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Gefühle weg nach 12 Jahren? Wars das wirklich?

Hansl
Zitat von Maximus111:
Wir waren das absolute Traumpaar. Unsere Trennung hat alle schockiert. Keiner hätte je geglaubt, dass wir uns trennen würden. Am allerwenigsten ich.

Klassiker.
Sie mit erstickter Kindheit, Jugend.
Dann Dich gefunden, um diese fehlende Welt, dieses tiefe Bedürfniss doch noch durch Nachbau zu bedienen.
Klar wird nichts.
Du wurdest benutzt und dann eben wieder entsorgt.
Ihr wahrscheinlich unbewusster Plan ging nicht auf.

x 2 #16


Heffalump
Zitat von kata_smiles:
überhaupt wusste, was sie sich wünscht, was sie bräuchte...
Und ob du wirklich zugehört hast

Weißt du wie Frauen Frust ausdrücken? Wenn Türen knallen.
Wie etwas in Worte fassen, wenn nie erlernt.
Viele glauben, der Partner kann das riechen oder bemerkt die knallende Tür.

Ehe ist kein Selbstläufer, ist harte Arbeit und sollte von beiden geleistet werden

x 1 #17


A


Gefühle weg nach 12 Jahren? Wars das wirklich?

x 3


ElGatoRojo
Zitat von Maximus111:
Ich bin knapp über 40 Jahre alt, meine Frau ist Anfang 30. Wir waren 12 Jahre ein Paar, davon 9 Jahre verheiratet. Wir haben zwei kleine Kinder unter 6 Jahren und leben seit ein paar Jahren in unserem Traumhaus.

Ja - vor zwölf Jahren war sie 18 bis 20 und jetzt - nach dem Verdorren der Beziehung - im besten Dating-Alter, angenommen hübsch und nicht mehr naiv. Ob da für den TE noch irgend etwas zu retten ist ist unwahrscheinlich. Also sollte er seine Maßnahmen ergreifen.

#18


unbel-Leberwurst
Zitat von Maximus111:
Sie könne mir nicht mehr vertrauen

Warum nicht?
Glaubt sie dir nicht, dass deine Verhaltensänderung von innen heraus passiert?

Mich macht dieser harte Schnitt doch einigermaßen stutzig, da klingt einiges vorgeschoben und du solltest nicht alles als Schuldzuweisung in deine Richtung annehmen.

Diese Endgültigkeit lässt mich eher an einen anderen Mann denken

x 3 #19


Liebeleben
@Maximus111 Das, was du erzählst, ist mir ganz genauso gegangen. Allerdings gute 10 Jahre später.
In den letzten Jahren haben wir nur noch in einer Wohngemeinschaft gewohnt. Davor eigentlich alles genauso wie bei dir beschrieben. Job, Hausbau, familiäre Probleme mit Pflegebedürftigen Eltern etc.… Wir als Paar haben uns über die Jahre verloren. Es ist nichts mehr geblieben. Ich habe das zigmal angesprochen, wurde aber zum Teil einfach auch nicht ernst genommen und nachhaltig geändert hat sich auch nichts. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem die Gefühle weg waren. Die Kinder wurden immer selbstständiger und ich habe festgestellt, dass, wenn die gehen, nichts mehr bleibt.

Ich habe dann einige Monate sehr gelitten, überlegt ob ich mich wirklich trenne und hab das dann schlussendlich durchgezogen, weil es für mich tatsächlich vorbei war emotional. Liebe kann man eben nicht erzwingen und das ist für mich die Voraussetzung für eine Beziehung.

Mein Mann war auch vor dem Kopf geschlagen, er hat mir, als wir gesprochen haben, in der allen Belangen recht gegeben und sich auch um 180° gedreht. Ich hab dann durchaus traurig festgestellt, dass es für uns zu spät ist, es wird die Next profitieren.

Außenstehende haben mich zum Teil verrückt erklärt, aber man sieht ja immer nie rein in die Beziehung.

Ich hätte viel früher viel deutlicher werden sollen, das muss ich mir tatsächlich im Nachhinein eingestehen. Vor ein paar Jahren hätte man das Ruder vielleicht noch rumreißen können.

x 7 #20


Maximus111
Zitat von Akelei76:
Du hast geschrieben, dass du Burn-Out-Symptome hattest. Was ist mit ihr? Könnten die fehlenden Gefühle auch daher kommen? War denn eine Eheberatung nie Thema? Was verschüttet (im Gegensatz zu tot) ist, könnte ja wieder gefunden werden. Oder wollte das sie das nicht? Abgesehen von allem: Es ist zu Ende was Ehe 1.0. ...

