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Kampfschnake Mitglied
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@KuddeI7591
Zitat von KuddeI7591:
Der eine wird beigesetzt, der andere lebt sein Leben weiterhin. Das ist schon ein erheblicher Unterschied. Richtig ist....beide Menschen sind "weg".
Vor der Beisetzung nimmt ein Mensch Abschied von sich selbst.
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x 1#556
Pippa Mitglied
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Zitat von Kampfschnake:
Vergleichsweise ist das Ende einer Affäre banal.
Banal würde ich es nicht nennen, aber das ist Wortklauberei. Ich denke, es hängt damit zusammen, wo man gerade steht. Durchlebt man aktuell eine Trennung, ist ein inzwischen verarbeiteter Todesfall emotional nicht mehr so belastend. Begleitet man gerade jemanden in seinen letzten Tagen auf dieser Welt, erscheint einem eine überstandene Trennung "banal".
Wie möge es wohl ein Mensch beurteilen, der beides gleichzeitig ertragen muss?
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x 3#557
A
Glückliche Affäre - wie kann ich sie schützen
x 3
Kampfschnake Mitglied
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Zitat von Pippa:
Wie möge es wohl ein Mensch beurteilen, der beides gleichzeitig ertragen muss?
Das ist unter Umständen ein Fall für
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x 1#558
S
SchlittenEngel Gast
@Pippa
Zitat von Pippa:
Wie möge es wohl ein Mensch beurteilen, der beides gleichzeitig ertragen muss?
Ich könnte dir verraten, wie es ist, einen geliebten Menschen beim Sterben zu begleiten und dabei zu erfahren, dass dein Mann eine Affäre hat.
Eines davon mit dem Problem hier zu vergleichen, dass einem sein ach so praktisches Sex Spielzeug verloren gehen könnte, ist für mich geradezu obszön.
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x 4#559
alleswirdbesser Mentorin
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Zitat von Pippa:
Banal würde ich es nicht nennen, aber das ist Wortklauberei. Ich denke, es hängt damit zusammen, wo man gerade steht. Durchlebt man aktuell eine ...
Banal oder nicht, wenn ich lese mit welcher Freude sich manche auf eine Affäre einlassen, @Olive70 bzw. @Elfe11 zum Beispiel, da denke ich - selbst schuld, denn bewusste Entscheidung und das nachdem sie hunderte von Threads zum Thema hier lesen konnte
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x 4#560
Pippa Mitglied
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Zitat von SchlittenEngel:
vergleichen, dass einem sein ach so praktisches Sex Spielzeug verloren gehen könnte, ist für mich geradezu obszön.
Ich habe mich nicht auf die Affäre von CleoK bezogen. Für mich ging es generell um die Intensität des Schmerzes bei Verlust durch Tod oder Trennung.
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x 1#561
E-Claire Mitglied
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Zitat von Pippa:
Durchlebt man aktuell eine Trennung, ist ein inzwischen verarbeiteter Todesfall emotional nicht mehr so belastend.
Ähm, nein, einfach nein.
Bei allem Respekt und auch unter Hinzuziehung, daß Trauer etwas höchstpersönliches ist, aber es hört sich so an, als würden wir da über den Opa, der eh alt war, oder die Freundin mit der man vor zehn Jahren in die Schul gegangen ist, reden.
Ich hab Trennungen vor und nachher mitgemacht und manche habe ich gut weggesteckt und bei manchen tja naja war ich super unsouverän, aber der Gevatter Tod ist eine völlig andere Geschicht.
Durchlebt man aktuell eine Trennung, ist ein "inzwischen verarbeiteter" Todesfall nicht mehr so belastend? Stimmt nicht mit meiner Erfahrung überein, denn ich wüsste einfach nicht, wann ich diese bestimmte inzwischen absolut verarbeitete Todesfälle als nicht mehr belastend einstufen sollte.
Sorry, aber einfach nein. Es mag für Dich anders sein, aber ich und ich fühle mich da in recht netter Gesellschaft, sehe das wirklich (!) anders.
Edit: um mal sehr genau zu sein, hat der Tod bestimmter Personen, Trennungen von anderen erheblich schlimmer gemacht.
•
x 4#562
E
Ex-Mitglied Gast
Es wird in der Thematik "Trennung durch Tod", bzw. "Trennung nach Affäre" so einiges .... ..... Trennung nach "Affäre" - sie/er kann jederzeit wieder real kontaktiert werden - so hart eine Trennung nach "Affäre" auch sein mag.
Trennung durch Tod.... da ist nix mehr mir realem Kontakt.
Das ist ein makaberer Vergleich, beide Trennungen seien .....
.....die ⛪ Kirche sollte doch im Dorf bleiben, den die exorbitanten Übertreibungen dramatisieren ungemein. Trennung durch Tod ist das härteste, was einen Mensch treffen kann.
