Zitat von Abendrot:Es gibt aber so vielfältige Charaktere , das Leben ist wie ein ein bunter Blumenstrauß - an unterschiedlichen Gesinnungen , Gedanken und Gefühlen ...
Würde ich meinen Weg nicht als richtig ansehen, würde ich ihn ja nicht vertreten und vertreten können. Was ich aber kann, ist andere Wege auch gut finden oder nicht gänzlich ausschließen. Genauso kann ich aber auch sagen, dass ein Weg in meinen Augen komplett falsch ist, was ich dementsprechend begründen kann. Den muss ich aber nicht gehen, Gott sei Dank.
An Massios Stelle, wäre ich so drauf:
1. Klarheit schaffen. Was will ich eigentlich.
2. Meine Schuldgefühle abbauen, indem ich ehrlich bin. Denn dann habe ich das Gefühl, dass alles was jetzt passiert, gerecht ist und nicht in meiner Hand liegt. Wenn es für mich glimpflich ausgeht, gut. Das war dann auch die Entscheidung der EF. Wenn nicht, dann habe ich das verdient, nachdem ich mich so daneben benommen habe.
3. Dann ist alles offen und egal was dann passiert, ich kann es dann ab diesem Zeitpunkt mit einem freien Kopf und mit einem freien Herzen angehen und bewältigen. Ich würde mich sofort viel leichter fühlen. Ich müsste nichts mehr verstecken, nichts verheimlichen, nicht lügen, mich nicht selber verachten. Ich könnte entweder akzeptieren, etwas Neues anfangen, aufarbeiten und aktiv Widergutmachung leisten. All das wäre mir viel lieber, als mich schlecht zu fühlen mit meiner Schuld und meiner Angst. War man erstmal ehrlich, kommt alles andere von selbst. Dann ist es raus und ich kann wieder atmen.
Ich kenne mich und weiß, dass ich weder mit dieser Schuld leben könnte, noch es meinen Werten entspricht. Wenn mir meine Ehe und meine eigenen Werte nichts mehr wert sind, was ist es dann?
Wenn es Jemand anders macht, ist es so. Aber da wir hier in einem Forum sind und Anregungen angeblich erwünscht sind und ich ein sehr diskutierfreudiger Mensch bin, vertrete ich auch meinen Standpunkt. Wenn der andere mich nicht von seinem Überzeugen kann, dann muss ich mich dafür nicht schlecht fühlen. Das ist mein Recht so zu denken, wie ich es tue.