Hey, vielen Dank für die vielen interessanten Antworten. Ich möchte der Reihe nach auf ein paar Sachen eingehen.

Meiner Meinung nach hat sie sich auch völlig selbst verloren in den Jahren 2020 bis heute. 2020 musste sie aufhören zu arbeiten wegen der Schwangerschaft und Corona und war bis Mai diesen Jahres zuhause. Sie ging kaum weg, war nur für die Kinder da, ständig überfordert und müde, traf kaum Freunde und machte im Grunde nichts für ihre Selbstentwicklung. Sie war schon immer ein introvertierter Mensch mit wenig Hobbys und Lifestyle, eine Stubenhockerin sozusagen, was gar nicht abwertend gemeint ist. Ich glaube, dass es da in ihr ebenso gekippt ist. Parallel hatte ich eine Krise durch den ganzen Stress, ein massives berufliches Problem über eineinhalb Jahre und auch ich selbst suchte so ein wenig mich selbst. Es lag also nicht nur an meinem Burn-Out.

Ich schlug eine Eheberatung oder Paartherapie nach der Trennung zweimal vor, zuletzt im Mai, aber sie lehnt es strikt ab. Sie will es nicht, es sei nichts für sie, sie sei nicht der Typ, der sich jemand offenbart. Ich persönlich glaube, dass sie es meidet, ihre Kindheitsthemen wirklich offenzulegen, die sie bis heute nicht verarbeitet hat.

Zitat:
Ist ja auch die Frage, wie klar sie kommunziert hat bzw. überhaupt wusste, was sie sich wünscht, was sie bräuchte...

Und ob du wirklich zugehört hast.


Leider nein. Sie hat mir nie wirklich etwas gesagt. Ich sprach ab und zu mal was an, da schob sie es immer auf die Müdigkeit und den Stress. Wie es wirklich in ihr aussah hat sie mir verschwiegen. Ich glaube nicht einmal absichtlich oder bewusst. Es gab Zeichen, die ich hätte erkennen können, aber hey... mit 33 Jahren und als Mutter von zwei kleinen Kindern sollte man erwarten dürfen, dass man in der Lage ist seinen Mund aufzumachen und zu kommunizieren. Da habe ich sie leider völlig falsch eingeschätzt.

Zitat:
Wenn sie "einfach" zum anwalt gegangen ist und schon forderungen stellt, ist der drops in der regel gelutscht. Ihr hattet nichtmal die Möglichkeit euch auf eine "einvernehmliche Scheidung" zu einigen bei der nur ein Anwalt bezahlt werden muss und wo alles in der Regel über eine Scheidungsfolgenvereinbarung definiert wird. Stattdessen nehmt ihr euch nun beide einen Anwalt, die schreiben viele verletztende Briefe hin und her und es endet üblicherweise in einem Rosenkrieg

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Zitat:
Naja,mit zwei kleinen Kindern im Überlebensmodus mit chronischer Erschöpfubg und (für sie) fehlender emotionaler Nähe und sich Nichtgesehensfühlens gehen Lust und Beziehung flöten. Das ist keine Schuldzuweisung, das passiert extrem vielen Paaren. Müdigkeit, Stress, man verliert sich...nur du weißt, ob du da ...


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Dieser Schritt hat mich leider auch sehr enttäuscht. Ich weiß aber auch, dass sie hier sehr schlecht von ihrer Schwester beraten wird, die die Trennung feiert. Das sagt aber wirklich mehr über die Schwester aus, als über mich. Ich habe eine eigene Anwältin und es ist mir inzwischen auch egal, wie viel tausende Euro das kostet - es ist auch das Geld meiner Frau. Es bleibt dann halt am Ende nicht mehr viel übrig für sie, ist dann halt so. Ob sie sich ihren Handlungen wirklich heute schon vollends bewusst ist, mit allen Konsequenzen und ihrer Tragweite, bezweifle ich aber wirklich. Nicht aus meiner Naivität, sondern weil meine Frau gar nicht wirklich ahnt, was alles auf sie zukommen wird und sie sich in ihrer einfachen Art gerne vorstellt, dass das alles schon klappen wird.


Zitat:
Man kann ihr vorwerfen, den Mund nicht aufgemacht zu haben. Aber sie wird oft genug was gesagt haben, bloß nicht klar genug.


