Zitat von ommsen:Hallo zusammen, ich habe mich frisch angemeldet, da ich mir externen Input vorrangig von Frauen wünsche, die mir ihre Sichtweise geben, damit ich meine Sichtweise und die meiner Frau damit abgleichen und mich ggf. anders verhalten kann. Grundsetup: Ich lebe mit meiner Frau und unserem gemeinsamen Sohn (4) in einem ...
Ich finde deine Vorgehensweise sehr gut. Du bist reflektiert, machst dir Gedanken dazu und gibst ja zu, dass du deiner Ex die Möglichkeit geben wirst, als Mutter eures Kindes, deine Partnerin (wenn es dann so sein soll) kennenzulernen. An deiner Stelle würde ich das Ihr gegenüber auch so sachlich es auch geht argumentieren.
An erste Stelle solltest du natürlich deinen Sohn in Schutz nehmen. Du wirst vermutlich sehr langsam und vorsichtig vorgehen, eine neue Partnerin Schritt für Schritt in euer Leben (deinem + Sohn) zu lassen. Wichtig ist, dass du erstmal selber in den Alltag des 50/50 Modells findest. Ein gesundes Fundament aufbaust (Wohnung, Haus, Alleine mit Sohn, Alltag etc.), dass deinem Sohn die notwenige Sicherheit im Wechselmodell bietet. Wenn dies geschehen ist, würde ich ganz langsam damit anfangen deine Partnerin zu integrieren (wenn es dann sein soll). Warum solltest du deiner Ex bereits Infos über eine „potentielle“ Partnerin geben, wo du selber noch nicht genau weißt, ob diese auch irgendwann mal eine Rolle im Leben deines Sohnes spielt. Um es auf den Punkt zu bringen, wenn es für dich und dein Leben mit Kind noch nicht 100 % feststeht, bringt es meiner Meinung nach Garnichts, wenn deine Ex bereits mehr weiss. Bringt es Ihr etwas, wenn du nach weiteren vier Monaten feststellst, dass das nichts taugt?
Was ich allerding legitim finde, ist deiner Ex zu sagen, dass du Ihr eine neue Frau in deinem Leben vorstellen wirst, sobald diese auch am Leben deines Kindes teilnimmt. Da du selber noch nicht sicher bist, bringt es doch absolut nichts, wenn deine Ex mehr weiss. Es würde meiner Meinung nach sogar ein Risiko sein, dass Mama mit dem Kind über ungelegte Eier sprechen könnte. Nur eine Vermutung, da ich natürlich den Charakter deiner Ex nicht kenne.
Eine langsame Kinderintegration ist ja dafür gemacht, dass man sich seiner Sache erstmal selber sicher sein sollte, bevor man das Kind integriert. Auch wenn man sich nie sicher sein kann, kann man jedoch nach einer gewissen Zeit prognostizieren, ob die Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen Trennung minimiert werden kann. Das erkennt man ja meistens daran, wenn man aus der Verliebtheitsphase im Alltag ankommt. Ziel dabei ist ja, dem Kind erneut den Verlust einer liebevollen Person (Bezugsperson) zu ersparen bzw. das Risiko so weit es nur geht zu minimieren. Besonders nach der Trennung der Eltern.
Daher mein Rat, so lange dies Frau keinen Einfluss auf eure gemeinsame Vergangenheit hat (Kind) solltest du meiner Meinung nach aus Selbstschutz, sowie Schutz des Kindes gegenüber, Anonymität wahren. Wie deine Ex mit dem Thema im gemeinsamen Bekanntenkreis umgeht, sollte nicht dein Problem sein. Es ist zwar wirklich „reflektiert“ von dir, dir darüber Gedanken zu machen, aber letzendlich auch nicht mehr deine Sorge.
Alles Gute.