Zitat von mitBauchweh: Es ist nicht leicht, sich die Weiblichkeit zu bewahren, wenn man z.B. als Führungskraft erfolgreich ist. Das tägliche berufliche Umfeld ist (je nach Branche) überwiegend männlich. Frauen übernehmen (notgedrungen) männliche Verhaltensweisen um beruflich überhaupt erfolgreich sein zu können und behalten diese nach Feierabend bei, wenn es ihnen nicht bewußt ist. Es ist ein schleichender Prozess.
Lässt also einen "entweder/oder"-Schluss zu...
Ich kenne toughe Frauen in Führungspositionen, die ich aber nicht wirklich privat einschätzen kann. Aber die persönliche Seite von ihnen und ihre Wirkung auf mich, kann ich hier mal wiedergeben.
Nummer 1: klein, unscheinbar, fachlich brilliant und ein "Genie", Workaholic, strategisch-analytisch und durchsetzungsstark, wenn es drauf ankommt.
Persönliche Einschätzung von mir: feminin wie ein Stock, emotionale Intelligenz auf dem Niveau eines Eisberges und permanent im Battle mit Männern auf ihrer Ebene (die sie meist gewinnt). Teils habe ich das Gefühl, sie muss sich permanent behaupten. Nicht nur den Männern gegenüber sondern auch sich selbst. Da wird meiner Ansicht nach viel kompensiert.
Nummer 2: tolle Frau, tough, fachlich mega, emotional-intelligent und ich sehe trotzdem eine sehr feminine Art an ihr. Sie füllte ihren Posten (Führung) wirklich toll und auf eine "weibliche" Art und Weise aus. Warm, herzlich aber doch auch sehr bestimmt. Mir gefiel ihr Führungsstil sehr und sie war die beste Führungskraft in meiner Karriere.
Ganz pauschal kann ich sagen: die besten Führungskräfte die ich hatte waren Frauen.
Ich glaube schon, dass es ein Kunststück ist, sich als Frau die feminine Art und Seite zu bewahren, wenn man im Job in der Behauptung stehen muss. Schade eigentlich.