Leider nein. Sie hat wirklich nie etwas in diese Richtung gesagt. Nie. Nicht mal angedeutet. Das ist das, was mich so fertig macht. Dass man so leichtfertig eine Ehe auf den Müll wirft.

Zitat:
Warum nicht?

Glaubt sie dir nicht, dass deine Verhaltensänderung von innen heraus passiert?


Ich denke schon, dass sie es mir glaubt. Ich habe es ihr sehr fundiert erklärt und sie kennt mich, ich bin ein sehr reflektierter Mensch. Aber für sie käme es zu spät, die Gefühle seien nun weg. Wirklich erklärt hat sie es mir nicht. Aber ich muss es ihr glauben. Das mit dem Vertrauen habe ich nie wirklich verstanden. Sie fühlte sich von mir anscheinend kontrolliert, dabei habe ich sie nie kontrolliert - nie. Ich hatte gar nie den Grund, habe ihr immer blind vertraut. Sie baut sich ihre Geschichte, erzählt sie sich jeden Tag. Dagegen komme ich nicht an.

Zitat:
Diese Endgültigkeit lässt mich eher an einen anderen Mann denken


Sie verlässt das Haus kaum. Ich habe sie auch gefragt, sie sagte, da sei niemand und ich glaube ihr das. Ich denke, das würde ich dann schon merken, aber es gibt keine Anzeichen dafür.

Ich denke auch, dass der Drops gelutscht ist. Aber ich glaube auch, dass wenn sie ihre eigenen Themen nicht behandelt, die fehlende Liebe zu sich selbst, der ständige Drang nach Selbstbestätigung im Außen, Idealisierung und Projektion, dann wird auch ihre nächste Beziehung scheitern.

Ich hätte mir gewünscht, sie hätte Verantwortung für sich und ihre Ehe genommen und mich miteinbezogen, als es noch nicht zu spät war. So leiden nun vier Menschen, vielleicht noch mehr, wenn man die Großeltern miteinbezieht. Ich will ihr nicht die vollständige Schuld geben. Sie hatte recht mit ihren Vorwürfen, dass ich emotional nicht verfügbar war, sie nicht immer emotional gut behandelt habe (wir haben uns öfters mal angeschwiegen), ihr zu wenig Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt habe. Aber dass es daran nun zerbricht ist schon hart, denn das hätte man verbessern können.

x 2 #21


ElGatoRojo
Zitat von Maximus111:
aber hey... mit 33 Jahren und als Mutter von zwei kleinen Kindern sollte man erwarten dürfen, dass man in der Lage ist seinen Mund aufzumachen und zu kommunizieren.

👍

Die Verantwortlichkeit als Partnerin - kann man darüber diskutieren
Die Verantwortlichkweit als Mutter - hier wird sie lernen müssen, dass es Forderungen an sie gibt, denen sie sich nicht entziehen kann.

#22


GreenTara
@Maximus111
Ich halte deine Frau nicht unbedingt über einen gesund introvertierten Menschen. Eher für jemanden, der sich abgekapselt hat, aufgrund von nicht verarbeiteten Belastungen. Sir hat gelernt, die Dinge mit sich selbst auszumachen. Leider verliert man dabei schnell den Dialog nach außen.
Zitat von Maximus111:
Aber dass es daran nun zerbricht ist schon hart, denn das hätte man verbessern können

Abet sie war ja auch nicht bereit, ihre Baustellen zu bearbeiten. Mit "jetzt ist das Vertrauen halt weg" verlagert sie die Sache nur. Manchmal haben Menschen ihren Schmerz so tief vergraben, dass sie ihn selbst nicht wahrnehmen. Auswirkungen auf die Psyche hat es dennoch. Ich finde gut, wie du dich auf die Trennung vorbereitest. Ich glaube auch nicht, dass sie sich über dir Konsequenzen im Klaren ist. Wie sie dann in ihrer Überforderung reagiert, bleibt abzuwarten.

x 2 #23


Blind-Meg
Zitat von Worrior:
Wieso werden Männer bestraft wenn sie den Auftrag erfüllen der ihnen von der Gesellschaft auferlegt wird?

Weil die "Aufgabe, die Ihnen von der Gesellschaft auferlegt wird" oft nicht das ist, was die individuelle Frau sich von ihrem Partner wünscht.

Zitat von Jin:
Kommt das wirklich immer so aus heitem Himmel? Redet man vorher nicht mehr miteinander oder ignoriert man den anderen nur?

