Zitat von hwo58:@vegetari, kuddel und Tanie
Ihr alle habt irgendwie in Aspekten Recht. Bin inzwischen wieder zu Hause (im wörtlichen Sinn) gelandet.
Gespräch mit meiner Frau gäbe es auch. War wieder eher ein Schlagabtausch, aber nicht so ganz destruktiv wie sonst. Ich hatte gesagt, ich könne und wolle so nicht weiterleben wie in einer WG oder als Bruder und Schwester. Ich wolle wieder mehr Nähe. Das hat meine Frau so auch für sich bestätigt, gleichzeitig aber auch gesagt, sie fühle sich leer und kraftlos. Auch der Ausdruck Depression kam von ihr selbst.
Gleichzeitig habe ich gestern und heute mich im Internet schlau gemacht, und nach "Reha Ehe beendet Scheidung" gesucht. Erschreckend war, dass das ganze Internet voll exakt dieser Situationen ist. Insofern bin ich da wohl eher der Standard fall, als etwas Besonderes. Das macht mich jetzt echt nachdenklich. Viele, ganz viele Beziehungen scheinen von Reha-Heimkehrern beendet worden zu sein, weil da eine AF/AM war, nur um wenig später festzustellen, dass das nichts war, aber das ganze Leben zusammen gebrochen ist.
@ hwo58
das liegt NICHT an der Reha an sich - sich mit anderen Menschen zu treffen, ist überall gegeben.
Und. es ist ein Mythos, dass Reha´s der "Ehebrecher" schlechthin wäre - da war vorher in der Ehe schon was "nicht mehr in Ordnung". Und hole dir nicht die "Bestätigung" im Internet, dass Reha´s
die Ehe-Killer, Beziehungskiller sind - das stimmt nicht. Du wirst wissen, ob vor deiner Reha in der deiner Ehe alles in Ordnung war - oder nicht.
Eine Reha - die lässt halt das Fass eher zum überlaufen bringen, weil Frau/Mann dort viel eher "versteht", was Frau/Mann einander zu sagen haben. Außerhalb von Reha´s geschieht genau das gleiche. und schon ist es passiert.
Was es auch gibt - es bahnen sich sogar Ehen an. Frau und Mann kommen als Single in eine Reha, lernen sich kennen und lieben. Im nächsten Jahr in der Reha - ich war auch wieder dort. waren die beiden verheiratet, ein Kind war unterwegs. Die Frau und der Mann - beide vom Krebs gezeichnet. und das glücklichste Paar der Welt. (Beide hatten gute Voraussetzungen, wieder gesund zu werden!)
Dass sich Betrogene leer und kraftlos und ausgebrannt vorkommen - ist das nicht normal?! Betrogene müssen damit umgehen lernen, betrogen worden zu sein. dass das traurige Zeiten nach sich zieht - wundert dich das? Stelle dir mal nicht vor, wie das umgekehrt wäre - du als Betrogener.
Ob traurig sein, niedergeschlagen sein, immer gleich mit "Depression" zu bezeichnen ist - sicher nicht. Diese Diagnosen stellen Profis.
Ja. du wirst abzuwarten haben, ob und wie deine Frau mit der Situation umgehen kann. Deine Wünsche und Vorstellungen wirst du äußern können - mehr aber auch nicht. Ob deine Frau davon etwas annehmen möchte. drängen geht nicht. Dass du null Ansprüche stellen kannst - auch das
muss dir klar sein/werden. Abwarten ist das einzige, was dir bleibt.
Nein. nicht Reha´s sind verantwortlich für´s fremdgehen - Club-Touren sind es nicht. oder oder
oder ist es auch nicht. ,-) Es sind die "schwächelnden" Menschen, die schwach werden und in der Phase, in der sie "schwach" wurden.
. die Konsequenzen daraus keine Rolle spielen. Doch die lassen sich nun mal nicht umgehen.
Muss es immer gleich der Profi sein, der beratend zur Seite steht? Es kommt eh zu "Tabula Rasa",
bei dem die Karten auf den Tisch kommen. Ob die im Gespräch - kontrovers und offen und ehrlich geführt - ohne Vorwürfe auf den Tisch kommen, oder mit einem "vermittelnden" Profi - ist das nicht erst mal ausreichend? Ein Profi kann immer noch eine Option sein! Hier im Forum wird sehr schnell zur professionellen Hilfe "geraten".