Zitat von Lilly1981:
Man kann hier nicht jeden Thread in Frage stellen. Also glaube nicht, das es gelogen ist. Die TE sucht in einem anderen Thema nach Menschen, die die gleiche Erfahrung gemacht haben. Finde ich echt schade, wie dieses thread auseinander genommen wurde, und das es scheinbar nötig ist, sich gegenseitig an die Gurgel zu springen, nur weil man nicht der gleichen Meinung ist. Und nein, ich bin nicht gekränkt. Aber weiß das Wut im Betrug einen zu Dinge verleiten kann, die man später bereut wenn man klarer ist.
Das stimmt. Aber wenn ich Erfahrungen und andere Sichtweisen suche, sollte ich diese auch mal irgendwann beherzigen-es sei denn, ich wollte nur Zustimmung.
Hier wurde mehrfach und gut nachvollziehbar gegen eine Racheaktion plädiert. Leider ohne Erfolg. Das nenne ich dann schon mal einfach nur noch blinde Wut und diese blinde Wut war noch nie eine gute Idee. Abgesehen davon, dass sich die Aktionen mal eher gegen den Göttergatten richten sollten-er hat sie betrogen und nicht die (wie auch immer zu bewertende) Pfarrerin.
Es ist meiner Meinung nach legitim, das Eine zu predigen und das Andere zu tun. So eine Predigt ist ja nur eine Vermittlung der Werte des jeweiligen Glaubens. Ob ich die Werte für mich anerkenne oder nicht, bleibt jedem Menschen überlassen. Ich denke schon, dass man die Pfarrerin nicht nur danach beurteilen darf, dass sie an der einen Stelle mal schwach geworden ist. Wahrscheinlich hat sie an anderer Stelle sehr viel mehr Gutes im Sinnes ihres Glaubens geleistet und nie die Aufmerksamkeit dafür bekommen, die ihr nun ihr Fehltritt beschert. Insofern ist es verlogen, den Menschen nur nach dieser Schwäche zu bewerten.
Mein Mann ist Mediziner und hat geraucht. Natürlich hat er allen Patienten davon abgeraten, zu rauchen. Weil er eben weiß, was das Rauchen für Konsequenzen haben kann. Darf er jetzt nicht mehr anderen helfen? Sollte er jetzt seine Approbation verlieren? Mal abgesehen davon, dass er das Rauchen selbst für eine schlechte Idee gehalten hat und jetzt Nichtraucher ist.
Ich finde das durchaus vergleichbar.
Fakt ist: die TE hat mit ihrem Mann zusammen die Ehe in den Sand gesetzt. Er hat ein Ventil gesucht und das bewusst unter Gleichgesinnten. Es hätte nun Jede sein können-geändert hätte sich nichts: im Ergebnis hat er seine Frau betrogen und damit seine Frau verletzt. Warum sich jetzt darauf konzentriert wird, das Leben der Frau, die er dazu benutzt hat zu ruinieren, erschließt sich mir dabei nicht. Dies ist nur aus einem niederen Beweggrund erfolgt und wird möglicherweise (wenn es so weitergeht) auch zu strafrechtlichen Konsequenzen führen.