Ich glaube, in der Konstellation wie hier (Frau trennt sich, Mann sah es nicht kommen) kommt es tatsächlich häufig vor. Weil viele Frauen nicht deutlich aussprechen, was ihnen fehlt, sondern nur andeuten, sich zurückziehen, enttäuscht sind wenn der Mann nicht nachfragt oder auch den "Fehler" bei sich suchen, und währenddessen gehen wertvolle Jahre ins Land, die Distanz wächst, und wenn sie dann realisiert, dass es keinen anderen Ausweg als Trennung gibt, ist es dann wirklich schon zu spät. Und die Männer wundern sich dann, wieso sie sich "aus heiterem Himmel" trennt.
Dabei war der Himmel schon lange nicht mehr heiter, aber die Frau hats nicht laut genug gesagt und der Mann hats nicht gemerkt.
Also unterm Strich wirklich ein Kommunikationsthema. Zu wenig kommuniziert, nicht über die wirklich wichtigen Dinge kommuniziert, nocht deutlich genug kommuniziert.

x 4 #24


N
Zitat von ElGatoRojo:
Die Verantwortlichkweit als Mutter - hier wird sie lernen müssen, dass es Forderungen an sie gibt, denen sie sich nicht entziehen kann.

Sie sitzt seit 6 Jahren zu Hause. Mit kleinen Kindern. Konnte sich also 6 Jahre nicht entziehen.

Wenn sie jetzt einen Wochenendvater oder sogar ein Wechselmodell hat, bekommt sie Freiheit, die sie 6 Jahre nicht hatte.

Zitat von Maximus111 Sie verlässt das Haus kaum.

Zitat von Maximus111:
der ständige Drang nach Selbstbestätigung im Außen

Wie passt das denn zusammen?
Wenn sie ständigen Drang nach Bestätigung im Außen gehabt hätte, wäre sie doch keine 6 Jahre im Haus geblieben.
Oder interpretierst Du gerade ihr Ausbrechen als Ergebnis eines ständigen Drangs?
6 Jahre sind eine lange Zeit. Und wenn der Partner dann auch nur eine weitere Wand des Gefängnisses ist, bricht jede Fassade irgendwann. So verstehe ich auch, dass sie sich kontrolliert fühlt, wenn ihr zu-Hause-bleiben bei euch jahrelang der Normalzustand war.


Zitat von Maximus111:
weil meine Frau gar nicht wirklich ahnt, was alles auf sie zukommen wird und sie sich in ihrer einfachen Art gerne vorstellt, dass das alles schon klappen wird.

Warum traust Du Deiner Frau nicht zu, ihr Leben allein auf die Reihe zu bekommen? Hast Du ihr viel abgenommen? War sie nicht in alle Entscheidungen oder Vorgänge rund um Hausbau, Finanzen, etc. einbezogen?

Zitat von Maximus111:
Ich hätte mir gewünscht, sie hätte Verantwortung für sich und ihre Ehe genommen und mich miteinbezogen

Was Du Verantwortung nennst, ist im Grunde die emotionale Arbeit, die Beziehung zu führen. Du wolltest da dann einbezogen werden in "ihre Ehe", aber nicht selbst führen?

Fällt mir auf, weil sie ja selbst jetzt nach der Trennung noch nachfragt, ob was ist, wenn Du ruhig oder traurig bist. Und Du das als "sie interessiert sich kaum noch für mich" bewertest. Ich glaube, dass sie da schon ziemlich viel Beziehungsarbeit und Regulation geleistet hat und daher der Vorwurf, sie hätte keine Verantwortung übernommen, fehl geht. Sie will halt jetzt nicht weitere Jahre die Verantwortung für eure(!) Ehe übernehmen und hat sie abgehakt.

Das verstehe ich auch unter "ihr Vertrauen ist weg", weil Du trotz aller Reflektion und äußerer Veränderung die innere Einstellung, dass sie für eure Ehe und euer 6-Leben verantwortlich ist, aber Du nicht für ihre Müdigkeit oder Lustlosigkeit, sich nicht geändert hat.

