sie denn abrufen, wenn sie nicht selbst kennt? Sich nicht kennen will, sondern vor sich selbst wegläuft? Dabei von ungenutztem Potential zu sprechen, halte ich für weit hergeholt. Wer seid ihr denn gewesen? Die schöne Frau, die ihm die Gestaltung überlässt, und der Macher, der sich um den ...

Ja, das ist vermutlich sehr viel dran, du hast das sehr passend beschrieben. Das traurige ist, dass ich ihr immer geraten hatte, diese Themen aufzuarbeiten, aber sie wollte es nie. Ich ahnte nur nicht, dass dies irgendwann unser System zerstören würde.

x 1 #118


Maximus111
Zitat von ElGatoRojo:
@Maximus111 Hier aber wollte sie offenbar doch mehr, als sie regeln konnte. Überforderung sucht Auswege. Was allerdings verwundert - das ihr beide das Indiz "kein Sex" jahrelang als unbeachtlich beurteilt habt.

Wir hatten ja Sex, nur nicht sehr oft. Und wenn wir mal wollten, flippten die Kinder aus und Abend und Stimmung waren oft dahin. Haben uns beide zu wenig Mühe gegeben, uns mehr Zeit und Raum dafür zu nehmen.

x 1 #119


Maximus111
Zitat von Blind-Meg:
Insgesamt ist es ziemlich irrelevant, wie viel du zahlen "kannst" oder für angemessen hältst, weil das nicht du festlegst, sondern die entsprechenden Gesetzestexte und Formeln.

Ist alles bekannt, bin ja auch schon gut anwaltlich vertreten. Die Anwälte streiten sich jedoch noch wegen den abzugsfähigen Aufwendungen. Da liegen die Sichtweisen noch weit auseinander und der gegnerische Anwalt scheint kein Interesse zu haben, dass das ganze irgendwo mal eine einvernehmliche Lösung mit sich bringt. Vielleicht landet es doch noch vor Gericht.

#120


A


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