Ob Trennung = Trennung ist? Im beschriebenen Kontext sicher NICHT. So meine Meinung.
Ich habe Trennung durch den Tod eines lieben Menschen GANZ anders empfunden - um einiges härter und nachhaltiger, als die Trennung der Affäre.
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x 1#563
ElGatoRojo Mitglied
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Trennung wäre doch immer noch reversibel - der Tod nie.
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x 6#564
E-Claire Mitglied
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Zitat von ElGatoRojo:
Trennung wäre doch immer noch reversibel - der Tod nie.
Manchmal macht der Tod bestimmter Personen, Trennungen von anderen deutlich schlimmer.
Und noch mal, Trauer ist in jedem Fall höchstpersönlich.
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x 4#565
E
Ex-Mitglied Gast
Wie viele Trennungen/Abschiede von besonderen/geliebten Menschen erleben wir im Verlauf des Lebens.... die können alle wieder aufgesucht/kontaktiert werden.
Der Tod ist das Endgültigste.... Ende, aus, weg.
Zum Grab gehen.... in ein Gebet einschließen .... DAS bleibt bei der Trennung durch Tod....mehr nicht.
Also.... maßlose Übertreibungen einer Trennung bei Affäre..... nee nee.
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#566
E
Ex-Mitglied Gast
Zitat von Pippa:
Ich habe mich nicht auf die Affäre von CleoK bezogen. Für mich ging es generell um die Intensität des Schmerzes bei Verlust durch Tod oder Trennung.
es geht auch nicht um die Affäre von CleoK.... sondern um eine generelle Trennung nach einer Affäre, bezogen auf die Intensität des Schmerzes....bzw. Trennung durch Tod.
Fakt ist auch - Trennung bei Affäre.... von wem ausgesprochen? Wurde ICH weggeschickt... oder habe ICH "weggeschickt"? Das sind 2 Paar Schuhe. Hat sich das Ende einer Affäre angedeutet oder geschah die Trennung abrupt? Das sind 2 Paar Schuhe. Ging die Affäre im "Guten" oder im "Bösen" auseinander? Das sind 2 Paar Schuhe. Und das hat JEWEILS unterschiedliche Auswirkungen auf Schmerz, auf "Trauer", dass etwas beendet wurde.
Alle Menschen können wieder kontaktiert werden, die NACH nach einer Affäre i-wo sind, i-wo anders leben. Trennung hin oder her.
Bei Tod ist es "eindeutiger".... auch, wenn ein geliebter Mensch in den Tod begleitet wird. 2 geliebte Menschen habe ich in den Tod begleitet. Es spielte beide Male keine Rolle, wie alt sie jeweils waren. Med. stand fest - sie werden in absehbarer Zeit sterben.
Darüber hinaus habe ich weiteren Menschen beigestanden, die ihren letzten Weg vor sich hatten....in Verbindung mit den Angehörigen.
Dann verstarben sie - und das Endgültigste war da. Es gab KEIN Zurück.
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x 1#567
AjnosXX Mitglied
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Zitat von CleoK:
Ich habe erlebt, dass beim Tod eines geliebten Menschen sehr viele Menschen Verständnis und Mitgefühl gezeigt haben aber in meinem Schmerz war ich trotzdem allein. Den konnte mir keiner nehmen, keine Worte und keine Umarmungen - nichts. Daher steht man mit der Verarbeitung eines Schmerzes meist allein da. Zumindest bei mir ist es so.
Verarbeiten muss man immer alles selbst. Aber im Fall einer Affäre/Trennung trennt sich der Partner mehr oder weniger bewusst/nicht freiwillig. Das finde ich schon einen unterschied als wenn jemand nicht freiwillig gehen im Fall eines Todes. Und man sieht ja bei Dir auch, dass Du sehr dünnhäutig bist. Bei Deiner Konstellation ist halt das Wohlwollen nicht so gegeben. Auch kannst Du wahrscheinlich mit niemandem in der Umgebung reden. Dein AM spricht ja von Wertschätzung Seiten seiner Frau. Da kann nicht so vieles im Argen liegen, wenn er wieder eine tolle Liebesbeziehung mit seiner Frau will, tut er gerade mit Dir das genaue Gegenteil. Das sind auch sehr grosse widersprüchliche, die er Dir erzählt. Fremdgänger erzählt aber ihren AF meist das blaue vom Himmel. Und jede AF würde die Hand ins Feuer legen für ihren AP. Erst nach Beängstigunge der Affäre wirst Du ihn wirklich kennenlernen. Ist übrigens auch bei einer Scheidung oder Erben so. Ich hatte immer ein gute Verhältnis zu meiner Schwester, aber beim Erben haben wir uns in die Wolle gekriegt. Sie wollte mich übervorteilen lassen, habe mich gewehrt, weil sonst hätte ich Ihr nie verzeihen können. Der tragische Tod Ihres Sohnes hat uns schlussendlich wieder näher gebracht, jetzt ist es wieder wie früher.