Der eine nennt das Resilienz, der andere Leidensfähigkeit, der dritte Selbstaufgabe. Nur indem sie ihre Selbstaufgabe beendet hat, bist Du ja auf die Idee gekommen, auch Dich selbst wieder besser zu pflegen und wärst jetzt theoretisch auch in der Lage, sie und eure Beziehung wieder besser zu pflegen. Ich glaube nicht, dass es ohne ihren Paukenschlag dazu gekommen wäre. Auch wenn es jetzt im Moment alles Mist und schmerzhaft ist, hat sie im Grunde durch die Trennung euch beiden die Chance gegeben, wieder zu leben und glücklich zu werden, statt zu überleben und den anderen für das eigene Unglück verantwortlich zu machen.

x 7 #25


ElGatoRojo
Zitat von Blind-Meg:
Weil viele Frauen nicht deutlich aussprechen, was ihnen fehlt, sondern nur andeuten, sich zurückziehen, enttäuscht sind wenn der Mann nicht nachfragt ......

Mich wundert allerdings auch, dass ein Mann das Ende als "aus heiterem Himmel" empfindet, wenn seit vier Jahren im Bett kaum noch etwas läuft er mit 40, sie mit 30. Welche Ansprüche haben dann allerdings beide?

#26


H
@Maximus111

Erstmal finde ich es schön, wie reflektiert du (mittlerweile) zu sein scheinst und dass ihr trotz der Situation wertschätzend, ruhig miteinander umgeht.

Eure Geschichte liest sich irgendwie auch traurig. Vielleicht weil Potential da gewesen wäre, aber die Beziehung leider doch unter den Herausforderungen des Alltags/des Lebens zerbrochen ist.

Gleichzeitig scheint ein Verlauf wie der eure, oft vorzukommen...

Die Frau, die sich nicht mehr gesehen fühlt, nicht mehr geliebt, nur noch als Mama, nicht mehr als Partnerin. Vielleicht sogar das Gefühl hat, mit vielem alleine gelassen zu werden, als selbstverständlich und immer funktionierend gesehen wird. Der Geduldsfaden ist oft sehr lange. Doch mit jedem einzelnen dieser Gefühle stirbt irgendwann das große Ganze. Es bleibt nichts mehr übrig. Das ist dann der Tag, den der Mann nicht hat kommen sehen und total überrascht ist.

Manche Frauen sprechen es zuvor immer wieder (vergeblich) an, oder kritisieren wiederholt Verschiedenes.

Du sagtest allerdings, deine Frau hätte gar nichts verlauten lassen. Vielleicht hast du vieles nicht wahrgenommen.

Vielleicht hättet ihr tatsächlich die Kurve bekommen können, wenn eure Kommunikation besser gewesen wäre.

Aber, was gewesen ist gewesen.

Du hast sehr viel verändert, dich persönlich weiterentwickelt (das ist doch super), wohl auch in der Hoffnung auf ein Comeback. Letztlich wird sich das sehr positiv auf dein weiteres Leben und deine Beziehungen auswirken. Wie zum Beispiel der Beziehung zu deinen Kindern - du schreibtest ja, du bist mittlerweile viel präsenter. Somit hat also auch eine nicht so schöne Erfahrung, einen positiven Effekt, unabhängig davon ob es tatsächlich eine Reunion zwischen euch geben könnte.

Ausschließen kann man es nie. Jedoch spricht die Erfahrung und ihre Entschlossenheit eher dafür, dass sie da tatsächlich wahrscheinlich emotional abgeschlossen hat.

Wäre es nicht möglich, dass du vorübergehend anderweitig unterkommen könntest? Einfach damit jeder etwas Abstand bekommt und zur Ruhe kommt? Das würde euch beiden sicherlich nochmal zu mehr Klarheit verhelfen.

Vielleicht würde dir der Abstand auch dahingehend gut tun, weil du deinen Schilderungen zufolge, eher ein aktiverer Typ bist als sie und dir das zu neuen Möglichkeiten verhelfen könnte und somit auch dazu, dass die Traurigkeit etwas nachlässt.

Gib dir Zeit. Alles muss verarbeitet werden. Ich wünsche dir/euch, dass ihr einen guten Weg für euch findet 🍀

Und hier zu dem ein oder anderen User, bei dem etwas Aufklärungsbedarf besteht:

Zitat von ElGatoRojo:
aber sie ist nicht fähig, es mit der Sorge für zwei Kinder mitzutragen und gibt auf. Mich wundert jedesmal bei diesen hier zu oft auftauchenden typischen Stories, dass Männer jahrelang sich am Nasenring durch die Wüste der Enthaltsamkeit ziehen lassen durch eine Partnerin, die nicht mehr mitmacht, weil ihr das zu viel wird mit Haus und zwei Kindern - eben das, was sie auch so wollte..


Zitat von Worrior:
Wieso werden Männer bestraft wenn sie den Auftrag erfüllen der ihnen von der Gesellschaft auferlegt wird?

