Zitat von ElGatoRojo:Wieder mal ein kerniger Satz aus dem Nalfschen Paralleluniversum am Ende des Ereignishotizonters eines black hole, in dem die Wirklichkeit verschwindet. So wie der Mann die Lethargie und Realitätsflucht seiner Frau beschreibt - und natürlich ist das erstmal so bis zum Beweis des Gegenteils - ist das keine Frau, mit ...
Da ist schon was dran, wobei ich es nie bereuen würde, sie geheiratet und Kinder in die Welt gesetzt zu haben. Meine Kinder sind toll, ich liebe sie unendlich und alleine sie sind es alles wert. Aber ja, der Hausbau war ein riesiger Fehler. Er hat mich erst emotional unter Druck gesetzt, als wir nach einer Immobilie suchten, dann finanziell, weil die Raten sehr hoch sind und dann auch jobtechnisch plötzlich alles in Gefahr war. Das konnte dann nur schiefgehen. Das Haus hat uns definitiv kein Glück gebracht, das habe ich ihr auch schon öfters gesagt.
Dass unsere erste richtige Ehekrise unsere Ehe gleich zerstören würde, hätte ich nie erwartet. Ich war mir sicher, wir sitzen trotz Höhen und Tiefen, fehlender Nähe, etc. fest im Sattel. Ich muss gestehen, dass ich mir meiner Sache da viel zu sicher war und fast schon arrogant für mich selbst dachte "die würde mich nie verlassen, warum auch, sie hat doch alles, wo sollte sie denn hin?". Das bereue ich zutiefst, das nur gedacht zu haben. Da habe ich mich völlig überschätzt und sie unterschätzt. Dennoch glaube ich auch, dass wegen so etwas keine Ehe scheitern muss. Ein einziges Gespräch hätte wohlmöglich gereicht, um das zu verändern. Ich bin niemand, der blind durchs Leben läuft. Aber ich sah ihre Zeichen nicht, die sie gestreut hatte. Und warum muss man als erwachsener Mensch überhaupt Zeichen platzieren statt einfach zu sagen, was man denkt und fühlt?
Ja, meine Frau ist kein bisschen widerstandsfähig, emotional völlig instabil und ich merke heute, dass ich sie in gewissen Dingen auch falsch eingeschätzt habe. Um es nicht missverstehen zu lassen: Ich möchte auf keinen Fall ihr die volle Schuld geben, das bringt alles nichts, aber fair mit mir umgegangen wurde hier definitiv nicht.
Was aber auch eine Rolle spielt ist dieses verdammte Instagram. Sie hing die letzten Monate vor der Trennung von morgens bis abends da drin und inzwischen erscheinen bei mir ja auch diese ganzen starken Frauen, die von ihrer Trennung erzählen und fast schon einen Lifestyle daraus machen. Die Frauen das Gefühl vermitteln, dass man sich gesehen fühlen muss. Es tut mir leid, das zu sagen, aber meine Frau hat mich auch nie gesehen. Da kam auch nie mal ein Kompliment, wenn ich mich schick zum ausgehen gemacht habe, oder einfach mal ein Kompliment "Du bist echt ein hübscher Mann" oder so etwas in der Art. Ich habe ihr das wenigstens ab und zu auf meine Art und Weise zu verstehen gegeben, aber es reichte nicht um "sich gesehen" zu fühlen. Meine Noch-Ehefrau ist für solche Reels aber stark empfänglich, fühlt sich dann vermutlich bestätigt, aber ich weiß genau, dass sie ihre eigenen Fehler einfach nicht erkennt.
Wir haben geredet. Über meine Fehler. Ich habe Schuld auf mich genommen. Ihr einen langen emotionalen Brief geschrieben, in dem ich ihr niedergeschrieben habe, was ich für Fehler erkannt habe und was ihr wirklich fehlte. Sie sagte nur "stimmt ja alles". Aber es kam kein Wort, wie sie die Dynamik in unserer Beziehung mitgestaltet und fehlgelenkt hatte. Kein Wort über eigenes Versagen.
Und wenn ich mir so selbst gerade zuhöre, frage ich mich echt, warum mein Herz nicht einfach loslassen kann. Ich habe wirklich was besseres verdient. Jetzt in dieser Minute sitzt die Frau, die ich über alles liebte und liebe, erneut beim Anwalt. Mit ihrer Schwester, weil sie alleine nichts versteht und auf die Reihe bekommt. Ich werde dann die Tage wieder Post bekommen mit unverschämten Formulierungen und überzogenen Forderungen, die ich finanziell nicht tragen können werde. Vielleicht ist es einfach wichtig, mir diese Realität immer wieder bewusst werden zu lassen, dass die Frau, die ich liebte, nicht mehr existiert.