@clerk [quote:10a9S.3]Daher steht man mit der Verarbeitung eines Schmerzes meist allein da. Zumindest bei mir ist es so.[/quote:10a9S.3] Daher steht man mit der Verarbeitung eines Schmerzes meist allein da. Zumindest bei mir ist es so.
wer ist "man"? Heutzutage wird einem geholfen, wenn Hilfe ersucht wird, angefragt wird, nachgefragt wird.
Wie das bei dir explizit ist - auch DU kannst um Hilfe ersuchen...wenn auch nicht im direkten Umfeld. Es gibt überall entsprechende Anlaufstellen...öffentliche, wie auch anonyme. DAS muss Frau/Mann allerdings selbst wollen.
Eine Bekannte von mir hatte ein "Ding" mit einem katholischen Pfarrer - ländlicher Bereich. Sie wollte "mehr", aber nur so viel. dass der Pfarrer weiter im Amt bleiben konnte. Das wiederum widersprach dem Gelübde des Pfarrers, was er bei der Priesterweihe abgelegt hatte. Es wurde eine lange ON/OFF-Situation, die dem Priester in die Karten spielte - aber nicht der Bekannten. Dann wurde das Ding beendet. Die Bekannte suchte Anlaufstellen... öffentlich zugängliche... NEIN, gibt es nicht - der Priester wäre nicht weiter Priester geblieben. Die Bekannte fand im WWW eine Möglichkeit, wo sich Frauen mit den gleichen "Problemen" trafen. Denn das rauskommen aus so einem "Ding", wo BEIDE etwas "wollen", aber einer ganz und gar nicht "darf".... Gelübde.... ist ne harte Nuss.
Andersrum - eine Frau becircte einen Dorf-Pfarrer - etwa gleichalterig. Der Pfarrer hatte sich in die Frau verliebt. Er wollte "raus" aus seinem Job. Er ging raus aus dem Job. Er heiratete seine Liebe....Kind kam, beide leben in dem Geburtsort der Frau. Er ist im pädagogischen Bereich tätig geblieben/geworden.
Und so kann JEDE/R, der wirklich will, zu dem kommen, was sie/er begehrt - Unterstützung.
Und Affären im "weltlichen" Bereich....die sind nun mal n Schleudersitz. Und dort ist es schwierig, innere Zerrissenheit "korrigieren" zu wollen, um an das zu gelangen, was fehlt. Affären sind Zweckgebunden...für Betrügende, wie für AF/AM. Wobei das bei Betrügenden wiederum eine ganz andere Sache darstellt, weil dessen "Anlaufstelle" beim EP meist erhalten bleibt.
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x 1#569
CleoK Mitglied
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Wenn ich die Beiträge so lese, möchte ich wiederum anmerken, dass ich niemals den Tod mit einer Trennung vergleichen würde. Was anscheinend missverstanden oder bewusst verzerrt wurde ist einfach der Weg des Loslassens. Zu wissen, dass die Zeit begrenzt ist, die bleibt. Ich habe hier auch einen sehr interessanten Faden gefunden, wo es um das Loslassen geht. Dort wird auch der Vergleich mit dem Weg eines Schwerkranken beschrieben. In diesem Faden wird eigenartiger Weise der Inhalt besser verstanden bzw. nicht bewusst diskreditiert. Es wird auch darauf eingegangen, dass man sehr wohl sich mental auf ein "Ende" vorbereiten kann. Natürlich ist es, wenn die Todesnachricht eintrifft oder die Trennung vollzogen wird ein Schlag und man wird im ersten Augenblick niedergehen aber trotzdem fällt man nicht im freien Fall, sondern in ein gewisses Fangnetz. Wie erwähnt, ich habe es bei einem sehr lieben schwerkranken Menschen so erlebt und ich denke, wenn ich es dort geschafft habe, sollte ich es für diesen Teil auch schaffen. Wen es interessiert, der Faden "Loslassen" ist wirklich sehr informativ.
Irgendwer hat wieder geschrieben, er belügt dich..... Auch wenn es schon mühsam wird aber in welchem Punkt belügt er mich? Es gibt keine Lügen bei uns, weil es diese nicht braucht. Wir sind uns einig in allem! Aber vielleicht kann mich mal jemand aufklären, wo er konkret! sagen kann, was eine Lüge zwischen uns ist.
Zitat von AjnosXX:
Wie seine Ehe läuft weisst Du nicht.
Nun ja, wie wird sie laufen? Bestens und in allen Ebenen absolut harmonisch natürlich, weil er hat Fremdgehen als Hobby