Kann ich euch sagen: Weil manche Männer oft Kinder wollen, wie Kinder Haustiere. Und denken, mit "Anschaffung" dieser, sei ihr Soll größtenteils getan.

Zitat von ElGatoRojo:
Mit 40 ohne Sex? Wie glauben Ehefrauen funktioniert das, wenn man verheiratet bleiben will ?

Hmmm ich kann dir gerne erklären, wie Frauen oft funktionieren, damit du verstehst, was ein Grund dafür sein könnte, weshalb sie keinen Sex mit dir will.

Eine Frau muss sich oft geliebt fühlen um Sex zu haben. Ein Mann fühlt sich oft geliebt durch Sex.

Bedeutet, du als Mann musst etwas in "Vorleistung" gehen 🤷‍♀. Wenn dir das nicht gelingt, weil du den Anspruch hast, deine Frau sei zu körperlicher Nähe verpflichtet, dann hast du das Prinzip einfach nicht verstanden 🤷‍♀.

Und dann kann passieren das nichts mehr läuft. Sie fühlt sich nur noch als Küchenmöbel und da kommt selten Anziehung auf.

Viele Frauen hätten schon Lust - aber eben nicht mehr auf den eigenen Mann.

Klingt hart, ist aber oft so.

Natürlich kann es auch andere Gründe geben - Hormonelle zum Beispiel.

Aber wusstet ihr, das Stress zum Beispiel, absolutes Gift für die Hormone ist?

Heißt im Umkehrschluss - je entspannter die Frau, umso höher die Chance dass sie Lust auf Sex hat 😉😉😉.

x 4 #27


ElGatoRojo
Zitat von Maximus111:
ei, die Luft raus wäre, zu viel Negativität zwischen uns entstanden sei und es sich für sie einfach nicht mehr richtig anfühle. Sie sagte sogar, ich hätte zwar immer alles für sie getan, aber eben nicht das, was sie eigentlich gebraucht hätte.

Tja - wann ist Schweigen als Zustimmung zu interpretieren? Hört sich ziemlich nach konstruierter Ausflucht an
Zitat von Hailey12:
Bedeutet, du als Mann musst etwas in "Vorleistung" gehen . Wenn dir das nicht gelingt, weil du den Anspruch hast, deine Frau sei zu körperlicher Nähe verpflichtet, dann hast du das Prinzip einfach nicht verstanden

Dese Banalitäten sind mir nun wirklich nicht neu und du erzählst auch nichts sensationelles damit. Mich wundern immer nur die Paare, die nach vier sechslosen Jahren endlich mal auf den Trichter kommen, dass ihre Beziehung im Eimer ist. Gilt hier für ihn und für sie gleichermaßen. Vier Jahre im Treibsand des Untergangs und keiner von beiden kommt in Action.
Zitat von Hailey12:
Viele Frauen hätten schon Lust - aber eben nicht mehr auf den eigenen Mann.

Sein Geld nimmt sie aber mit und den Komfort, den er bezahlt?

#28


H
@ElGatoRojo

Zitat von ElGatoRojo:
Mich wundern immer nur die Paare, die nach vier sechslosen Jahren endlich mal auf den Trichter kommen, dass ihre Beziehung im Eimer ist.

Das sehe ich auch so.

Zitat von ElGatoRojo:
Sein Geld nimmt sie aber mit und den Komfort, den er bezahlt?

Sein Geld? Es ist seine Aufgabe die Familie zu ernähren, wenn sie sich um die Kinder kümmert. Was meinst du was Carearbeit kosten würde, wenn man sie berechnet? Da kommen die meisten Männer doch recht günstig weg. Und Komfort? Gehts da um Luxusreisen und teuren Schmuck? Hab ich was verpasst?
Und meinen Satz, dass viele Frauen schon Lust hätten auf Sex nur nicht mit ihrem Mann, sowie den Hintergrund dessen, wolltest du jetzt wohl wieder nicht verstehen. Setzen 6! Aber ich mein die Zahl 😅 (Denn das würden manche Männer ja auch noch falsch auffassen 😅)

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unbel-Leberwurst
Zitat von Maximus111:
Sie war schon immer ein introvertierter Mensch mit wenig Hobbys und Lifestyle, eine Stubenhockerin sozusagen


Zitat von Maximus111:
der ständige Drang nach Selbstbestätigung im Außen,

Wie passen denn diese beiden Zitate zusammen?

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A


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