Hallo zusammen,
ich habe mich frisch angemeldet, da ich mir externen Input vorrangig von Frauen wünsche, die mir ihre Sichtweise geben, damit ich meine Sichtweise und die meiner Frau damit abgleichen und mich ggf. anders verhalten kann.
Grundsetup:
Ich lebe mit meiner Frau und unserem gemeinsamen Sohn (4) in einem Haus zusammen. Sind Ende 30 und seit über 17 Jahren zusammen, seit über 7 Jahren verheiratet.
Meine Frau hat im Prinzip schon im Herbst 2024 die Liebesbeziehung beendet, hat dies aber durch Verdrängung erst im Frühjahr 2025 ausgesprochen. Sie hat einfach nicht mit mir geredet, sich in Partys und Alk. verloren. Es war für mich die schlimmste Zeit meines Lebens. Im Prinzip weiß ich immer noch nicht genau, was letztlich der Auslöser war, aber im Grund genommen ist es so, dass sie mich nicht mehr liebt und wir zu lange zusammen sind. Warum sie niemals in Erwägung gezogen hat, dass wir eine Paartherapie machen oder irgendwas in der Art, das kann ich mir immer noch nicht erklären. ABER.
das ist auch alles nicht mehr entscheidend, da ich eigentlich von Anfang an, aber spätestens seit der offiziellen Trennung im Januar 25 weiß, dass es kein Zurück mehr gibt. Sie hat einfach alles kaputtgemacht durch ihr Verhalten, was vielleicht bei mir noch an Gefühlen für sie da war. Ich war so verzweifelt und allein mit mir selbst, dass ich eine Gesprächstherapie angefangen habe und damit extreme Schritte mit mir selbst gemacht habe. Ich kann sagen, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben zu mir selbst gefunden habe und mich mehr oder weniger erstmalig mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen auseinandergesetzt habe. Das ist so befreiend und hat mich aus dem Loch geholt. Also falls es jemanden genauso geht, macht das unbedingt, wenn ihr könnt!
Komisch ist nebenbei, dass sie nicht auch nur einmal in Erwägung gezogen hat, mal wegzugehen (Eltern, Freunde, etc.) - natürlich wegen unseres Sohnes. Aber letztendlich tut sie sich damit selbst keinen Gefallen und das zieht sich bis jetzt. Wir reden also mittlerweile von 2 Jahren absolutem Stillstand. Sie tut einfach gar nichts oder zumindest zu wenig, um die Situation zu ändern.
Ich bin der, der ständig Dinge anstoßen muss, weil sie einfach so bequem und lethargisch ist. Ich habe sie gebeten (im März), dass sie sich eine Wohnung suchen soll und sie hat zugestimmt. Ja, der Wohnungsmarkt ist schrecklich, aber man kann, wenn man will, eine Wohnung in 6 Monaten finden. Aber ich schweife ab.
(Btw: abgestimmt ist auch ein 50/50 Modell mit unserem Sohn mit Wochenwechsel, sobald sie auszieht).
Entscheidend für meine Frage ist, dass ich ungeplant (!) eine ganz tolle Frau kennengelernt habe, die mich extrem glücklich macht und die ungefähr alles besser macht, was meine Frau nie gemacht hat. z.B. mal Reden, Reflektieren etc. Es war anfangs was extrem Lockeres, hat sich aber zu mehr entwickelt. Geht jetzt ca. 6 Monate.
Meine Frau weiß von ihr und das schon länger und freut sich sogar für mich (weiß ich von Dritten), aber ich habe von Anfang an gesagt, dass es ihr nicht zusteht, irgendwelche Infos über sie zu bekommen. Zumindest solange, wie ich nicht weiß, ob es etwas Festes ist. Es bahnt sich zwar an, dass es etwas Festes sein könnte, aber es ist eben nicht sicher.
Ich habe ein paar Freunden von meiner "Freundin" (wie nennt man eigentlich jemanden, den man datet, aber der halt kein Partner ist? - "Date" finde ich irgendwie aber auch nicht richtig) erzählt, aber die haben noch einen alten Stand.
Meine Frau sagt jetzt plötzlich, dass sie von Freundinnen über meine Freundin ausgefragt wird und meint, dass sie das Gefühl sch. findet und dass sie damit bloßgestellt wird. Und deswegen möchte sie jetzt Infos über sie haben.
Ich kann das irgendwie nachvollziehen, aber solange es eben nichts Festes ist, ist das reines Gossip und ich finde es extrem sch., dass sie dies nach der Vorgeschichte von mir einfordert, weil sie von Dritten darüber gefragt wird, anstatt einfach zu sagen "hey ich weiß darüber nichts, weil mich das auch nichts angeht, frag ihn bitte direkt". Das wäre straight und erwachsen.
Ich möchte ihr einfach keine Infos geben, weil ich finde, dass sie das nichts angeht, solange die Freundin nicht so fest ist, dass ich sie auch den Freunden persönlich vorstellen würde. Mir ist natürlich klar, dass das ein absolutes Muss ist, dass sie sie auch selbst mal kennenlernt, sobald es ernst/fest ist. Weil ich sie dann natürlich auch dem Sohn vorstellen will und das muss alles abgestimmt sein.
Ich hoffe, dass ungefähr rauskommt, welches Störgefühl ich damit habe. Denn sie möchte nur den Namen wissen und Basic Informationen und vielleicht ein Bild sehen. Ihr Argument war auch "falls ich sie mal in der Stadt sehe und wir zufällig sprechen und dann plötzlich feststellen, dass wir uns kennen müssten" (ja, es gibt Zufälle, aber das ist absoluter *beep*). Für mich ist das reine Neugierde und würde nichts an ihrem Gefühl ändern, wenn sie dritte darüber fragen. Was schreibt sie dann? (Sie heißt x. und ist 38 Jahre alt) - und jetzt? Was ändert das?
Ich finde, sie macht ihr Problem zu meinem und kommuniziert einfach nicht gut mit unseren anderen Freunden. Die sie btw. auch massiv ghostet, aber das ist wieder ein anderes Thema.
Mir könnte man natürlich vorwerfen, dass ich das überhaupt jemandem erzählt habe. Aber naja - alle unsere Freunde wissen, dass wir getrennt sind und dass es einfach schon lange keine Zurück mehr gibt. Wenn ich jemanden kennenlerne, darf ich das erzählen. Und sie weiß es ja auch selbst. Also ich verstehe das Problem nicht.
Könnt ihr mir eine Außensicht geben? Ich wäre dankbar!