Vielen Dank für eure Meinungen! Ich werde das ganze noch etwas sacken lassen und in ein paar Tagen erneut drüber nachdenken.
Zitat von Scarlett2016:
Und viel wichtiger: Du siehst ihn als "Verstärker" Deiner Depressionen (kennst Du die Ursache?).
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Einfach auszuziehen, weil "Mama es so will" und dann weg ist sehr verantwortungslos. Wie haben Eure Kinder heute auf ihn reagiert?
Die Ursache konnte ich bisher nicht wirklich ergründen. Ich bin wohl genetisch vordisponiert, da in meiner Familie mütterlicherseits quasi jede Frau mehr oder weniger stark an Depressionen erkrankt war - die erste schlimme Phase bei mir stellte sich nach dem ersten Beziehungsjahr mit meinem Ex ein. Da ich vor der Beziehung noch nicht damit zu tun hatte, in der Beziehung bzw Ehe aber sehr häufig, möchte ich rückblickend behaupten, dass er/sein Wesen/unser Umgang miteinander in irgendeiner Art und Weise daran beteiligt ist/sind.
Was auch bezeichnend ist: normalerweise wirkt eine Trennung ja bei depressiven Menschen wie ein Trigger für eine Verschlechterung - nach unserer letzten Trennung blühte ich innerhalb Wochen auf und hatte keinerlei Probleme mehr.
Thema Kinder: Er betonte erneut, dass ihm ein guter Kontakt zu den Kindern sehr wichtig ist und dass sie ihn jederzeit besuchen können - begrüßte Sie heute aber doch für meinen Geschmack sehr spärlich. Ebenso spricht er die ganze Zeit davon, mit unserem mittleren, am meisten betroffenen Kind reden zu wollen und ihm das ganze zu erklären - tut es aber nicht. Gelegenheiten gäbe es ausreichend, er wohnt und arbeitet nur wenige Gehminuten entfernt.
Die Kinder selbst haben noch nicht den Wunsch geäußert, ihn besuchen zu wollen, obwohl ich sie regelmäßig darauf aufmerksam mache, dass sie es gerne jederzeit tun können.
Aber dieses Verhalten kenne ich bereits von der letzten Trennung - er gibt sich nach außen sehr sehr fürsorglich, setzt dies aber nicht 1:1 um. Er vernachlässigt die Kinder nicht und kümmert sich - aber statt des Superdaddys ist er mehr so der Pflichtprogramm erfüllende Normalo mit großen Worten, denen keine Taten folgen. Stört mich nicht, er konnte auch schon vor der Trennung nicht viel mit den Kindern anfangen.